Artilleriedepots, -Zeugämter und -Arsenale

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    • Artilleriedepots, -Zeugämter und -Arsenale

      Artilleriedepots, -Zeugämter und -Arsenale

      Die Marineartilleriedepots führten vom 1.10.1935 (MVBl. 1935, Seite 186) an die Bezeichnung Marineartilleriezeugamt (M.A.Za.), der Vorstand ab 1941 den Titel Kommandeur. Eine weitere Umbenennung der Marineartilleriezeugämter erfolgte durch Erlaß des O.K.M. Skl Qu II org vom 20.7.1943. Die die Marineartilleriezeugämter betreffenden Ausführungen besagen:

      "Die Ausweitung der Organisation des Artillerie- und Sperrwaffenwesens, die Entstehung der Torpedoarsenale und die entsprechende Organisationsänderung des Nachrichtenwesens zwingen zu einer Klärung und Vereinheitlichung der Organisation aller Dienststellen des Waffenwesens. Mit sofortiger Wirkung wird daher angeordnet:

      1. Die Marineartilleriezeugämter werden in Artilleriearsenale umbenannt (Art.Ars.).
      2. Die bisherigen Dienststellen der Marineartilleriezeugämter erhalten die Bezeichnung Artilleriewaffenkommando (Art.Wa.Ko.). Sie werden hiermit (im Gegensatz zu ihrer bisherigen Einstufung) selbständige Dienststellen.
      3. Die Errichtung von Zweigstellen der Artilleriewaffenkommandos (nicht selbständiger Dienststellen) ist beim Artilleriewaffenwesen nicht vorgesehen.
      4. Die bisherige Inspektion der Marineartilleriezeugämter erhält entsprechend den Artilleriearsenalen die Bezeichnung Artilleriearsenalinspektion (Ars.J.).
      5. An der Spitze eines Waffenarsenals steht ein Kommandant, an der Spitze eines Waffenkommandos ein Chef, an der Spitze eines Waffenbetriebes steht ein Leiter.

      Es werden unterstellt:
      1. Die Artilleriearsenale in der Heimat der Artilleriearsenalinspektion, im Ausland truppendienstlich dem Kommandanten der Seeverteidigung, fachlich der Ars.J.
      2. Die Artilleriewaffenkommandos in der Heimat der Artilleriearsenalinspektion, im Ausland truppendienstlich den Kommandanten der Seeverteidigung, fachlich der Ars.J.

      Munitions- u. Sperrdepot Dietrichsdorf
      Durch Verfügung der Marineleitung vom 10.10.1922 wurde das bisherige Minendepot Friedrichsort zusätzlich nach Diedrichsdorf verlegt und das Depot nunmehr als Munitions- u. Sperrdepot bezeichnet. Diese Zusammenlegung wurde jedoch nach nur rund drei Jahren durch Verfügung der Marineleitung vom 3.8.1925 wieder aufgehoben, der Bereich der Sperrwaffe ausgegliedert und das verbleibende Depot in Marinemunitionsdepot Kiel-Dietrichsdorf umbenannt. Es firmierte vom 1.10.1929 an als
      Marineartilleriedepot Kiel-Dietrichsdorf, ab 1.10.1935 als Marineartilleriezeugamt Kiel -Dietrichsdorf.
      Zeitweilig unterstand dem M.A.Za. Kiel-Dietrichsdorf das Marineartillerienebenzeugamt Segeberg-Fahrenkrug. Zum 20.7.1943 erfolgte dann die letzte Umbenennung in Marineartilleriearsenal Kiel-Dietrichsdorf.

      Vorstand/Kommandeur/Arsenalkommandant:
      10.10.1922 - 30.09.1935 MAmtm./KKapt.(W) Wilke (Oskar)
      01.10.1935 - 01.10.1936 FKapt.(W) Scholz (Emil)
      02.10.1936 - 03.10.1937 KKapt.(W) Matthes (Friedrich)
      02.10.1937 - 26.09.1940 Kapt.z.S.(W) Körner (August)
      27.08.1940 - 26.09.1940 Kapt.z.S.(W) Goullon (Kurt), m.d.V.b.
      27.09.1940 - 31.07.1941 Kapt.z.S.(W) Goullon (Kurt)
      06.10.1941 - 04.10.1943 Kapt.z.S.(W) Hamelau (Hans)
      05.10.1943 - 01.11.1943 Kapt.z.S.(W) Hilbig (Albert)
      02.11.1943 - 03.02.1944 KKapt.(W) Nagel (Ernst), m.d.V.b.
      04.02.1944 - 24.07.1944 Kapt.z.S.(W) Hilbig (Albert)
      04.09.1944 - 00.07.1948 Kapt.z.S. (W) Breustedt (Erich)

      Marineartilleriearsenal Wilhelmshaven
      Das Marineartilleriedepot Wilhelmshaven, seit 1935 Marineartilleriezeugamt, ab 1943 Marineartilleriearsenal, ging von der Kaiserlichen Marine in die Reichsmarine über. Zeitweilig bestanden Nebendienststellen in Aurich, Emden, Hülsen und Harlingen sowie auf Wangerooge, Helgoland, Borkum und Norderney.

      Vorstand/Kommandeur/Arsenalkommandant:
      01.10.1919 - 31.07.1930 Feuerwerkskaptlt./MStIng. Klinger (Franz)
      01.08.1930 - 31.03.1942 MStIng./Kapt.z.S.(W) Woiczinski (Bruno)
      31.03.1942 - 22.02.1944 Kapt.z.S.(W) Stegelmann (Emil)
      23.02.1944 - 08.05.1945 Kapt.z.S.(W) Theuerkauf (Paul)

      Marineartilleriearsenal Cuxhaven
      Das Marineartilleriedepot Cuxhaven, ab 1935 Marineartilleriezeugamt, ab 1943 Marineartillerie-arsenal, ging von der Kaiserlichen Marine in die Reichsmarine über. Nebenstellen bestanden zeitweilig in Geestemünde/Wesermünde, auf Sylt und in Brunsbüttelkoog.

      Vorstand/Kommandeur/Arsenalkommandant:
      01.03.1932 - 30.09.1935 MStIng./KKapt.(W) Goullon (Kurt)
      25.11.1935 - 04.11.1938 KKapt.(W)/FKapt.(W) Reuter (Otto)
      23.11.1938 - 01.04.1939 KKapt.(W) Mack (Julius), m.W.d.G.b.
      02.04.1939 - 14.04.1940 KKapt.(W)/FKapt.(W) Mack (Julius)
      15.04.1940 - 25.06.1941 KKapt.(W)/FKapt.(W) Kähler (Gustav)
      26.06.1941 - 08.05.1945 FKapt.(W) Mack (Julius)

      Marineartilleriearsenal Swinemünde
      Zum 1.4.1921 wurde das bisher dem Heer unterstehende Heeresdepot als Marineartilleriedepot Swinemünde der Marine unterstellt. Umbenannt wurde es 1945 in Marineartilleriezeugamt, 1943 in Marineartilleriearsenal.

      Vorstand/Kommandeur/Arsenalkommandant:
      01.08.1930 - 28.02.1937 MStIng./Kaptlt.(W) Marquardt (Bruno)
      16.03.1937 - 08.07.1942 KKapt.(W)/Kapt.z.S.(W) Schaffranek (Josef)
      29.06.1940 - 17.07.1941 KKapt.(W) Müller (Werner), m.d.V.b.
      09.07.1942 - 31.08.1943 Kapt.z.S.(W) Fleischer (Paul)
      01.09.1943 - 04.05.1945 Kapt.z.S.(W) am Ende (Paul)

      Marineartilleriearsenal Pillau
      Wie in Swinemünde wurde auch in Pillau zum 1.4.1921 das bisher dem Heer unterstehende Depot als Marineartilleriedepot der Marine überstellt. Zeitweilig war das Marinenebenzeugamt Memel Pillau unterstellt. Umbenannt wurde das Marinedepot Pillau 1935 in Marineartillerie-zeugamt, 1943 in Marineartilleriearsenal.

      Vorstand/Kommandeur/Arsenalkommandant:
      16.07.1928 - 23.04.1935 MObIng./KKapt.(W) Mack (Maximilian)
      24.04.1935 - 01.10.1936 Kaptlt.(W)/KKapt.(W) Matthes (Friedrich)
      02.10.1936 - 00.03.1939 KKapt.(W) Maletz (Curt)
      00.03.1939 - 17.04.1940 KKapt.(W) Nimz (Arthur)
      18.04.1940 - 11.06.1941 Kaptlt.(W)/KKapt.(W) Fuchs (Erich)
      12.06.1941 - 16.09.1943 Kapt.z.S.(W) Nimz (Arthur)
      17.09.1943 - 18.11.1943 FKapt.(W) Mack (Maximilian)
      19.11.1943 - 25.04.1945 FKapt.(W) Glaubach (Martin)

      Marineartilleriezeugamt Borkum
      Durch Verfügung der Marineleitung vom 29.5.1921 wurde auf Borkum ein Marineartilleriedepot eingerichtet, das ab 1935 in Marineartilleriezeugamt umbenannt wurde. Zeitweilig unterstand dem M.A.Za. Borkum eine Nebenstelle auf Norderney und in Emden. 1942 wurde das Zeugamt in ein Artilleriewaffenkommando verkleinert und dem M.A.Za. Wilhelmshaven angegliedert.

      Vorstand/Kommandeur:
      00.00.1933 - 24.11.1935 MObIng./Kaptlt.(W) Reuter (Otto)
      25.11.1935 - 06.12.1938 KKapt.(W)/FKapt.(W) Lassahn (Hans)
      07.12.1938 - 13.06.1940 KKapt.(W) d’ Hereuse (Rudolf)
      14.06.1940 - 26.10.1942 KKapt.(W)/FKapt.(W) Kirschke (Rudolph)

      Marineartilleriearsenal Helgoland
      Das Marineartilleriedepot Helgoland war am 14.5.1919 aufgelöst worden. Am 1.12.1935 wurde auf Helgoland ein Nebenzeugamt des M.A.Za. Wilhelmshaven eingerichtet, das am 1.11.1938 selbständiges Marineartilleriezeugamt, ab 1943 Marineartilleriearsenal wurde.

      Vorstand/Kommandeur/Arsenalkommandant
      01.10.1937 - 06.09.1940 KKapt.(W)/FKapt.(W) Stegelmann(Emil) (zunächst noch Vorstand des Nebenzeugamtes)
      07.09.1940 - 00.12.1940 FKapt.(W) Nimz (Arthur)
      00.12.1940 - 08.07.1942 Oblt.(W)/Kaptlt.(W) Gördes (Josef)
      29.01.1941 - 15.03.1941 KKapt.(W) Harz (Oskar), m.d.V.b.
      08.07.1942 - 02.04.1943 KKapt.(W) Jahnke (Hermann)
      02.04.1943 - 00.09.1943 Kaptlt.(W) Fröhling (Heinrich)
      00.09.1943 - 07.05.1945 KKapt.(W) Blohm (Otto)

      Marineartilleriearsenal Sylt
      Durch Verfügung der Marineleitung vom 29.5.1921 wurde auf Sylt eine Zweigstelle des Marineartilleriedepots Cuxhaven eingerichtet. Standort zunächst List, ab Januar 1936 Westerland. Zum 1.11.1938 ging aus dem Nebenzeugamt das Marineartilleriezeugamt Sylt hervor, dem zeitweilig eine Nebenstelle in Esbjerg unterstand. Seit dem 20.7.1943 firmierte das Zeugamt als Marineartilleriearsenal Sylt.

      Vorstand/Kommandeur/Arsenalkommandant:
      01.04.1936 - 31.03.1939 Kaptlt.(W)/KKapt.(W) Becker (Paul) (bis 1938 Vorstand d. Art.Nebenzeugamtes)
      12.04.1939 - 18.10.1939 KKapt.(W) Stock (Hermann)
      18.10.1939 - 02.12.1942 KKapt.(W)/FKapt.(W) Luck (Gustav)
      10.02.1943 - 30.09.1944 KKapt.(W)/FKapt.(W) Heyser (Paul)
      01.10.1944 - 08.05.1945 KKapt.(W) Groth (Karl)

      Marineartilleriearsenal Gotenhafen
      Am 11.10.1939 wurde in Gotenhafen das Marineartilleriezeugamt eingerichtet, dem zeitweilig eine Nebenstelle in Hela unterstand. Zum 20.7.1943 erfolgte die Umbenennung in Marineartilleriearsenal Gotenhafen.

      Vorstand/Kommandeur/Arsenalkommandant:
      11.10.1939 - 01.03.1943 KKapt.(W)/FKapt.(W) Glaubach (Martin)
      02.03.1943 - 15.06.1943 KKapt.(W) Großmann (Gottfried), m.W.d.G.b.
      16.06.1943 - 03.07.1943 KKapt.(W) Nolde (Richard), m.W.d.G.b.
      03.07.1943 - 00.03.1945 KKapt.(W) Manzke (Friedrich)

      Marineartilleriearsenal Jessenitz (Mecklenburg)
      Eingerichtet wurde das Marineartilleriezeugamt, ab 1943 Marineartilleriearsenal, im März/April 1940, nachdem es für Munitionseinlagerungen ab November 1937 bereits in beschränktem Umfang benutzt worden war.

      Vorstand/Kommandeur/Arsenalkommandant:
      01.03.1940 - 31.03.1943 FKapt.(W)/Kapt.z.S.(W) Becker (Paul)
      01.04.1943 - 03.09.1944 FKapt.(W)/Kapt.z.S.(W) Breustedt (Erich)
      04.09.1944 - 05.05.1945 Kapt.z.S.(W) Chwasteck (Emil)

      Marineartilleriezeugamt Hülsen
      Das zum 1.6.1940 eröffnete M.A.Za. Hülsen bei Verden a.d.Aller wurde zum 15.7.1942 zur Marineartilleriezeugamtsdienststelle verkleinert und dem M.A.Za. Wilhelmshaven angegliedert.

      Vorstand/Kommandeur:
      21.11.1940 - 15.07.1942 Oblt.(W)/Kaptlt.(W) Karkheck (Hermann)

      Marineartilleriearsenal Memel
      Zunächst wurde 1939 in Memel eine Nebenstelle des M.A.Za. Pillau eingerichtet. Im Juni 1941 entstand hieraus das selbständige Marineartilleriezeugamt Memel, das vom 20.7.1943 an die Bezeichnung Marineartilleriearsenal führte.

      Kommandeur/Arsenalkommandant :
      12.06.1941 - 28.06.1942 KKapt.(W) Fuchs (Erich)
      29.06.1942 - 16.09.1943 FKapt.(W) Mack (Maximilian)
      17.09.1943 - 18.11.1943 KKapt.(W) Fuchs (Erich), m.W.d.G.b.
      19.11.1943 - 08.10.1944 FKapt.(W) Mack (Maximilian)
      09.10.1944 - 09.02.1945 KKapt.(W) Böttcher (Friedrich)

      Marineartilleriearsenal Segeberg-Fahrenkrug
      Das 1939 eingerichtete Marineartillerienebenzeugamt Segeberg, Zweigstelle des M.A.Za. Kiel-Dietrichsdorf, wurde zum 15.7.1942 selbständiges Marineartilleriezeugamt, das aufgrund des Geh. NTB. 15/1943 in M.A.Za. Fahrenkrug - ab 20.7.1943 Marineartilleriearsenal - umbenannt wurde.

      Kommandeur/Arsenalkommandant :
      15.07.1942 - 02.08.1942 FKapt.(W) Bereiter (Paul)
      03.08.1942 - 08.10.1943 Kapt.z.S.(W) Riechers (Hermann)
      09.10.1943 - 28.02.1945 FKapt.(W)/Kapt.z.S.(W) Herberer (Martin)
      01.03.1945 - 06.12.1947 KKapt.(W) Funck (Hans)

      Marineartilleriearsenal Aurich
      Zunächst wurde in Aurich ein dem M.A.Za. Wilhelmshaven angegliedertes Marineartillerie-nebenzeugamt eingerichtet. Seit dem 15.7.1942 wurde es zum Marineartilleriezeugamt, ab 20.7.1943 Marineartilleriearsenal vergrößert bzw. umbenannt.

      Kommandeur/Arsenalkommandant
      15.07.1942 - 19.06.1943 Kaptlt.(W) Gördes (Josef)
      20.06.1943 - 08.05.1945 Kapt.z.S.(W) Schulze (Max)

      Marineartilleriearsenal Brunsbüttelkoog
      Das Marineartillerienebenzeugamt Brunsbüttelkoog, gebildet am 1.4.1936 aus der dortigen Dienststelle des M.A.Za. Cuxhaven, wurde zum 15.7.1942 selbständiges Marineartillerie-zeugamt, ab 20.7.1943

      Marineartilleriearsenal.

      Kommandeur/Arsenalkommandant
      15.07.1942 - 26.10.1942 KKapt.(W) Franke (Bernhard)
      27.10.1942 - 21.03.1945 FKapt.(W) Kirschke (Rudolph)
      22.03.1945 - 08.05.1946 KKapt.(W) Hegemann (Gustav)

      Marineartilleriearsenal Emden
      Das Marineartillerienebenzeugamt Emden, zunächst Zweigstelle des M.A.Za. Borkum bzw. Wilhelmshaven, wurde zum 1.10.1942 selbständiges Marineartilleriezeugamt, zum 20.7.1943 umbenannt zum Marineartilleriearsenal.

      Kommandeur/Arsenalkommandant:
      01.10.1942 - 12.05.1943 KKapt.(W) Retkowski (Friedrich)
      12.05.1943 - 23.07.1944 KKapt.(W) Wewer (Joseph)
      24.07.1944 - 26.11.1944 KKapt.(W) Berner (Wilhelm)
      27.11.1944 - 08.05.1945 KKapt.(W)/Kapt.z.S.(W) Schulz (Georg)

      Marineartilleriezeugamt Linz-Ebelsberg
      Das am 15.9.1939 in Linz-Ebelsberg eröffnete Marineartilleriezeugamt kam über die Anfangsvorbereitungen nicht hinaus. Es wurde zum 20.11.1940 bis auf weiteres aufgelöst (Geh. NTB 303/1940).

      Vorstand:
      00.00.1940 - 20.11.1940 Oblt.(W) Karkheck (Hermann)

      Marinelehrenprüfstelle
      Die zunächst in Wilhelmshaven liegende Lehrenprüfstelle verlegte im Februar 1943 nach Luckenwalde. Sie wurde mit Bildung der Marineabnahmeinspektion dieser unterstellt.

      Minendepots - Sperrdepots - Sperrzeugämter - Sperrwaffenarsenale
      Während die Unterstellung der Minendepots von ihrer Gründung an mit der der Artilleriedepots gleichlief, wurde dies in der Kriegsmarine durch Verfügung des O.K.M. A II vom 1.11.1936 geändert. Die Marinesperrzeugämter, wie die Minendepots und Sperrdepots seit dem 1.10.1935 hießen, traten mit Wirkung vom 16.11.1936 zu der am 1.10.1936 gebildeten Sperrwaffeninspektion. Der Übersichtlichkeit halber sind für die Zeit der Reichs- und Kriegsmarine, also auch vor Bildung der Sperrwaffeninspektion, die Einzelheiten und die Stellenbesetzung aller Minen- und Sperrdepots, Marinesperrzeugämter und Sperrwaffenarsenale, auch wenn sie vor Herbst 1936 bereits bestanden, im "Minen- und Sperrwesen" aufgeführt. Es handelt sich um

      a) die bereits vor dem 1.10.1936 bestehenden Depots und Sperrzeugämter Wilhelmshaven, Cuxhaven,
      Friedrichsort/Kiel-Diedrichsdorf, Grauerort, Swinemünde, Pillau, Trappenkamp;
      b) die ab Herbst 1936 aufgestellte Sperrzeugämter bzw. Sperrwaffenarsenale Heinschenwalde, Linz-Ebelsberg,
      Conow, Druhwald, Starkshorn, Peyse und Tilzow.

      Torpedoarsenale
      1942 wurden aus den bisherigen Torpedoressorts der Kriegsmarinewerften die Torpedoarsenale West, Mitte, Ost, Atlantik und Norwegen gebildet. Sie wurden der Inspektion des Torpedowesens unterstellt.

      Drahtnachrichtenzeugämter bzw. -Arsenale
      Im Laufe des II. Weltkrieges wurden als Zeugämter bzw. Arsenale für Drahtnachrichtenmittel die Marinenachrichtenmittelzeugämter bzw. -Arsenale Elmshorm, Gotenhafen, Rathenow, Hamburg und Thale/Harz aufgestellt. Die zunächst durch Verfügung des O.K.M. vom 3.6. und 22.6.1943 benutzten

      Bezeichnungen "Marinenachrichtenwaffenarsenal und Marinenachrichtenwaffenkommando" wurden durch die erneute Verfügung des O.K.M. "Organisation der Zeugämter" vom 20.7.1943 wie folgt endgültig festgesetzt: "Zur Angleichung an die Bezeichnungen "Torpedoarsenal", "Artilleriearsenal" usw., sowie in Übereinstimmung mit den Bezeichnungen "Nachrichtenmittelerprobungs-kommando", "Nachrichtenmittelversuchskommando" und Marinenachrichtenmittelbetrieb" treten in Abänderung der Verfügungen vom 3.6. und 22.6.1943 anstelle der Bezeichnungen "Marinenachrichtenwaffenarsenal" und "Marinenachrichtenwaffenkommando" die Bezeichnungen"Marinenachrichtenmittelarsenal" (M.N.Ars.) und Marinenachrichtenmittelkommando" (M.N.Kdo.).

      Die Marinenachrichtenmittelzeugämter bzw. -arsenale, zunächst der Inspektion der Marineartilleriezeugämter/Marineartilleriearsenalinspektion unterstellt, zählten ab 15.10.1944 zur Nachrichtentechnischen Inspektion der Kriegsmarine, die zu diesem Zeitpunkt gebildet wurde.

      Quelle: VMD

      Gruß
      Michael
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