Posts by Marga

    Guten Abend zusammen,



    Teilabschrift und Bearbeitung

    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia


    Nadwornaja (polnisch: Nadwórna) (B B 440)

    Gebiet Satanislau

    Einwohner: 10 420 (1937)

    1652 Wohngebäude (1931)


    Stadt und Rayonszentrum an der Bystriza-Nadwornjanskaja, die aus den östlichen Beskiden heraustretend sich hier zu einem breiten Tal öffnet. Bahnhof der Strecke Stanislau — Valea Visāului. Stichbahn ins Gebirge. Straße Stanislau — Deljatin.


    Krankenhaus, 5 Schulen, kleines El.-W. (170 kW), Post- und Fernsprechamt, Tankstelle, Schlachthof.


    Umsatz von Holz. — Erdölbohrfelder, Erdölraffinerie (Herstellung von Petroleum, Paraffin und Erdölprodukten; mit eigener Stromversorgung), Ziegelei, Holzindustrie, Dampfsägewerk, Mühlen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Nadwirna


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    Nemirow (polnisch: Niemirów) (B B 393)

    Gebiet Lemberg

    Einwohner: 3140 (1937)

    634 Wohngebäude (1931)


    Kurort und Rayonszentrum mit vielen Mineralquellen, 23 km südwestlich von Rawa Russkaja, inmitten von Wäldern.


    Apotheken, Schule, kleines Elektrizitätswerk, Fernsprechverbindung, Postamt, Artilleriekasernen. — Forstnutzung. — Ziegelei, Mützenfabrik, Grützefabrik.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…ng_st%C3%A4dtischen_Typs)


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    Nemirow (B B 18)

    Gebiet Winniza

    Einwohner: 6960 (1932)


    Rayonszentrum, städtische Siedlung an einem Nebenflüsschen des Bug. 56 km südöstlich Winniza, Bahnstation 4 km entfernt.


    Telefon- und Telegraphenverbindung, Elektrizitätswerk, Traktorenstation. — Obst- und Gemüseanbau. — Schwerindustrie, zwei Ziegeleien, Spiritus- und Schnapsbrennerei.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Nemyriw



    Gruß Marga

    Guten Abend zusammen,


    Teilabschrift und Bearbeitung

    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia



    Melitopol (B B 48)

    Gebiet Saporoshje

    Einwohner: 75 740 (1939)


    Stadt an der Molotschnaja und an der Bahn Charkow — Ssewastopol. Bahnstation 3 km entfernt.


    Industrie: Eisengießereien, Maschinenbau, Motorenfabrik, verschiedene Zweige der leichten Industrie, Versuchsstation für Pressglas, Schuh- und Lederwarenindustrie, Konfektions- und Trikotagenherstellung, verschiedene Zweige der Lebensmittelindustrie, Getreidemühlen (Dampfmühlen).


    https://de.wikipedia.org/wiki/Melitopol


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    Mikulinzy (polnisch: Mikulińce) (B B 17)

    Gebiet Tarnopol

    Einwohner: 3130 (1937)

    485 Wohngebäude


    Dorf und Rayonszentrum im schluchtartigen Tal des Sereth nordwestlich Trembowlja.


    Bevölkerung (1937): 1000 Polen, Ukrainer und Juden.


    Schloss — Apotheken, Elektrizitätswerk, Post-, Telegraphen- und Fernsprechamt, Schlachthof. — Forstnutzung, Umsatz von Schweinen. — Steinbrüche. — Zoegelei, Brennerei, Brauereien, Essigfabrik, Käsefabrik, Mühlen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Mykulynzi


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    Mikulitschin (polnisch: Mikuliczyn) (B B 440)

    Gebiet Stanislau

    Einwohner: 4000 (1931)

    1020 Wohngebäude


    Dorf und Sommerfrische in den östlichen Beskiden, im tief eingeschnittenen Tal des oberen Pruth, bei der Einmündung des Prutec.


    Bahnhof der Strecke Deljatin — Valea Visāului. Straße Nadwornaja — Worochta. — Schloss. — Apotheke, Post-, Telegraphen- und Fernsprechamt. — Forstnutzung, Sägewerk.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Mykulytschyn


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    Mogilew-Podolskij (B B 18)

    Gebiet Winniza


    Einwohner: 22 270 (1926)


    Am Dnjestr und an der Bahn Kiew — Tschernowitz.


    Einwohner: Ukrainer und Juden


    Telefon- und Telegraphenverbindung. — Garten, Weinbau, Seidenraupenzucht. — Industrie: Eisengießereien, Maschinenbau, Woll- und Filzwalkereien, Konfektions- und Trikotagenindustrie, Kalköfen, Sägewerke, Mühlen, Konserven- und Fruchtkonservenherstellung, Spiritus- und Schnapsbrennerei, Brauereien.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Mohyliw-Podilskyj



    Gruß Marga

    Fortsetzung


    Mariupol (B B 62)

    Gebiet Stalino

    Einwohner: 222 430 (1939)


    Lage der Stadt: Hafenstadt an der Nordküste des Asowschen Meeres, an einer flachen Bucht, auf der hellen, steilen Küste, am rechten Ufer der Kalmiusmündung. Teile der Stadt dehnten sich auch auf der Niederung längs der Küste aus. Einer der größten Handelshäfen der UdSSR am großen Donez-Kohlenbecken und in der Ackerbaugegend des Asowschen Meeres. Nach Odessa der wichtigste Hafen Südrusslands. — 2 Kathedralen — 2 Krankenhäuser, Hotels, Großkraftwerk (50 000 bis 100 000 kW), 2 weitere Großkraftwerke (Fabrikwerke), Post— und Telegraphenamt, FT-Station, Zollamt, Verschiebe- und Ausladebahnhof, Küstenbefestigung, Flughafen, Luftpostdienst, Druckerei (Zeitung), Kaserne.


    Hafenanlagen: Der Neue oder Tiefe Hafen liegt 3,5 km südwestlich der Stadt bei Ssinzewa. 3 Hafenbecken: Vorhafen (72 ha Wasserfläche; 7,6 m Wassertiefe), durch parallel zur Küste verlaufenden Wellenbrecher vom Inneren Hafen getrennt, mit 1260 m langer Nord-, 1075 m langer Südmole. — Getreidehafen (41 ha Wasserfläche; 7 m Wassertiefe) mit der Breiten Mole 630 m lang; 170 m breit; 1420 m Kailänge), einem 145 m langem Pier, 4 großen Anlegestellen für Getreide-, 3 mittleren Anlegestellen für Kohle-, 1 großen Anlegestelle für Salzumschlag, 2 großen Anlegestellen für Erz, Elevator (50 000 t Fassungsvermögen); 1000 t Leistungsfähigkeit in der Stunde), mechanischem Speicher (5500 t Fassungsvermögen; 200 t Leistungsfähigkeit in der Stunde), Schwimmdock, fahrbarem hydraulischem 30-t-Kran und Dampfleichtern (zum Laden von Getreide). — Kohlenhafen (32 ha Wasserfläche; 7 m Wassertiefe), durch 190 m lange Mole vom Getreidehafen getrennt, mit 1000 m langem Schutzdamm parallel zur Einfahrt, 50-t-Schwimmkran, 5 elektrischen 2-t-Kranen, weiteren kleineren Kranen, Kohlenladebrücke und Kohlenschütten. — Ausbesserungsbecken (10 ha Wasserfläche) für Küstenfahrer mit 18,6 ha großem Hafengelände. Dort stehen 19 einstöckige Lagerhäuser (12 ha Fläche) und Silos (50 000 t). Sämtliche Hafenanlagen haben Gleisanschluss.


    Direkt an der Mündung des Kalmius-Flusses der Schmidt-Hafen für kleine Fahrzeuge und Dampfer, mit Kaimauer eingefasst. Offenes Hafenbecken (4,3 m Tiefe) dient zum Überwintern von Fahrzeugen. — Asowstali-Hafen liegt an der Ostseite der Kalmius-Mündung mit Zufahrtskanal (Asowstalikanal) (100 m breit, 7,3 m tief) mit den modernsten Einrichtungen.


    Handel und Verkehr: 1936 Warenumschlag von 3,5 Millionen t. Ausfuhr von Kohlen, Getreide und Eisen. Bedeutender Küstenverkehr. Dampferlinien nach Jejsk, Kertsch und Feodossija.


    Rüstungsindustrie: Hüttenwerk „Ordshonikidse“ (Herstellung von Roheisen, Stahlblöcken, Schienen; mit 5 Hochöfen, 12 Martinöfen, 1 Thomaswerk und 1 Walzbetrieb), Hüttenwerk „Iljitsch“ (Herstellung von Qualitätsrohren aus legiertem Stahl für Flugzeugbau, Rohren für Erdölbohrungen, Präzisionsblechen für Flugzeug-, Auto- und Kampfwagenbau; mit Hochofenwerk, bestehend aus 2 Hochöfen, 2 Martinwerke mit 16 Martinöfen; Elektroofen; 2 Walzbetriebe; Rohrwerke), Flugzeugmotorenfabrik, 2 Geschützwerke, Fabrik für Handfeuerwaffen, chemisches Kampfstoffwerk.


    Sonstige Industrie: Radiofabrik „Molotow“, Maschinenfabrik, Schiffsreparaturwerk, Ausbesserungswerkstätten mit Schwimmdock von 4000 t Wasserverdrängung, Textilindustrie ((Wäsche und Trikotagen), Schuh- und Lederwarenindustrie (Gerbereien), Möbelherstellung, Seifensiedereien, Lebensmittel- und Genussmittelindustrie (Herstellung von Fischkonserven, Spiritus, Schnaps und Teigwaren sowie Getreidemühlen).


    https://de.wikipedia.org/wiki/Mariupol



    Gruß Marga

    Fortsetzung



    Magerow (polnisch: Magierów) (B B 393)

    Gebiet Lemberg

    Einwohner: 2470 (1931)

    330 Wohngebäude


    Rayonszentrum südlich Rawa Russkaja am Flüsschen Belaja (Biala). — Apotheke, Post-, Telegraphen- und Fernsprechamt. — Dachziegelwerk. Sägewerk, Butterfabrik, Mühlen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Maheriw


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    Makarow (B B 31)

    Gebiet Kiew

    Einwohner: 2740 (1932)


    Ortschaft und Rayonszentrum westlich Kiew am Ssdwish, Nebenfluss des Teterew. Nächste Bahnstation 21 km entfernt. Poststraße zu der Landstraße Kiew — Shitomir.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Makariw


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    Makejewka (B B 61)

    Gebiet Stalino

    Einwohner: 240 150 (1939)


    Stadt etwa 16 km nordöstlich Stalino, inmitten eines stark verzweigten Eisenbahnnetzes, gehört noch zum Donezindustriegebiet. Starker Industrieaufschwung. Schlechte Straßenverhältnisse. — El.-W. (Fabrikwerk, 25 000 bis 50 000 kW), Fliegerschule, kleiner Militärflugplatz.


    Rüstungsindustrie: Geschützwerk, Munitionsfabrik (Herstellung von Artilleriemunition). — Industrie: Hüttenwerke „Kirow“ (Herstellung von Roheisen, Blöcken, Barren, Platten, Grob- und Feinblechen, Stabeisen, Schienen, Achsenwellen u. a.; mit 5 Hochöfen, 13 Martiniöfen, 1 Elektroofen, 1 Besemerwerk, 3 Walzbetrieben, 1 Sinterwerk), Metallfabrik, kokschemisches Werk, Herstellung von Konfektions- und Trikotageartikeln, Sägewerke, Spiritus- und Schnapsbrennereien, Vertrieb landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Getreidemühlen.


    https://www.google.com/search?…i4yoAfuTg&sclient=gws-wiz



    Gruß Marga

    Fortsetzung


    Lubny (B B 46)

    Gebiet Poltawa

    Einwohner 21 300 (1926)


    Stadt an der Ssula und an der Bahn Kiew — Poltawa. — Flugplatz, Post- und Telegraphenstation. — Maschinenbau, Fabriken für Dreh- und Revolverbänke, Woll- und Filzwalkerei, verschiedene Zweige der chemischen Industrie, Möbelindustrie, Spiritus- und Schnapsbrennerei, Getreidemühlen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Lubny


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    Luzk (polnisch: Luck) (B B 16)

    Gebiet Wolhynien

    Einwohner: 37 280 (1937)

    3827 Wohngebäude (1931)


    Stadt am mittleren Styr, wo sich die wolhynische Platte zu den weiten Sumpfgebieten des Pripet herabsenkt, 178 m über dem Meeresspiegel. Bis 1917 gehörte Luzk mit Dubno und Rowno zum wolhynischen Festungsdreieck. — 2 Bahnhöfe an der Strecke Kiwerzy — Lemberg. Knotenpunkt der Straßen nach Uśilug (am Bug), Rowno, Brest, Dubno und Kiwerzy. — Alte Schlossruine.


    Bevölkerung: Juden, Polen und Ukrainer.


    Wehrwichtige und militärische Anlagen: Armee-Oberkommando, Divisionsstab, 4 Krankenhäuser, Militärkrankenhaus, 23 Schulen, El.-W. (584 kW), Wasserleitung mit kleiner Kraftzentrale. — Hauptpost-, Telegraphen- und Fernsprechamt, 2 Abteilungen des Innenkommissariates (Stadtverwaltung; städtisches Gericht), Kreisgericht, Landwirtschaftsbank, Staatsbank (Filiale), Gefängnis, Fliegerkaserne, Kaserne für leichte Artillerie (mit Pferdeställen) und für schwere Artillerie, Unterkunft für Miliz des Innenkommissariats, Unterkünfte für Kraftfahrtruppen, Infanterie, Panzerwagen, Feldartillerie, Kavallerie, 2 Flugplätze mit Flugzeughallen an der Westseite sowie Nordostseite, Benzindepots, Befestigungen im Bau.


    Schlachthof, Umsatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse. — Industrie: Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen, Tuchfabrik, Gerbereien, Ziegelei, Sägewerk mit eigenem Elektrizitätswerk, Mühlen (vier Motormühlen), Brauerei.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Luzk



    Gruß Marga

    Fortsetzung


    Leowo (rumänisch: Leova) (B B 18)

    Ehemaliges rumänisches Gebiet

    Einwohnerzahl unbekannt


    Stadt auf einer Anhöhe am linken Ufer des Pruth südöstlich Husi (Rumänien) — Straßenbrücke über den Pruth, Kaserne, Standort des Stabes einer Schützen-Division und einer Infanterie-Division.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Leova


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    Lissitschansk (B B 61)

    Gebiet Woroschilowgrad

    Einwohner: 15 610 (1932)


    Siedlung städtischen Charakters mit Bahnstation. Der Ort ist an dem Industrieaufschwung von Woroschilowgrad beteiligt. — Überlandkraftwerk. — In der Nähe reiche Kohlengruben. Meierei nahe der Bahnstation.


    Rüstungsindustrie: Chemisches Kampfstoffwerk, Pulver- und Sprengstoffwerk. — Sonstige Industrie: Waggonreparaturwerkstätten, Farbstoffwerk, chemisches Kombinat, Glas- und Porzellanfabrik, Herstellung von Trikotagen- und Konfektionsartikeln, landwirtschaftliche Erzeugnisse.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Lyssytschansk


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    Lubień Wielki (polnischer Name) (B B 415)

    Gebiet Lemberg

    Einwohner: 2920 (1931)

    579 Wohngebäude


    Kur- und Badeort (Dorf) mit vielen Mineralquellen, dicht an der Wereszyca, einem Nebenfluss des Dnjestr und einem See, südwestlich von Lemberg nach Ssambor.


    Kuranstalt, berühmte Schwefelquellen, kleines Wasserkraftwerk, Wasserleitung, Kanalisation. Post-, Telegraphen- und Fernsprechamt. — Ziegelei, Kalkgruben.


    https://en.wikipedia.org/wiki/…Lesser_Poland_Voivodeship



    Gruß Marga

    Guten Tag zusammen,



    Teilabschrift und Bearbeitung

    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia



    Lemberg ( russisch: Lwow; polnisch: Lwów) ( B B 393)

    Gebiet Lemberg

    Einwohner: 316 790 (1937)

    14 058 Wohngebäude (1931)


    Gebietshauptstadt nördlich der Karpaten, am Peltew, einem Nebenfluss des Bug, rund 300 m über dem Meeresspiegel, von bewaldeten Bergen umrahmt. Hier buchtet sich die Landstufe ein, mit der die Podolische Platte Ostgaliziens gegen die Bug-Styr-Niederung abfällt.


    Bedeutung der Stadt: Eine in den Grenzraum Osteuropas vorgeschobene Stadt mitteleuropäischen Gepräges, in einem für den Verkehr nach Osten und Südosten günstigen Gebiet, auf dem Wege von Mitteleuropa nach Rostow am Don, Odessa und Bukarest, Schnittpunkt von ostkarpartischen Straßen und den Wegen zu den ostgalizischen Pässen, Handelsplatz von Rang, geistiger Mittelpunkt, einst Schauplatz der polnisch-ukrainischen Auseinandersetzung.


    Eisenbahnknotenpunkt: Bahnlinien nach Krakau, Tschernowitz, Rawa-Russkaja, Lublin (deutsch), Wilna, Tarnopol, Ungvár (Ungarn), Lawoszne (Grenze der Slowakei) und Stanislau. Knotenpunkt von Straßen nach Stryj, Turka, Peremyschl, Lublin (deutsch). — Universitätsstadt — Im Südwesten von Lemberg das Schwefelbad Lubień Wielki mit den größten Seen Galiziens.


    Bevölkerung: 50% Polen, 35% Juden, 15% Ukrainer.


    Stadtplan und Baucharakter: Den Mittelpunkt von Lemberg bildet die alte deutsche Kolonialstadt, ein recht gebauter Teil der Stadt. Er wird von Anlagen umrahmt. Der Hauptbahnhof liegt weit im Westen, zwischen ihm und der Altstadt sind weitläufig gebaute Vorstädte entstanden (im Norden die Krakauer, im Süden die Halitscher Vorstadt). Auch im Osten streben volkreiche Vorstädte mit neuen Straßen ziemlich weit hinaus.


    Kulturdenkmäler und Kunstschätze: Im alten Stadtteil befinden sich das Rathaus, römisch-katholische Kathedrale, armenische Kathedrale, Dominikaner-Kirche, Jesuitenkirche, Dziedduszyckisches Museum mit bedeutenden naturwissenschaftlichen Sammlungen. In den westlichen Stadtteilen Universität mit Bibliothek von 300 000 Bänden, Polytechnikum, Schule für die Landwirtschaft.


    Wehrwichtige und militärische Anlagen: Armee-Oberkommando, Divisionsstab, Militärkrankenhaus, 6 weitere Krankenhäuser, Kliniken der Universität, Seuchenbaracken, Sanatorium, 178 Schulen, Hotels, Gaswerk, Gasverteilerstation, Großkraftwerk (25 900 kW, 5500 V), Elektrizitätswerk der Eisenbahn (560 kW), Zentrale der Wasserversorgung der Stadt, Wasserbehälter, Feuerwehrzentrale, Hauptpost- und Telegraphenamt, Fernsprechzentrale, weitere Post- und Telegraphenämter, elektrische Straßenbahn; Hauptbahnhof mit Reparaturwerkstätten, Lokomotivenschuppen, Lagerhäuser, Rampen und Schmiede; 4 weitere Bahnhöfe, Proviant- und Kleidermagazine, 2 Lagerhäuserkomplexe, Öldepot, Schlacht- und Viehhof, Remisen und Werkstätten der Straßenbahn.


    Stadt- und Gebietsverwaltung, Parteigebäude der KP, Haupteisenbahnverwaltungsgebäude, Stadtkommandantur, Kriegsgericht, Haus der Roten Armee, Polizeistab, Armeeoberkommando, mehrere Stäbe. — 2 große Munitionslager, großes Pulvermagazin, Lemberger Sender (50 kW), FT-Station, 2 Wehrmacht-Funkstationen, 2 Flugplätze mit Gebäude und Hallen, Verkehrsflughafen mit großem Benzinlager, Zitadelle, 11 Truppenunterkünfte (unter anderen im Krankenhaus, im Stadion, auf dem Messegelände und auf Sportplätzen), 3 Infanterie-, 2 Kavallerie-, 2 Artillerie-, Panzerwagen-, Pionier-, Polizei- und GPU-Kasernen.


    Umsatz der Ernten des fruchtbaren Landes; Erdöl und Holzhandel. — Industrie: (soll wieder vollkommen in Betrieb genommen sein) Waffenfabrik (Herstellung von Hand- und Maschinenwaffen, Präzisionsgeräten, Jagdwaffen und Maschinenteilen), Maschinenfabrik, Metallgießereien, Fabrik und Lager für Eisenbahnmaterial (Werkzeugfabrikation), nächste Bahnstation Derashnja 21 km entfernt. — Traktorenstation.— Baumwollindustrie, Genussmittelindustrie.


    https://www.google.com/search?…SBwExoAcA&sclient=gws-wiz



    https://de.wikipedia.org/wiki/Poltwa_(Bug)



    Gruß Marga

    Guten Abend zusammen,



    Teilabschrift und Bearbeitung

    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia



    Leipzig (russisch: Leipzigskaja) (B B 19)

    Ehemaliges rumänisches Gebiet.

    Einwohner: 2080 (1925)


    Ort am Flüsschen Kogilnik (Cogalnic) östlich Komrat. — Post-, Telegraphen- und Fernsprechamt. Flugplatz.


    Da dieser Ort mich intrigiert, erwähne ich ihn hier. Allerdings kann ich überhaupt nichts im Netz dazu finden. Möglicherweise gab es Einwohner die aus Deutschland stammten, daher der Name Leipzig..


    Allerdings zum Flüsschen habe ich etwas gefunden:


    https://de.wikipedia.org/wiki/…yksee%20in%20Bessarabien.



    Gruß Marga

    Fortsetzung


    Krementschug (B B 47)

    Gebiet Poltawa

    Einwohner: 89 550 (1939)


    Zentrum des Holzhandels und der Holzsägeindustrie am linken Dnjeprufer. Einwohners Haft vorwiegend jüdisch. — Dampfschifffahrtsverkehr nach Kiew und Dnjepropetrowsk. Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt. Brücken- und Flußhafenstadt. — Flughafen, Artilleriearsenal, Kasernen, Verladebahnhof. — Handel mit Holz und Getreide, Stapelplatz für Holz, Kohle, Salz.


    Industrie: Maschinenbau, Metallbearbeitung, Transportmaschinenbau, Werk für Großgüterwagen, Fabrik für Wegebaumaschinen, Rohleder-, Pelz-, Schuh- und Lederwarenindustrie, Woll- und Filzwalkereien, Trikotagen- und Konfektionsherstellung, verschiedene Zweige der chemischen Industrie, Sägewerke, Holzbearbeitung, Tabakfabriken, Fleischereien, Teigwarenherstellung, Getreidemühlen, verschiedene Zweige der Lebensmittelindustrie, Spiritus- und Schnapsbrennerei.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Krementschuk


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    Kriwoj-Rog (B B 47)

    Gebiet Dnjepropetrowsk

    Einwohner 197 620 (1939)


    Bergwerkstadt am Zusammenfluss des Ssagssagan und Ingulez in einem Kessel gelegen. Eisenbahnverbindung nach Dnjepropetrowsk und Saporoshje. — Der Bezirk von Kriwoj-Rog ist berühmt durch seine Stahl- und Eisenindustrie. Es werden in diesem Bezirk jährlich etwa 49% der gesamten Eisenerzausbeute der Sowjetunion gewonnen. Das Erz hat mit seinem Metallgehalt von 70% eine sehr hohe Qualität. Bisher festgestellte Vorräte: 200 Millionen Tonnen — 2 Großkraftwerke, Überlanwerke seit 1937 im Betrieb, Post- und Telegraphenamt, Druckerei (Zeitung), Apotheken, Militärflughafen.


    Rüstungsindustrie: Flugzeugfabrik (Flugzeugzellen).


    Industrie: Metallurgisches Werk (Herstellung von Stabeisen, Walzdraht, Rohrknüppeln; mit 3 Hochöfen, 2 Bessemerbirnen), Eisengusswerke, Konfektions- und Trikotagenindustrie, Holzbearbeitung, Spiritus- und Schnapsherstellung.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Krywyj_Rih

    https://de.wikipedia.org/wiki/…ei:Lodochnaya_stancia.jpg




    Gruß Marga

    Guten Tag zusammen,



    Teilabschrift und Bearbeitung

    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia


    Kramatorsk (B B 61)

    Gebiet Stalino

    Einwohner 19 350 (1939)


    Stadt nordwestlich Artemowsk am Flüsschen Krassnyj-Torez. — Bahnknoten. Neuerdings reich entwickelte Industrie. Schlechte Straßenverhältnisse. — 2 Großkraftwerke (50 000 bis 100 000 kW), davon 1 Überland-Kraftwerk. Sprengstofflager, Verladebahnhof, Funkstelle, Flugplatz.


    Rüstungsindustrie: 1 Geschützwerk (Geschützrohre), 2 Munitionswerke ( u.a. Fliegerbomben), Kampfwagen- und Panzerkraftwagenwerk.


    Industrie: GUS- und Stahlwerke, allgemeiner Maschinenbau, Waggonreparaturwerkstätten, Schwermaschinenindustrie, Metallurgisches Werk „Kirow“, Hüttenwerk „Kujbyschew“, Fabrik für Werkzeugmaschinen „Stankostroj“ (im Bau). Eisenwerk „Ordshonikidse“, Glas- und Porzelanindustrie, Holzverarbeitung, Zementfabrik.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kramatorsk


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    Kremenez (polnisch: Krzemieniec) (B B 17)

    Gebiet Tarnopol

    Einwohner: 21 770 (1937)

    2728 Wohngebäude (1931)


    Stadt und Rayonszentrum an dem Höhenzug von Kremenez (Góry Krzemienieckie) zur Talseite der Ikwa. — Stichbahn nach Dubno. Straße Dubno — Tarnopol.


    Bevölkerung (1937): 8000 Ukrainer, 2200 Polen und Juden. — Mehrere Krankenhäuser, 17 Schulen, El.-W. (207 kW), Post- und Fernsprechamt, Munitionslager, Getreidespeicher, Schlachthof, 2 Tankstellen. — Umsatz von Getreide.


    Industrie: Maschinenfabrik (für Mühlen), Treibriemenfabrik, keramische Industrie, Gerberei, Mützenfabrik, Torfstiche, Kreidegruben, Maschinenölfabrik, Zementfabrik, Dampfsägewerk, Brauerei, Süßwarenfabrik, Mühlen (2 Motormühlen).


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kremenez



    Gruß Marga

    Hallo Martin,


    in meiner Akte steht ein Ort namens „Dubossary“. Moldauische SSR, 1932 waren es 25 750 Einwohner. Siedlung städtischen Charakters am Dnjestr, dicht an der rumänischen Grenze, 63 km nordnordostwestlich von Tiraspol.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Dub%C4%83sari


    Ich weiß nicht ob es der richtige Ort ist. Aber vielleicht ja doch.


    Gruß Marga

    Guten Tag zusammen,



    Fortsetzung aus der obigen Akte


    Kowel (B B 378)

    Gebiet Wolhynien

    Einwohner: 20 820 (1937)

    2925 Wohngebäude (1931)


    Stadt und Rayonszentrum an der zum Pripet (Pripjat, Prypeć) führenden Turija. — Wichtiger Eisenbahnknotenpunkt der Stracken nach Brest, Rowno, Chelm, Wladimir-Wolynsk, Ssarny, Kamen-Kaschirsk.


    Unter der Bevölkerung 13 000 Juden. — Mehrere Krankenhäuser, 22 Schulen, 2 El. W. (332 kW und 158 kW), Wasserturm, 2 Bahnbrücken über die Turija, Post-, Telegraphen- und Fernsprechamt. Standort (Divisionsstab). — Umsatz von landwirtschaftlichen Erzeugnissen.


    Industrie: Gerbereien, Trikotagenfabrik, Strumpffabrik, 3 Ziegeleien, Sägewerk, Kerzenfabrik, Sirupfabrik, Likörfabrik, Tabakmanufaktur, Brauerei, 3 Motormühlen, Windmühlen.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Kowel


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    Kamen-Kaschirsk (polnisch: Kamień Koszyrski) (B B 370)

    Gebiet Wolhynien

    Einwohner: 2150 (1937)


    Stadt und Rayonszentrum an der sumpfigen Breschtscha (Breszcza). Endpunkt mehrerer Kleinbahnen (auch nach Kowel).


    Krankenhaus, 2 Schulen, kleines Elektrizitätswerk, Post- und Fernsprechamt. — Ziegelei, Likörfabrik, Windmühlen.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Kamin-Kaschyrskyj



    Gruß Marga

    Fortsetzung:


    Konstantinowka (B B 32)

    Gebiet Odessa

    Einwohnerzahl unbekannt


    Ortschaft südsüdwestlich Perwomamajsk, am südlichen Bug. Nächste Bahnstation Kawuny 14 km entfernt.


    Post- und Telegraphenstation, Traktorenstation. — Staatsgut (Sowchos) — Abbau von Nichtmetallen, Maschinenbau.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kostjantyniwka_(Mykolajiw)


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    Konstantinowka (B B 61)

    Gebiet Stalino

    Einwohner: 95 090 (1939)


    Industriestadt im Donezbecken, Bankknotenpunkt eines zweigleisigen Bahnnetzes. Am Flüsschen Kriwoj Gorez gelegen. — Umsatz landwirtschaftlicher und industrieller Erzeugnisse. — El.W. (3000 kW), Güterbahnhof, Flugplatz mit Fliegerschule.


    Rüstungsindustrie: Flugzeugwerk, Chemisches Kombinat (Kampfstoffherstellung), Pulver- und Sprengstoffherstellung.


    Industrie: Guss- und Stahlwerk, Metallverarbeitung, Zinkwerk, Metallurgisches Werk „Frunse“, die chemischen Werke „Stalin“ und „Oktoberrevolution“, Ölraffinerie, Glasflaschen-, Porzelan-, Spiegel- und Möbelindustrie, Lederfabrik.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Kostjantyniwka



    Gruß Marga

    Guten Tag zusammen,



    Teilabschrift und Bearbeitung

    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia



    Kolomea (russisch: Kolomyja) (B B 440)

    Gebiet Stanislau

    Einwohner: 40 000 (1937)

    5065 Wohngebäude (1931)


    Stadt und Rayonszentrum in Ostgalizien, in einer fruchtbaren Umgebung am Nordabhang der östlichen Beskiden (Beskidy Wschodnie), in einem breiten Tal des oberen Pruth. — Bahnknotenpunkt der Strecken Lemberg — Tschernowitz, Kolomea — Stefānesti, Kolomea — Valea Visāului (Rumänien) und Kolomea — Ssloboda Rungurskaja.


    Bevölkerung (1931) : 26 000 Polen, 5000 Ukrainer, 2000 Deutsche, Juden.


    Korpshauptquartier, Divisionsstab. — Krankenhaus, 28 Schulen, Hotels, Gaswerk, El.W. (460 kW), Post-, Telegraphen- und Fernsprechamt, Wasserleitung, Kanalisation, Erdölbehälter, Schießstände, 3 Kasernen. — Umsatz von Ackerbauerzeugnissen.


    Industrie: Metallindustrie, Maschinenfabriken, Erdölraffinerie, chemische Industrie, Textilindustrie (Webereien, Seidenwebereien), Gerbereien, Zementfabrik, Töpferei, Kachelfabrik, Dachziegelfabrik mit eigener Stromversorgung, 4 Ziegeleien, Seifen- und Kerzenfabrik, 2 Sägewerke, Brauereien und Mühlen (1Motormühle), Eiswerke.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kolomyja


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    Teilabschrift und Bearbeitung

    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia



    Kischinew (rumänisch: Chisinau) (B B 19)

    Ehemaliges rumänisches Gebiet

    200 000 Einwohner (1925)


    Lage und Bedeutung der Stadt: Ehemalige Kreisstadt und größte Stadt Bessarabiens. Sie teilt sich in die untere und obere Stadt. Erstere wird von jüdischen Händlern und Handwerkern bewohnt und liegt im sumpfigen Tal des Byk (Bacul)- flüsschens. Orientalisches Gepräge; enge gewundene Gassen mit dicht aneinander gebauten Häusern. Von dort steigen die Straßen zu der auf der Hochfläche gelegenen Neustadt an. Diese hat lange, breite regelmäßige und rechtwinklig sich kreuzende Straßen mit modernen Anlagen. Die Vorstädte mit dörflichem Gepräge sind weit ausgebreitet, wodurch die Stadt einen großen Umfang erhält.


    Bahnhof der Strecke Bender — Jasi (Rumänien). Wichtiger Straßenknotenpunkt der Straßen nach Bender, Hūsi (Rumänien), Bolgrad, Jasi (Rumänien) und Belzy.


    Bevölkerung: Rumänen, Juden, Ukrainer, Russen, Armenier.


    Kathedrale, Bischofspalast, prunkvolle Verwaltungsgebäude, Landesmuseum, Weinbauschule. — Wehrwichtige und militärische Anlagen: Korpshauptquartier, 6 Krankenhäuser, 5 Hotels, 6 große Schulen, Elektrizitätswerk, Straßenbahn, Post-, Telegraphen- und Fernsprechverstärkeramt, Verkehrsflieger- Bodenfunkstelle, Polizeifunkstelle, FT-Station, Bahnhof, Druckereien, Schlachthof, Brennstofflager, Petroleum- und Benzinzisternen, Munitionslager, Fallschirmjägerschule, Flugplatz, 2. Flugplatz mit Hallen, 3. Flugplatz (600 m mal 600 m) mit Halle und Benzintank, 4. Flugplatz (11 km entfernt, an der Straße nach Handschesti), 5. Flugplatz im Bau, Stabsunterkünfte, 4 Kasernenanlagen (Standort eines motorisierten Schützenkorps, einer Panzerwageneinheit).


    Industrie: Baumwollindustrie, Gerbereien, Ölindustrie (Ölpressen), Spiritusfabriken, Mühlen.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Chi%C8%99in%C4%83u



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    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia



    Kirowograd (Kirowo) (früher Sinowjewsk,bzw. Jelisawetgrad) (B B 32)

    Gebiet Kirowograd

    100 330 Einwohner (1939)

    Bevölkerung: Ukrainer, Juden und Russen.


    Regelmäßig gebaute Stadt am Ingul, mit schönen Boulevards, Bahnstation. Theater, Museum. — Hotels, Druckerei (Zeitung), Postamt, FT-Station, Fliegerschule, Fallschirmjägerschule, Kavallerieschule, Flughafen, neuer Flugplatz. — Landwirtschaftliche Versuchsstation.


    Rüstungsindustrie: Flugzeugfabrik. — Sonstige Industrie: Kohlengewinnung, landwirtschaftliche Maschinenfabrik „Krassnaja Swesda“, Flachsverarbeitung, Konfektionsgröße- und Trikotagenherstellung, verschiedene Zweige der chemischen Industrie, Ölmühlen, Teigwarenherstellung, Getreidemühlen, Spiritus- und Schnapsbrennerei.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kropywnyzkyj




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    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia



    Kiew (B B 31)

    Gebiet Kiew

    846 290 Einwohner 1939)


    Bedeutung: Hauptstadt der Ukrainischen SSR, Sitz des Militär-Bezirks-Oberbefehlshabers, Universitätsstadt, Mittelpunkt des Kulturlebens, größte Handelsstadt der Ukraine und wichtiges Zentrum des Maschinenbaus. Eisenbahnknotenpunkt der Stracke nach Brjansk — Moskau, Dnjepropetrowsk, Lemberg und Odessa. Wichtiger Straßenknotenpunkt der Straßen nach Tschernigow — Gomel, Odessa, Shitomir, Gornostajpol und Lubny. — Lage: 86 bis 185 m über dem Meeresspiegel, an dem bis 100 m hohen rechten Ufer des hier bis 600 m breiten Dnjepr, das durch Schluchten in eine Hügellandschaft aufgelöst ist.


    Stadtplan und Baucharakter: Die Stadt besteht aus drei Teilen, denen sich die Vororte angliedern. Der mittlere Stadtteil umfasst das auf der Hochfläche gelegene Alt-Kiew und ein modernes Stadtviertel. Die Hauptverkehrsader bildet die in einer Schlucht sich hinziehende Worowkij-Straße mit vielen öffentlichen Gebäuden. Der im Südosten befindliche Stadtteil Leninsk (früher Petschersk) enthält die alten Festungswerke mit Arsenal und liegt auf den die ganze Stadt beherrschenden Hügeln. Nördlich vom Zentrum zwischen den Abhängen des hohen Ufers und dem Dnjepr liegt der eigentliche Geschäftsteil Petrowskij (früher Podol), dessen Bevölkerung meist aus Juden besteht. Lipke ist Villenviertel mit ehemaligen Schlössern und Adelspalästen. In den südlichen Vororten befinden sich wissenschaftliche Institute, weiter außerhalb in den westlichen Vororten die Wohnungen der in den umliegenden Fabriken und Eisenbahnwerkstätten beschäftigten Arbeiter.


    Kulturdenkmäler: Zahlreiche Kathedralen, Kirchen und Klöster, das berühmte Höhlenkloster „Petscherskaja Lawra“ ( https://de.wikipedia.org/wiki/Kiewer_H%C3%B6hlenkloster ) ; Universität, Archäologisches, Architektur-, Landwirtschafts-, Medizinisches, Röntgen-, Volksbildungs- und Volkswirtschafts- Institut, Polytechnikum, Nationalbibliothek, ukrainische Akademie der Wissenschaften, Bildergalerie, Museen, Sternwarte, Glockenturm (92 m hoch, 50 m km weite Aussicht), Zoologischer und Botanischer Garten.


    Wehrwichtige und militärische Anlagen: Krankenhäuser: Kyrill-Krankenhaus, Universitätskliniken, Invalidenheim in der Lawra, Kinderheilstätte, Militärkrankenhaus. 11 Hotels, viele Schulen, Staatliches Rayon-El.-W. (25 000 kW; 1000 Arbeiter), Städtisches Haupt- El.-W. (10 000 kW), Rayon- El.-W. (5000 kW), Lukojanowskajer-El.-W. (5000 kW); Teplo-Elektro-Centrale der Verwaltung der südlichen Eisenbahn (80 000 kW; 1000 Arbeiter; Strom und Fernheizung für Fabriken und öffentliche Gebäude), Umformerwerke, vier Pumpwerke, Hauptpost- und Telegraphenamt, Druckerei, (Zeitung), Hauptbahnhof, 7 weitere Bahnhöfe, 6 Güterbahnhöfe, 2 Militär-Güterbahnhöfe, 7 Militärrampen, 2 Straßen- und 2 Eisenbahnbrücken über den Dnjepr, Verwaltung der ukrainischen Sowjetrepublik im Pokrowskij-Kloster, Verwaltung der OGPU, Exekutivkomitee des Kiewer Bezirks im Rathaus, Staatbank (Gosbank), Milizverwaltung, Börse.


    Hohe Kommandostäbe, Militärs heulen (Infanterie und Artillerie), Stützpunkt der Dnjepr-Flotte, 8 Infanterie,- 3 Pionier-, 3 Kavallerie-, Artillerie-, 2 Flak-, Nachrichten- und GPU-Kasernen, 2 Kasernen motorisierter Truppen, Kaserne des Eisenbahn-Lehrregiments, 2 Sommerlager, Schießplatz für Artillerie, 7 Munitionslager, 2 militärische Radiostationen, Militär- und Zivilflughafen, Probeplatz einer Flugzeugfabrik, Militärflugplatz mit Türmen für Fallschirmabspringer, Boden- und Wetterfunkstelle, 2 Erdöllager (Lager von Erdöl und Benzol), Elevator (20 000 t Inhalt), Kühlhaus (1000 t Inhalt), 3 Straßenbahndepots.


    Rüstungsindustrie: Arsenal (Gewehr- und Munitionsfabrik; auch Herstellung von Bomben), 2 Geschützwerke, Flugzeugmontagewerk (12 bis 15 Flugzeuge täglich; 3000 Arbeiter), Maschinenbauwerk „Bolschewik“ (Herstellung von Flugzeugmotoren, Flugzeugteilen, Pressen, Einrichtungen von Zuckerfabriken und Ölmühlen; 15 000 t Roheisen jährlich verarbeitet), 5 Munitionsfabriken, 3 Kampfwagenfabriken, Apparatefabrik (Herstellung von Geschützverschlüssen und Messapparaten).


    Sonstige Industrie: Maschinenbau: Maschinenbauwerk „Leninskaja Kusniza“ (Bau von Eisenkonstruktionen, Behältern und Dampfkesseln; 4000 Arbeiter; mit Elektrizitätswerk), Fabrik für Krane, Fabrik für Transportgeräte, Waggonbauwerk (Bau von Eisenbahngüterwagen), Werkzeugmaschinenfabrik, Fabrik für landschaftliche Maschinen, Fabrik für Erdölmotore, Fabrik für Einrichtungen von landwirtschaftlichen Maschinen, Waagefabrik, Werk für Traktor-Ersatzteile, 2 Auto-Reparaturwerke. — Allgemeiner Maschinenbau: Fabrik für Feuerlöscher, Armaturen- und Heizungsrohrfabrik, Nagelfabrik (Herstellung von Nägeln, Nieten und Schrauben), Werk für Einrichtungen für Brotfabriken und Graupenmühlen, Fabrik für Einrichtungen von Zuckerfabriken, Fabrik für Weichen und Signalvorrichtungen, Fabrik für Röntgenapparate, Reparaturwerkstätte (Reparatur von Motoren und Maschinen aller Art), Reparatur von Waagen und mechanisches Werk, Fabrik für Medizininstrumente, Fabrik für Laboratoriumseinrichtungen. — Metallwarenidustrie: Stanzwerk (Herstellung von Kochgeschirren), Kettenfabrik.


    Schiffsbau: Werft „Suchomlina“ (Bau von Flussschiffen), Schiffsreparaturwerk (Reparatur von Dampfern und Kranen).


    Elektroindustrie: Elektromotorenwerk, Kabelwerk, Fabrik für Radioapparate, Fabrik für Fotoapparate, Transformatorenwerk, Fabrik für elektrische Armaturen und Messapparate. — Gummiindustrie: Fabrik für Autoreifen und technische Gummiartikel (im Bau), weitere Gummifabrik. — Chemische Industrie: Fabrik für keramische Farben, Essigsäurefabrik (auch Herstellung von Kreosol, Firnis und Terpentin), Fabrik für emaillierte Kochgeschirre, 2 chemisch-pharmazeutische Werke, Terpentinfabrik, Fabrik für Gerberei-Extrakte, chemische Fabrik (Herstellung von Rohfilmen), Fabrik für Fotoplatten, Seifensiederei, Zementfabrik , Ziegelei, Glasfabrik (Herstellung von Flaschen).


    Holzindustrie: 2 Sägewerke, 4 Möbelfabriken, Holzkistenfabrik. — Textil- und Lederfabrik: Wollweberei, 2 Kostümfabriken, Trikotagefabrik, 3 Schuhfabriken, Schuhsohlenfabrik, Lederfabrik (Rohlederverarbeitung). — Lebens- und Genussmittelindustrie: 2 große Getreidemühlen, 3 Brotfabriken, 2 Fleischkombinate, Konservenfabrik (Fleisch-, Frucht- und Gemüsekonserven), Ölmühle, Konfektfabrik, Hefefabrik, Bierbrauereien, Spiritus- und Branntweinfabrik, Tabakfabrik.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kiew



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    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia


    Kertsch (B B 17)

    RSFSR, ASSR Krim

    104 470 Einwohner (1939)


    Eine der bedeutendsten Städte der Krim, liegt auf der Westseite der Straße von Kertsch mit geschütztem Hafen am Fuße der Berge von Mithidrat. — Die Bucht friert jährlich 40 Tage zu. Eisbrecher können die Straße das ganze Jahr offen halten. 30 Nebeltage von Oktober bis März.


    Wissenschaftliche Institute ( hauptsächlich für Fischereibiologie), Museum, Sol- und Schlammbäder.


    Wehrwichtige militärische Anlagen: Großkraftwerk (Fabrikwerk, 10 000 kW), Wasserwerk, Gebäude des Innenkommissariats (GPU). Starkbelegter Standort (Panzertruppen und Schützen). Küstenwerke, Militärmagazine, Minenlager, Munitionsdepot, Benzin- und Öllager, Kabel nach der Halbinsel Tschuschka, Funkstation, Traktorenstation, Flughafen (Militär- und Verkehrsflugplatz) südwestlich des Bahnhofs am Westrand der Stadt.


    Hafenanlagen: Hafenbecken (65 ha) von breiten Molen gebildet. Fischerkais. Südlich der Genueser Mole Petroleumkai, durch Rohrleitungen verbunden mit den Behältern der Küste. Gesamtlänge des Kais 3000 m. Lagermöglichkeiten bis zu 5000 t auf der Genueser Mole und an der Küste. 10 ha offenes Lagergelände. Südlich von Kertsch ist ein Ölhafen gebaut (220 m lang, 428 m breit, 5,5 m tief). Der Kanal von Kertsch zum Meer ist 7 m tief.


    Handel und Verkehr: 1934 betrug der Umschlag 569 500 t. Eisenbahnverbindung nach Feodossija. Umsatz von Wein, Weizen, Öl, Fischen, Kaviar, Leder und Tabak. — Bodenschätze: in der Umgebung Salzwerke, Eisenerzminen und Manganerzlager.


    Rüstungsindustrie: 1 Flugzeugzellenfabrik, 1 Werft für Kriegsschiffe. — Sonstige Industrie: Hüttenwerk „Wojkow“ (Herstellung von Roheisen, Thomasstahl, Schienen; mit 2 Walzwerken, Thomasfabrik und Sinterfabrik für 2 Mill. t Agglomerat). Waggon-Reparaturwerkstatt, Schiffsreparaturwerkstätten, Lederfabriken, verschiedenen Zweige der chemischen Industrie (z. B. kokschemisches „Kirow“, Seifenfabriken, Baumwollreinigung), Holzbearbeitung, Fässerfabrik, Herstellung von Konserven und Teigwaren (Zwiebackfabriken), Tabakfabriken, Dampfmühle, Fischereigewerbe, Fischverarbeitungswerke.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kertsch



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    01.04.1941

    Quelle: germandocsinrussia


    Kalusch (polnisch: Kalusz) (B B 428)

    Gebiet Stanislau

    13 000 Einwohner (1937)

    1749 Wohngebäude (1931)


    Stadt und Rayonszentrum am Rande des breiten Tals der in vielen Armen verwilderten Lomniza (Lomnica). Bahnhof der Strecke Stryj — Stanislau. Knotenpunkt der Straße Stryj — Stanislau mit Lokalstraßen.


    Krankenhaus, 3 Schulen, 2 El.W. (3280 kW, 550 V, sowie 237 kW), Wasserleitung, Kanalisation, Post-, Telegraphen- und Fernsprechamt, Schlachthof. — Salinen, Pottaschegruben, Erdgasvorkommen, Erdölgruben, Bergwerk.


    Industrie: Glockengießereien, Gerbereien, zwei Ziegeleien, Zementfabrik, Sägewerke (2 Dampfsägewerke), Brauerei, Brennerei, Mühlen (1 Motormühle).


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kalusch


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    Kamenez- Podolsk (B B 18)

    Gebiet Kamenez-Podolsk

    50 000 Einwohner (1939)


    Gebietshauptstadt am Flusse Ssmotritsch, unweit seiner Mündung in den Dnjestr. Bahnhof der Strecke Schepetowka — Lipcani. Knotenpunkt der Straßen nach Tschernowitz, Tarnopol und Iwanie Pusti.


    Das Stadtbild vom hochgelegenen Schloss mit Mauern und Türmen beherrscht (guter Einblick in die Stadt). Altstadt auf Felseninsel, durch Brücken mit den neueren Stadtteilen verbunden. Wirtschaftliche Bedeutung gering.


    Bevölkerung: Juden (vorwiegend), Ukrainer, Polen, Armenier, Russen.


    Staatstheater, Technikum, Bezirksmuseum, Institut für Volksbildung, landwirtschaftliches Institut. — Hotels, Korpshauptstadt, Divisionsstab, Elektrizitätswerk (Erdölheizung), Post- und Telegraphenamt, Druckerei (Zeitung), Artillerie-Depot, Militärflugplatz. — Unweit der Stadt Phosphoritgewinnung (hoher Gehalt an Phosphorsäure).


    Industrie: Maschinenbau, verschiedene Zweige der chemischen Industrie, Herstellung von lithographischen Steinen, Wäsche- und Kleidungsherstellung, Konserven- Spiritus- und Schnapsherstellung.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Kamjanez-Podilskyj



    Gruß Marga