Welches Atemgerät

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    • Welches Atemgerät

      Hallo zusammen,

      ich habe hier eine sehr seltene Aufnahme wie ich finde. Auf diesem Bild ist ein Atemgerät zu sehen was in diesem Fall an Soldaten eine MA-Einheit der Kriegsmarine ausgegeben wurde. Um welchen Typ handelt es sich in diesem Fall Eurer Meinung nach.

      Danke im Vorwege

      Gruß
      Michael
      Dateien
      • KM003.jpg

        (91,47 kB, 40 mal heruntergeladen, zuletzt: )
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    • Seid gegrüßt,

      Ich habe da eine interessante Seite gefunden die ich Dir, Michael, nicht vorenthalten will.

      gasmasken-archiv.de/

      Ich habe auf der Seite eine Gasmaske gefunden die deinem Atemgerät sehr ähnelt nur ohne Schlauch :D

      Gasmaske 30 mit nachgerüsteter Vorkammer

      [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/5fls-7g.jpg]

      [Blockierte Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/5fls-7h.jpg]

      Daten:
      ______


      Typ: Gasmaske 30, 2. Ausführung
      Hersteller: Auergesellschaft
      Jahr: 1938
      Filter: 40mm Rundgewinde (DIN)
      Verwendung: Armee
      "Quelle": Heeresdienstvorschrift HDv 395/2a
      Inv.Nr.: 2/1/5



      QUELLE: gasmasken-archiv.de/

      (klickt auf die Gasmaske, dann Sammlung und dann ist es die 5te von oben Inv.Nr.: 2/1/5
    • Hallo Daniel,

      danke für die Info wegen Dräger. Dieser Hersteller ist mir ebenfalls ein Begriff zumal die auch Atemgeräte für die Kampfschwimmer entwickelt haben.

      Hallo Bruno

      kurze Frage nochmal bitte an Dich, sag mal könnte das sein das diese Atemgeräte die Du angesprochen hast eventuell sogenannte Flottenatmer gewesen sind? Ich habe nämlich diesen Begriff in einer Vorschrift gefunden aber leider ohne Bild.

      Gruß
      Michael
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    • Flottenatmer

      Hallo Michael,

      ja, ich denke so könnte es sein. Das Gerät gehörte wohl zu der Spezial- bzw. Rettungsausrüstung der Kriegsschiffe und U-Boote, worunter auch die so genannten "Tauchretter" fielen.
      Bei Gefechten wurde der Flottenatmer - soweit ich es in Erinnerung behalten habe - u.a. auch in den Geschütztürmen angelegt, um den starken Abschussqualm nicht zu einzuatmen.
      Leider habe ich aber auch noch keinen weitergehende Informationen (inkl. Bilder gefunden), da ich nicht der große Marine-Spezialist bin!

      Gruß Bruno
    • Hallo Bruno,

      danke für die Rückinfo. Ja so wie das ausschaut scheint das auch ein sehr selten behandeltes Thema zu sein. Selbst im Web scheint kaum etwas dazu zu sein. Interessant ist auch der Umstand das dieser Flottenatmer deutlich kleiner und handlicher war. Wenn man diesen z.B. mit dem Heeresatmer vergleicht. Mal schauen ob wir eventuell noch etwas dazu zusammentragen können.

      Wäre natürlich schön wenn man das auch mit ins WL übernehmen könnte.

      Gruß
      Michael
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    • Hallo Michael,

      einn Text habe ich zum Flottenatmer auch gefunden, welcher auch meine Einschätzung bestätigt:
      schlachtschiff.com/kriegsmarin…en/operation_das_ende.asp

      Draeger Tauchretter:
      therebreathersite.nl/Zuurstofr…n_Rebreathers_Germany.htm

      Eine Weiterentwicklung:
      taucher.net/redaktion/58/TR_66_6_sub4.html

      Gruß Bruno

      PS: Scheinbar sind die Fotos eine große Rarität, denn bislang bin ich noch nicht fündig geworden!:(



    • Hallo Bruno,

      vielen Dank für die Info bzw. diese Links die ich ebenfalls noch nicht kannte. Ja es sieht wirklich wohl so aus das dass eine sehr seltene Aufnahme ist. Ich habe dieses Foto damals mit einem kleinem Album angekauft.

      Ich hoffe das wir langfristig mal ein paar Backround-Daten dazu ermitteln können. Dann würde ich das gerne mit in den Ausrüstungsbereich der KM übernehmen.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Moin Moin

      Heeresatmer (Gasschutzgerät) - Umluftunabhängiges Atemgerät -


      Man kennt das Gerät auch als Kreislaufgerät, weil es vom Prinzip her einen Kreislauf ergibt, man atmet Luft durch die Gasmaske von der Sauerstoffpatrone ein und atmet es durch einen Auslassschlauch durch eine Alkalipatrone aus.

      Der Heeresatmer ist der Vorläufer der heutigen Regenerationsgeräte, ein von der Umluft unabhängiges Atemgerät. Im Gegensatz benötigt zum Beispiel ein Filter immer Aussenluft die mit Sauerstoff angereichert sein muss und hierdurch nur gefiltert wird.


      Bezeichnung: Heeresatmer
      Erstbaujahr: 1936
      Entwickelt aus der Erfahrung des 1.Weltkriegs heraus.

      Bauteile des Heeresatmers:
      Metallgehäuse
      Sauerstoffverteilungsstück
      Ventilkasten
      Atembeutel mit Überdruckventil
      Druckmesser
      Atemschläuche
      Sauerstoffflasche
      Alkalipatrone

      Prinzip:

      Durch das im Sauerstoffverteilungsstück vorhandene Druckminderventil wird der in der Sauerstoffflasche herrschende Hochdruck m (150 at Anfangsdruck) auf den Betriebsdruck von 3 at herabgesetzt.

      Unter diesem Druck gelangt der Sauerstoff zur Dosierdüse, die 1,5 Liter in der Minute ausströmen lässt. er strömt dann durch die Sauerstoffhauptleitung unter Umgehung des Atembeutels unmittelbar in den Einatemweg (Ventilkasten und Einatmemschlauch) und zur Maske.

      Beim Einatemvorgang öffnet sich das Einatemventil, so das die im Atembeutel befindliche Geräteluft durch das Anschlussstück dem Ventilkasten zwecks Aufrichtung durch den Niederdruckstrom des Sauerstoffes zugeführt und dann eingeatmet wird.

      Die ausgeatmete Luft wird durch Ausatmeschlauch und Ausatmeventil zur Alkalipatrone geleitet, dort von Kohlensäure befreit und in den Atembeutel zurück geführt.

      Von dort wird die Atemluft wieder der Einatemkammer des Ventilkastens zugeleitet und von neuem mit reinem Sauerstoff (1,5 Liter minütlich) aus der Dosierung aufgefrischt. Der Kreislauf wiederholt sich, solange noch Sauerstoff in der Flasche vorhanden ist.

      Kann die 1,5 Liter eingestellte Dosierung den Sauerstoffbedarf des Geräteträgers nicht decken, dann wird durch den zusammenfallenden Atembeutel mittels des an seiner Aussenwand befestigten Steuerhebels das Ventil des Lungenautomaten geöffnet, so das zusätzlich Sauerstoff zugeführt werden kann.

      Der Heeresatmer ist ein umluftunabhängiges Atemgerät, bedeutet er kann - egal welches Gemisch im Raum herrscht - eingesetzt werden, allerdings hat er eine zeitliche Begrenzung das 1. vom Volumen der Sauerstoffflasche und 2. der Tätigkeit und Intensität des Trägers abhängig ist.

      Hierfür gibt es heutzutage eine Regel, es muss mindestens ein Drittel Sauerstoff noch vorhanden sein um den Rückweg gefahrlos also mit Atemluft beschreiten zu können.

      Quelle:
      germantik.de/militarialexikon_…/images/heeresatmer1b.jpg

      Gruß Birger