Schwere Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662

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    • Schwere Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662

      Hallo,
      wer kann Auskünfte zu der Schweren Heerespanzerjäger Abteilung 662 von 1942-1945 geben.
      Einsatzgebiet Ostfront, Rückzug über Ungarn und Österreich.
      Gibt es Namen von Soldaten, Unteroffizieren und Offizieren, die in der 662 gekämpft haben und
      wer waren die Kommandeure dieser Schweren Heerespanzerjägerabteilung 662.
      Für jegliche Hinweise bin ich dankbar.


      Dieter - Sohn des Gefreiten Arno Weser - Jahrgang 1912
    • Hallo,

      schön zu sehen, dass es jetzt mit dem einstellen geklappt hat. Eine kleine Sache noch vorab. Wir schreiben hier immer mit einer Anrede und einer Grußformel.

      Danke!

      Gruß
      Michael

      PS: Ich beginne mal mit den Basisdaten:

      Schwere Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662 (8,8 cm)

      1. Aufstellung:

      * 19.7.1943 in Südrußland bei Panzer-AOK 1 aus der am 5.6. aufgestellten schwere Panzerjäger-
      Abteilung B (gebildet aus den Panzerjäger-Kompanien (Personaleinheiten) 2./162, 3./57 und 3./255).

      2. Unterstellung:

      Heerestruppe: Südrußland; Ungarn (8. Armee)

      3. Ersatz:

      8 Oppeln, WK VIII

      Quelle: VMD

      Gruß
      Michael

      PS: Liegen dir bereits irgendwelche Informationen vor oder beginnen wir ganz am Anfang?
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    • Hallo Michael,

      erst einmal herzlichen Dank für Deine schnelle Reaktion auf meine Anfrage.
      Nun zu den überlieferten Angaben meines Vaters, die ich leider erst nach seinem Ableben zu Gesicht bekam.

      Mein Vater wurde am 11.3.1940 vom wohnort Wurzen nach Grimma einberufen.
      Von Grimma ging der Transport nach Dux(CSR) zur Infrantie-Panzerjäger-Ersatz Division 255.

      Nach der Grundausbildung erfolgte 1940 der Transport zum Fronteinsatz nach Frankreich.
      Sein letzter Kampf -Standort in Frankreich war La Rochelle.

      1941 ging der Transport von Frankreich nach Glatz in Oberschlesien und von dort zur Verlegung nach Radom(Polen)

      Am 22. Juni 1941 war er im Fronteinsatz über den Bug bei Brest in Rußland eingesetzt.
      Im Jahre 1943 wurde er durch einen Granatsplitter verletzt, worauf man ihn mit dem Sanitätszug ins Lazarett nach Traunstein in Bayern brachte.

      Nach anschließenden Genesungsurlaub von 14 Tagen wurde er nach Oppeln in Schlesien kommandiert, wo er der 6. Armee und in die schwere Heerespanzerjäger Abteilung 662/ 3. Kompanie unterstellt wurde.

      Die schwere Heerespanzerjäger Abteilung 662/ 3. Kompanie kämpfte im Rückzug über Rumänien, Ungarn und in Österreich.

      Anfang Mai 1945 ist er in Vechta(Bayern) in amerikanische Gefangenschaft geraten. Die Amerikaner übergaben ihn dann aber an die Sowjets, wo er durch die Lager Projesnitz (CSR), Focsanie (Rumänien) schließlich nach Rostow am Don(Rußland) kam. Die Gefangenschaft dauerte bis zum 26. April 1949. Seine Letzte Feldpostnummer lautete: 61948.

      Mich würden, wenn weitere Details zur schwere Heerespanzerjäger Abteilung 662/ 3. Kompanie vorliegen würden, vorallem die genauen Einsatzorte, Kameraden und Kommandierende.

      Vielen Dank im voraus für Eure Bemühungen.

      MfG dieter
    • Hallo Dieter,

      erstmal vielen Dank für die Rückmeldung.Wie dir vieleicht schon bekannt sein dürfte, wurde die Abteilung als sogenannte Heerestruppe eingesetzt. Bei solchen Einheiten ist es leider immer besonders schwer verwertbare Informationen zu finden, weil diese keine feste Unterstellung hatten. Sie wurden meist dort eingesetzt, wo gerade Bedarf war. Dazu kam es auch noch oftmals vor, dass sie nicht mal geschlossen Verwendung fanden.

      Alles im allem, ein sehr schweres Thema, wozu man bestimmt nur Fragmente finden wird. Ich werde mal meine Unterlagen sichten und mich wieder melden.

      Gruß
      Michael

      PS: Ein gutes Beispiel für die o.g. Problematik findest du z.B. hier:

      Leova/Kischinew - Stabskompanie schwere Heeres-Panzerjäger-Abteilung 93
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    • Hallo Dieter,

      ich starte mal mit einem Zustandsbericht der Abteilung für den Zeitraum zwischem dem 01.-30.04.1944.
      Wir haben hier auch noch einen wichtigen Hinweis für weitere Nachforschungen, weil hier auch die derzeitige Unterstellung (LII. AK.) aufgeführt ist.

      Das Schreiben (Seite Nr. 2) wurde vermutlich vom Abteilungskommandeur verfasst.

      Quelle: RH-10 247

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      anbei noch ein weiterer Zustandsbericht bzw. Werturteil zur Schweren Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662 für den Zeitraum zwischem dem 01.-31.05.1944

      Infos zur Meldung
      Zu diesem Zeitpunkt war die Abteilung dem LII. AK unterstellt.

      Quelle: RH-10 247

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      anbei noch ein weiterer Zustandsbericht bzw. Werturteil zur Schweren Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662 für den 01.06.1944.

      Infos zur Meldung
      Zu diesem Zeitpunkt war ein Teil der Abteilung der 294. Infanterie-Division unterstellt.

      Quelle: RH-10 247

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      anbei noch ein weiterer Zustandsbericht bzw. Werturteil zur Schweren Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662 für den Zeitraum zwischem dem 01.-30.06.1944

      Infos zur Meldung
      Zu diesem Zeitpunkt war die Abteilung dem LII. AK unterstellt.

      Quelle: RH-10 247

      Gruß
      Michael
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    • Hallo Dieter,

      erstmal vielen Dank für deine Rückmeldung.

      Repic24 schrieb:

      Gibt es eigentlich auch Kartenmaterial von den Kampfbewegungen?
      Wie ich bereits oben angedeutet habe, ist es mehr als schwierig zu solchen Einheiten (Heerestruppe) ein klares Bild zu bekommen. Mit anderen Worten gesagt kannst du froh sein, wenn du in 1500 Seiten Mikrofilm überhaupt einen verwertbaren Hinweis dazu findest. Desweiteren gibt es leider hunderte von Einheiten (wozu auch diese zählen wird) wozu es keine Chroniken oder ähnliches gibt.

      So ist das leider nunmal................

      Man kann lediglich versuchen, nach und nach mal entsprechende Fundstücke zusammenzutragen. Dazu habe ich dir mal ein paar Beispiele beigefügt. Hier findest du 3 Tagesmeldungen auf Korps-Ebene aus dem September 1943. Hier wird auch wieder das Problem der ständig wechselnden Unterstellungen deutlich.

      Quelle: Nara T-314 R-1492

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      anbei noch ein weiterer Zustandsbericht bzw. Werturteil zur Schweren Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662 für den Zeitraum zwischem dem 01.-31.07.1944

      Infos zur Meldung
      Zu diesem Zeitpunkt war die Abteilung dem LII. AK unterstellt.

      Quelle: RH-10 247

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      anbei noch ein weiterer Zustandsbericht bzw. Werturteil zur Schweren Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662 für den Zeitraum zwischem dem 01.-31.08.1944

      Infos zur Meldung
      Zu diesem Zeitpunkt war die Abteilung dem LVII. Panzer-Korps unterstellt.

      Quelle: RH-10 247

      Gruß
      Michael
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      anbei noch ein weiterer Zustandsbericht bzw. Werturteil zur Schweren Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662 für den Zeitraum zwischem dem 01.-30.09.1944

      Infos zur Meldung
      Zu diesem Zeitpunkt war die Abteilung dem III. Panzer-Korps unterstellt.

      Quelle: RH-10 247

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      anbei noch ein weiterer Zustandsbericht bzw. Werturteil zur Schweren Heeres-Panzerjäger-Abteilung 662 vom 15.02.1945.

      Infos zur Meldung
      Zu diesem Zeitpunkt war die Abteilung der 211. Volksgrenadier-Division unterstellt.

      Quelle: RH-10 247

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      ich konnte jetzt schon durch Zufall zwei Abteilungskommandeure für dich identifizieren:

      Bei dem ersten handelt es sich um einen Major Schnell, den ich in einem bereits veröffentlichten Erfahrungsbericht über den Einsatz von Zielscheinwerfern gefunden habe:

      Einsatz von Zielscheinwerfern

      Der zweite Kommandeur war ein Major Rudolph der eine Denkschrift über die Panzerjäger-Waffe im Oktober 1943 verfasst hat. Diesen Bericht werde ich auch noch für dich einstellen.

      Gruß
      Michael
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      anbei die besagte Denkschrift über die Panzerjäger-Waffe vom Oktober 1943.

      Quelle: Nara T-78 R-620

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      anbei noch ein paar Fragmente mit entsprechenden Nennungen der Abteilung aus dem Januar 1944.

      Quelle: Nara Rolle ohne Nummer

      Gruß
      Michael
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