Zusatzprotokoll HSP

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Zusatzprotokoll HSP

      Hallo @ all,

      Polen war bereits nach 18 Tagen besiegt, und wie in dem geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Pakts festgelegt, marschierte am 17. September die Rote Armee in Ostpolen ein... so stehts geschrieben, aber wer kann mir sagen man dieses Zusatzprotkoll einsehen kann?

      Gruß und Dank
      Basti
      Wahrheiten, die niemanden verärgern, sind meist nur halbe!

      (Sprichtwort: Jupp Möller)


      [SIGPIC][/SIGPIC]
    • Dann streich das Danke! Im übrigen mag der Text sehr einfach zu ergooglen sein, aber um etwas Qualität zu veröffentlichen, wäre eine Abb. wesentlich besser. Kann vielleicht jemand anderes dienlich sein. (gescannt wäre auch i.O)

      Gruß Basti
      Wahrheiten, die niemanden verärgern, sind meist nur halbe!

      (Sprichtwort: Jupp Möller)


      [SIGPIC][/SIGPIC]
    • Friedrich;676 schrieb:

      Ich schau mal nach vielleicht finde ich etwas im Archiv


      Schön das sich auch vergessen geglaubten Anfragen noch tüchtige Mitglieder widmen.

      Viel Glück, ich habe nichts gefunden was man hierzu visuell verträglich benutzen kann.

      Gruß Basti
      Wahrheiten, die niemanden verärgern, sind meist nur halbe!

      (Sprichtwort: Jupp Möller)


      [SIGPIC][/SIGPIC]
    • Friedrich;869 schrieb:

      Hallo,
      habe auch bis jetzt nur ein Foto von der Karte die Ribbentrop und Stalin zum einzeichnen der neuen Grenzlinie benutzt haben, gefunden.

      Guten Morgen
      F.


      Hallo Friedrich,

      trotzdem danke für dein Bemühen. Es ist wirklich gar nicht so leicht Material von Qualität zu finden, wie es manchmal dargestellt wird. Möglicherweise muss ich mich zu diesem Thema damit abfinden.

      Gruß Basti
      Wahrheiten, die niemanden verärgern, sind meist nur halbe!

      (Sprichtwort: Jupp Möller)


      [SIGPIC][/SIGPIC]
    • Hallo Basti,

      hier ist der Wortlaut vom ganzen Abkommen

      [FONT=&quot]23.8.1939[/FONT]

      [FONT=&quot]Der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag [/FONT]

      [FONT=&quot]mit geheimem Zusatzprotokoll[/FONT]

      Die deutsche Reichsregierung und die Regierung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, geleitet von dem Wunsche,die Sache des Friedens zwischen Deutschland und der UdSSR zufestigen, und ausgehend von den grundlegenden Bestimmungen des Neutralitätsvertrages, der im April 1926 zwischen Deutschland und der UdSSR geschlossen wurde, sind zu nachstehender Vereinbarung gelangt:
      Artikel 1
      Die beiden vertragschließenden Teile verpflichten sich, sich jeden Gewaltakts, jeder aggressiven Handlung und jeden Angriffs gegeneinander, und zwar sowohl einzeln als auch gemeinsam mit anderen Mächten, zu enthalten.
      Artikel 2 Falls einer der vertragschließenden Teile Gegenstand kriegerischer Handlungen seitens einer dritten Macht werden sollte, wird der andere vertragschließende Teil in keiner Form diese dritte Macht unterstützen.
      Artikel 3 Die Regierungen der beiden vertragschließenden Teile werden künftig fortlaufend zwecks Konsultation in Fühlung miteinander bleiben, um sich gegenseitig über Fragen zu informieren, die ihre gemeinsamen Interessen berühren.
      Artikel 4
      Keiner der beiden vertragschließenden Teile wird sich an irgend einer Mächtegruppierung beteiligen, die sich mittelbar oder unmittelbar gegen den anderen Teil richtet.
      Artikel 5
      Falls Streitigkeiten oder Konflikte zwischen den vertragschließenden Teilen über Fragen dieser oder jener Art entstehen sollten, werde beide Teile diese Streitigkeiten oder Konflikte ausschließlich auf dem Wege freundschaftlichen Meinungsaustausches oder nötigenfalls durch Einsetzen von Schlichtungskommissionen bereinigen.
      Artikel 6 Der gegenwärtige Vertrag wird auf die Dauer von zehn Jahren abgeschlossen mit der Maßgabe, daß, soweit nicht einer der vertragschließenden Teile ihn ein Jahr vor Ablauf dieser Frist kündigt, die Dauer der Wirksamkeit dieses Vertrages automatisch als für weitere fünf Jahre verlängert gilt. Artikel 7 Der gegenwärtige Vertrag soll innerhalb möglichst kurzer Frist ratifiziert werden. Die Ratifikationsurkunden sollen in Berlin ausgetauscht werden. Der Vertrag tritt sofort mit seiner Unterzeichnung in Kraft. Ausgefertigt in doppelter Urschrift, in deutscher und russischer Sprache.

      Moskau, am 23. August 1939 Für die deutsche Reichsregierung

      gez. von Ribbentrop


      in Vollmacht der Regierung der UdSSR

      gez. W. Molotow



      [Geheimes Zusatzprotokoll] Aus Anlaß der Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes zwischen dem Deutschen Reich und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken haben die unterzeichneten Bevollmächtigten der beiden Teile in streng vertraulicher Aussprache die Frage der Abgrenzung der beiderseitigen Interessensphären in Osteuropa erörtert. Die Aussprache hat zu folgendem Ergebnis geführt: 1. Für den Fall einer territorial-politischen Umgestaltung in den zu den baltischen Staaten (Finnland, Estland,Lettland und Litauen) gehörenden Gebieten bildet die nördliche Grenze Litauens zugleich die Grenze der Interessensphäre Deutschlands und der UdSSR. Hierbei wird das Interesse Litauens am Wilnaer Gebiet beiderseits anerkannt. 2. Für den Fall einer territorial-politischen Umgestaltung der zum polnischen Staat gehörenden Gebiete werden die Interessensphären Deutschlands und der UdSSR ungefähr durch die Linie der Flüsse Pissa, Narew, Weichsel und San abgegrenzt. Die Frage, ob die beiderseitigen Interessen die Erhaltung eines unabhängigen polnischen Staates erwünscht erscheinen lassen und wie dieser Staat abzugrenzen wäre,kann endgültig erst im Laufe der weiteren politischen Entwicklung geklärt werden. In jedem Falle werden beide Regierungen diese Frage im Wege einer freundschaftlichen Verständigung lösen. 3. Hinsichtlich des Südostens Europas wird von sowjetischer Seite das Interesse an Bessarabien betont. Von deutscher Seite wird das völlige politische Desinteressement an diesen Gebieten erklärt. 4. Dieses Protokoll wird von beiden Seiten streng geheim behandelt werden.

      Moskau, den 23. August 1939
      gez. von Ribbentrop gez. W. Molotow

      Noch einige Gedanken:

      Der Hitler-Stalin-Pakt 23.8.1939

      Die deutsch-sowjetische Verständigung 1939

      Als Warschau den antideutschen Kriegspakt zwischen London, Moskau und Paris aus Angst vor der Sowjetunion verhindert, nutzt Berlin die unvorhergesehene Chance und bietet Moskau Gespräche zur Verständigung an. Am 4. August 1939 gibt der sowjetische Außenminister Molotow dem deutschen Botschafter Graf von der Schulenburg eine Audienz. Der Graf nutzt die Gelegenheit, Molotow dreierlei zu sagen. Erstens daß es aus deutscher Sicht keine territorialen Interessengegensätze zwischen der Sowjetunion und Deutschland gäbe, zweitens, daß man in Berlin gedenke, die Integrität der Baltenstaaten weiterhin zu respektieren, und drittens, daß man hoffe, die deutschen Forderungen an die Polen auf dem Verhandlungswege durchzusetzen. Sei dies nicht möglich, so sei man in Berlin bereit, bei einer gewaltsamen Lösung die Interessen der Sowjetunion zu wahren.
      Die deutsch-sowjetischen Verhandlungen 1939
      Am 15. August, dem zweiten Tag der noch laufenden britisch-französisch-russischen Verhandlungen, beginnen in Moskau deutsch-sowjetische Gespräche. Außenminister Molotow gibt dem Grafen gegenüber zu erkennen, woran die Sowjets Interesse haben. Das sind vier Angelegenheiten. Zuerst hofft man in Moskau auf einen mäßigenden Einfluß Berlins auf Tokio, denn die Sowjetunion und Japan liegen noch im Krieg. Zum zweiten und zum dritten wünscht Molotow einen Nichtangriffspakt und einen Handels- und Kreditvertrag mit Deutschland. Der vierte Wunsch ist offensichtlich eine Täuschung. Molotow fragt, ob Deutschland die Existenz der Baltenstaaten gemeinsam mit der Sowjetunion garantieren wolle. Graf von der Schulenburg berichtet über den Besuch bei Molotow unverzüglich nach Berlin. Bemerkenswert ist, daß er dem Bericht am Tag darauf einen Kurzbrief folgen läßt, in dem er seine Zweifel daran äußert, daß die Sowjets wirklich den Bestand der Baltenstaaten gemeinsam mit den Deutschen garantieren wollen. Von Ribbentrop sichert den Sowjets einen Nichtangriffspakt für 25 Jahre zu, und stellt in Aussicht, wie ersucht, auf Japan einzuwirken. Wiederum bemerkenswert ist, daß von Ribbentropp bekundet, daß das Deutsche Reich bereit ist, „die baltischen Staaten gemeinsam mit der Sowjetunion zu garantieren.“
      Zwei Tage danach, am 17. August, meldet sich der deutsche Botschafter ein zweites Mal bei Molotow und überbringt die Reaktionen aus Berlin. Der sowjetische Außenminister übergibt seinerseits eine schriftliche formulierte Antwort auf die Fragen, die seit Schulenburgs erster Audienz bei ihm im Raume stehen. In dieser Antwortnote sind noch einmal die Wünsche nach einem Handels- und Kreditabkommen und einem Nichtangriffspakt genannt. Des weiteren räumt Molotow in diesem Schreiben ein, daß die Sowjetunion infolge der sowjetfeindlichen Haltung Deutschlands gezwungen gewesen sei,
      „erste Maßnahmen zur Vorbereitung einer Abwehrfront gegen eine mögliche Aggression auf die Sowjetunion von Seiten Deutschlands zu ergreifen.“
      Damit sind zweifelsohne die vor drei Tagen den Briten und Franzosen vorgeschlagenen Angriffe gegen Ostpreußen und Schlesien gemeint. Der Brief setzt fort:
      „... daß die Sowjetregierung niemals irgendwelche aggressiven Absichten gegen Deutschland gehabt hat. ...
      Das geheime deutsch-sowjetische Zusatzprotokoll vom 23. August 1939
      Statt der bisher stets erwähnten Absicht, den Bestand der Baltenrepubliken gemeinsam mit dem Deutschen Reich zu garantieren, schlägt Molotow nun ein „spezielles Protokoll“ vor, „das einen integrierenden Bestandteil des Paktes bildet.“ Da in dem Schreiben Molotows nichts zum Inhalt dieses Protokolls gesagt wird, fragt von der Schulenburg sofort, was denn mit dem Protokoll vereinbart werden solle. Molotow gibt dazu keine Antwort, doch – wie man heute weiß.- ist aus dem „speziellen Protokoll“ schon eine Woche später das „geheime Zusatzprotokoll“ geworden, mit dem die deutsche Reichsregierung anerkennt, daß Ostpolen, Bessarabien, Finnland und die Baltenstaaten zur Interessensphäre der Sowjetunion gehören. So haben die Sowjets ihre Nägel für den Hitler-Stalin-Pakt vom 24. August schon einge-schlagen, als sie am gleichen Ort noch mit den Briten und Franzosen über einen Krieg mit Deutschland sprechen.
      Außenminister von Ribbentrop schreibt am 18. August noch einmal, daß die Reichsregierung mit der „Garantierung der baltischen Staaten“ einverstanden ist.
      Am 19. August teilen die englische und die französische Regierung der sowjetischen mit, daß sie ihren schon ausgehandelten Vertrag aufgrund des Einspruchs der polnischen Regierung nicht unterzeichnen werden. Damit steht Rußlands Seitenwechsel nichts mehr im Weg. Der deutsche Botschafter wird erneut zu Molotow bestellt. Der überreicht ihm einen Textentwurf für den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt. Der Vertragstext enthält noch nicht das Zusatzprotokoll, doch er endet mit dem Satz:
      Der gegenwärtige Pakt ist nur bei gleichzeitiger Unterzeichnung eines besonderen Protokolls über die Punkte, an denen die vertragsschließenden Teile auf dem Gebiet der auswärtigen Politik interessiert sind, gültig.“
      Die „Katze“ mit den Baltenländern ist damit nach wie vor nicht „aus dem Sack“.
      Nun folgt Zug auf Zug. Hitler - in der Danzig-Krise unter Zeitdruck - schaut nur auf den Nichtangriffspakt mit Stalin, von dem er hofft, daß er die Polen, Briten und Franzosen zu einem Nachgeben beim Danzig-Korridor-Problem bewegt. Er schaut nicht auf das Zusatzprotokoll, von dem er immer noch nicht weiß, was die Sowjets da hinein verpacken werden. Hitler telegraphiert am 20. August mit Stalin und teilt mit, daß er den Entwurf des Nichtangriffspaktes akzeptiert. Am 21. August dankt Stalin Hitler für das Telegramm und lädt von Ribbentrop für den 23. August nach Moskau ein.
      Von Ribbentrop bei Stalin am 23. August 1939
      Am 23. August trifft Ribbentrop in Moskau ein. Um 18 Uhr empfangen Stalin und Molotow von Ribbentrop und Graf von der Schulenburg im Kreml. Nach kurzer und höflicher Begrüßung kommt man schnell zur Sache. Der Nichtangriffspakt, auf den man sich bald einigt, entspricht fast ganz dem russischen Entwurf, bis auf den Punkt, daß er für zehn, statt wie von den Sowjets vorgeschlagen fünf Jahre gelten soll. Dann geht es um das von Stalin gewünschte Geheime Zusatzprotokoll. Von Ribbentrop, dem Hitler eine uneingeschränkte Verhandlungsvollmacht mitgegeben hat, ist sich seiner Sache angesichts der Forderungen Stalins nicht ganz sicher. Er bittet gegen 22 Uhr, die Gespräche für kurze Zeit zu unterbrechen, und holt sich telefonisch Hitlers Einverständnis ein.
      Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt 1939
      Hitler vor die Wahl gestellt, mit Stalins Rückendeckung seine Handlungsfreiheit in der Danzig-Frage zu erhalten, oder ohne Stalin auf Danzig, die exterritorialen Transitwege und den Schutz der deutschen Minderheit in Polen zu verzichten, akzeptiert die Interessensphären-Grenzen, die der Russe fordert. Hitler, der Stalins Forderungen vorher nicht gekannt hat, entscheidet offensichtlich ohne langes Zögern. Kurz nach Mitternacht, am 24. August, werden der Nichtangriffspakt und das Geheime Zusatzprotokoll von Molotow und Ribbentrop unter-schrieben. Die entscheidenden zwei Abschnitte des Zusatzprotokolls lauten:
      „1. Für den Fall einer territorial-politischen Umgestaltung in den zu den baltischen Staaten (Finnland, Estland, Lettland, Litauen) gehörenden Gebieten bildet die nördliche Grenze Litauens zugleich die Grenze der Interessensphären Deutschlands und der UdSSR. Hierbei wird das Interesse Litauens am Wilnaer Gebiet beiderseits anerkannt.
      2. Für den Fall einer territorial-politischen Umgestaltung der zum polnischen Staate gehörenden Gebiete werden die Interessensphären Deutschlands und der UdSSR ungefähr durch die Linie der Flüsse Narew, Weichsel und San abgegrenzt.
      3. Die Frage, ob die beiderseitigen Interessen die Erhaltung eines unabhängigen polnischen Staates erwünscht erscheinen lassen und wie dieser Staat abzugrenzen wären, kann endgültig erst im Laufe der weiteren politischen Entwicklung geklärt werden. ...“
      Die deutsch-sowjetische Einigung, so schnell nach dem Scheitern der französisch-englisch-sowjetischen Verhandlungen, ist ein Schock für London und Paris und doch für Warschau kein Anlaß, in der Danzig-Frage auf Deutschland zuzugehen. Die Überraschung ist so groß, weil die Beziehungen zwischen Moskau und Berlin seit dem Ersten Weltkrieg nicht frei von Belastungen und Gegensätzen sind. Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt sichert sowohl Deutschland als auch Rußland zu, daß die jeweils andere Macht im Falle eines Krieges nicht zum Schutze Polens Partei ergreifen wird. Damit ist auch der deutsch-sowjetische Gegensatz kein Schutz mehr für die Polen in der Mitte.
      Das Geheime Zusatzprotokoll spricht nur von Interessensphären. Es bringt nicht zum Ausdruck, daß die Sowjetunion nun Finnland und die Baltenstaaten einkassieren darf. So harsch dies deutsch-sowjetische Geheimabkommen auch später kritisiert wird, es entspricht den Gepflogenheiten jener Zeit. So schließt z. B. auch Großbritannien 1938 mit Italien und mit Spanien solche Abkommen.

      Dieser Text ist eine Kurzfassung des entsprechenden ausführlichen, mit Hintergrundinformationen, Vertragstexten und Fundstellen in den Akten des Deutschen Auswärtigen Amtes versehenen Textes (Seiten 464-470) in dem Buch 1939 - Der Krieg der viele Väter hatte

      Wen jetzt noch Interesse besteht so kann ich noch mit kopierten Original des Zusatzabkommen dienen, man muss mir nur erklären wie ich es anstellen soll.

      Horst
    • Horst;940 schrieb:


      Dieser Text ist eine Kurzfassung des entsprechenden ausführlichen, mit Hintergrundinformationen, Vertragstexten und Fundstellen in den Akten des Deutschen Auswärtigen Amtes versehenen Textes (Seiten 464-470) in dem Buch 1939 - Der Krieg der viele Väter hatte

      Hallo,
      von dem Buch des Generals a. D. Schultze-Rhonhof kann man nur sagen, dass es etwas sehr unwissenschaftlich geschrieben wurde, was er auch selbst zugibt, und dass er in revisionistischen, bzw. ziemlich rechten Kreisen sehr beliebt ist.
      Wenn ich mich recht entsinne werden da auch Zwischenfälle mit Flak gegen Lufthansaflugzeuge aufgeführt. Dabei schiesst auch ein polnischer Kreuzer, die Polen hatten 1939 keinen Kreuzer, auf ein in 15 bis 20 Km vorbeifliegendes Flugzeug. Auf die Entfernung sieht man wirklich toll. Flak war auf Kreuzer maximal 40 mm, und deren Reichweite ist gezielt und auch sonst etwas weniger. Kann auch sein, dass dieser Zwischenfall nicht von ihm aus dem braunen Weissbuch übernommen wurde.
      Andere von ihm übernommene polnische Übergriffe sind dem Weissbuch des deutschen Aussenministeriums von 1939 quasi wortwörtlich übernommen worden, den Wahrheitsgehalt muss man aber öfter stark bezweifeln.
      Gruss
      Rainer
      Suum cuique
    • Moin,
      kenne dieses Buch auch und finde es auch nicht unbedingt super. Es gibt so viele Bücher in denen Fehler sind, was man zum Beispiel bei unserem Freund vom ZDF auch immer wieder feststellen kann. Es geht hier aber um den Text eines geschichtlichen Dokumentes, wenn man also noch ein oder zwei Vergleichsmöglichkeiten findet, kann man ja gegenprüfen. Also ich glaube nicht das wir dann damit falsch liegen, trotzdem möchte ich außerdem die Mühe loben die sich Horst gemacht hat.
      Gruß
      Friedrich