Großvater im Kaukasus - Fragen zu seiner Zeit in der Wehrmacht

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    • Großvater im Kaukasus - Fragen zu seiner Zeit in der Wehrmacht

      Hallo zusammen,

      meine Freundin und ich sind bei unserer Recherche über die Zeit ihres Großvaters in der Wehrmacht auf das Forum gestoßen und wir haben hier schon recht viel gelesen.
      Aber so richtig weitergekommen sind wir leider noch nicht und haben uns entschlossen die ihr vorliegenden Informationen zu teilen, in der Hoffnung, dass uns jemand weiterhelfen kann.

      Eine Auskunft des Bundesarchivs Abteilung PA hat sie vorliegen, doch die ist recht dürftig und nach unserer ersten Durchsicht teilweise widersprüchlich oder wir verstehen sie nicht? :)

      Sie hat mich gebeten das ich die Infos hier mal einstelle - vielleicht weiß der eine oder andere Experte mehr und kann auch mehr entziffern als wir.

      Vorliegen hat sie eine getippte Auskunft des BA und eine dort gescannte Version der Personenkartei - beides habe ich als Anlagen hier beigefügt.

      Erkannt haben wir den einen oder anderen Lazarett-Zug (aber keinen weiteren Infos zu den Zügen gefunden) oder auch z.B. den Ort Kislowodsk im Kaukasus. Aber einige Abkürzungen und Wörter kriegen wir einfach nicht entziffert.

      Irritierend und widersprüchlich ist zum Beispiel, dass in den getippten Informationen das 123. Feldersatz-Battalion auftaucht, aber in der Personenkartei dann die 23. (ein Tippfehler?) und nicht die 123. - außerdem ist er die meiste Zeit der 215. zugeordnet?

      Trotz vielem Lesen und googeln sind wir bisher noch nicht viel weitergekommen.

      Vielleicht kann hier einer etwas Licht ins Dunkle bringen und uns die Informationen weiter aufschlüsseln - sie wäre euch jedenfalls sehr dankbar.

      Danke + Gruss,
      Thomas

      Quelle: privat
      Dateien
    • Hallo Thomas

      willkommen hier im Forum. Das ist wirklich nicht viel.

      Du sagtest ja das ihr schon ein wenig gesucht habt im Internet.
      Kennt ihr diesen Link schon

      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…ErsBat/InfErsBat215-R.htm

      Also zu einzelnen Lazarett Zügen was zu finden ist schwer und eher ein Glücksfall. Aber hier sind auch Lazarette aufgeführt.
      Ich versuche mal das zu entziffern.
      1.3.43 20.11.1942 z. Behelfswagen Wagen ...... Kislowodsk im Kriegslazarett mot. 1/637 (Lkb 1689) - 21.12.1942 verlegt (mit) Lazarett Zug
      3.3.43 31.12.1942 v. B.S.Z. im Kriegslazarett 3/ 529 (Lkb 5735) - 7.1.1943 Behelfsmäßiger Verwundeten Lazarett Zug 665
      4.3.43 22.1.1943 .... Lazarett Zug 2103 (Lkb. 1460) - 30.3.1943 G.v.H. 2. Genesenden-Kompanie Grenadier-Ersatz-Bataillon 215 Reutlingen

      LKB Nummer kann ich nicht sagen aber wenn ich Raten muss würde ich auf eine Registriernummer tippen.

      Hier habe ich auf die schnelle was zum Kriegslazarett mot 4/637 gefunden.
      forum.axishistory.com/viewtopic.php?t=216000

      Hier zum Kriegslazarett mot. 1/637
      archivportal-d.de/item/33ODYLP2Q4HXNXCLNP5HXTXCPRRZUTBD

      Ich schaue mal ob ich noch was finde.

      Gruß Ulf
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      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank
    • Hallo Ulf,

      lieben Dank für Deine Antwort.

      Beim 20.11.1942 schreibst Du z. Behelfswagen- ich hatte da auf zur Behandlung Magen getippt. Dass er eventuell gar nicht verwundet wurde, sondern erkrankt ist. Zumal Magenschmerzen ihn auch später immer wieder begleiteten.

      am Ende bei 30.03.1943 steht g.v.H - da habe ich vermutet, dieses heiße garnisionsverwendungsfähig Heimat.

      und bei Lkb habe ich auf Lazarettkrankenblatt getippt.

      Anderes konnte ich gar nicht entziffern und habe unglaublich viele Leute schon befragt. Das Wort vor dem Leichtverletzten Zug 2103 z.B, daran scheitert irgendwie jeder.

      Und ich frage mich wenn er stets der 215. zugeteilt war, warum plötzlich die 123 auftaucht. Dort wo er ins Lazarett kam, seh ich gar nicht, dass die 123, in der Nähe war.

      danke für Deine Links, ich werde weiter suchen


      Gruss von Thomas Freundin :-), er hat sich bereits schlafen gelegt :)
    • Hallo zusammen,

      auch ein herzliches Willkommen von meiner Seite. Anbei eine erste Ergänzung von meiner Seite:

      Thomas1975 schrieb:

      und bei Lkb habe ich auf Lazarettkrankenblatt getippt.
      LKB Laufende Krankenbuchnummer
      Lkb Lazarettkrankenbuch (z.B Lkb 1294 = laufende Nummer des Eintrags des Zugangs im Lkb bei der Aufnahme)

      Quelle:
      forum-der-wehrmacht.de/index.p…en-der-wehrmacht-a-bis-z/

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Nachtrag:

      Meldung: 3./Feldersatz-Bataillon 123 - Dienstgrad Panzergrenadier
      gemeldet am 12.10.1942

      Also an dieser Meldung kommt mir etwas sehr merkwürdig vor. Abgesehen davon, dass wir bei den aufgeführten Einheiten vollkommen unterschiedlich im Verlauf unterwegs sind, stört mich hier der Dienstgrad.

      Das Feldersatz-Bataillon gehörte zu den Divisions-Einheiten der 123. Infanterie-Division, daher spricht man hier nicht von einem Panzergrenadier:

      Feldersatz-Bataillon 123

      Aufgestellt am 10. März 1941 durch die 123. Infanterie-Division. 1942 aufgelöst und im Winter 1942/43 als
      Feld-Ausbildungs-Bataillon 123 neu aufgestellt. Am 1. März 1944 aufgelöst.

      Quelle:
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…iten/IDEinheiten123-R.htm

      Hier noch der Link zur 123. Infanterie-Division:
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…teriedivisionen/123ID.htm

      Gruß
      Michael

      PS: Wie man im Link sehen kann, war die 123. Infanterie-Division bis September 1943 im Norden der Ostfront im Einsatz.
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Michael,

      danke für Deine Antwort.

      Ich hänge auch genau da fest, was Du als merkwürdig empfindest. Deshalb hatte ich mich auch entschieden, hier mal zu schreiben.

      Ob sich beim Bundesarchiv eventuell jemand vertippt hat, es war ja kein Scan.

      Ich bin ohnehin ganz schrecklich enttäuscht. Freunde von mir hatten ihre Opas abgefragt und seitenweise nachvollziehbare Informationen bekommen. Irgendwann dachte ich, ich mach es nun auch mal und da wanderte gerade Wast zum Bundesarchiv. Als endlich dann etwas zu meinen Opas kam, war es bei einem nur das, was ich hier gepostet habe und beim anderen Opa lediglich, dass er bis 1943 in Weilburg auf der Unteroffiziersvorschule war. Das wars. Bei beiden hört es 1943 auf und da war der Krieg ja noch lange nicht zu Ende. Deshalb beisse ich mich sehr an dem wenigen fest, was ich habe und will jede Kleinigkeit ganz genau wissen.


      Liebe Grüsse
    • Hallo,

      Thomas1975 schrieb:

      Ob sich beim Bundesarchiv eventuell jemand vertippt hat, es war ja kein Scan.
      Fehler können natürlich auch dort passieren, dass habe ich schon mehr als einmal erlebt aber so ist das nunmal. Ich persönlich erhalte zumindest langsam den Eindruck, dass man sich zunächst auf das Panzergrenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 215 konzentrieren sollte. Ein Ausschlußverfahren wäre hier wohl ein guter Ansatz. Gib mir mal bitte etwas Zeit, ich melde mich wieder.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Guten Abend Thomas,

      Es kommt wohl vor, dass in den Unterlagen der WASt Druckfehler gemacht werden. Das sind auch nur Menschen.
      In den Unterlagen zu meinem Vater wird die Abteilung eines Reservelazaretts " Wohldenburg " benannt. Später habe
      ich herausgefunden, dass es aber " Wohldenberg " heißt.

      Vielleicht kannst du ja mal telefonisch nachhaken.

      Herzliche Grüße
      MARGA
    • Hallo Thomas,

      mit g.v.H. Garnison verwendungsfähig Heimat hast du wohl recht.
      In solchen Personalkarteikarten wurden Krankheit oder Verwundungen nicht immer eingetragen. Vordringlich waren diese Karten zum Nachweis der Einheiten und Versetzungen/ Verlegungen.

      Zu Zeile 4 vom 4.3.43
      ja das was ich da lese ergibt keinen Sinn.

      Sorry da muß ich auch passen.

      Gruß Ulf
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      Vielen Dank
    • Hallo!

      Wie hier ja schon festgestellt worden ist .... Schreibfehler passieren. Und wenn jemand 1943 nicht wusste, wie man Darmkatarrh schreibt, dann schreibt man schon mal die Abkürzung "Darmkart." auf die Karteikarte. Ist ein blödes Wort, das man damals schon selten korrekt geschrieben hat. Man sieht da öfter mal die abenteuerlichsten Schreibweisen. Deshalb tippe ich bei dem unklärbaren Wort auf Darmkatarrh, würde ja auch zum Verdauungstrakt passen. ;)

      PzPiKp420 schrieb:

      Vordringlich waren diese Karten zum Nachweis der Einheiten und Versetzungen/ Verlegungen.
      Das stimmt nicht so ganz. Die Einheiten-Versetzungen wurden in den Personalpapieren des einzelnen Soldaten oder aber in die Erkennungsmarkenlisten eingetragen. Auf die Karteikarten wurden während des Krieges hauptsächlich Meldungen aufgetragen, bei denen es sich um Verwundungen, Lazarettaufenthalte (oder Vermisst/Todesmeldungen) handelte.

      Versetzungen (die eigentlichen Meldungen der jeweiligen Einheit) wurden auf der Karteikarte während des Krieges nicht dokumentiert, sondern nur die Angaben, die das Lazarett zur Verfügung gestellt hat. Natürlich kann man trotzdem meist gut erkennen, woher ein Soldat kam und wohin er nach dem Lazarettaufenthalt wieder gehen sollte. Aber als Versetzungs-Nachweis direkt wurden diese Auftragungen nicht getätigt.



      Gruß
      Dagmar
    • Hallo Dagmar,

      Da muss ich dir recht geben. Darmkatarrh past und dann zu bebandelnder Magen entsprechend auch.

      Gruß Ulf
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      Vielen Dank
    • Wehrmachtlexikon schrieb:

      Hallo Thomas,

      also meine erste Rückmeldung fällt leider negativ aus. Ich kann im Moment keinen Zusammenhang zwischen einer definierbaren Fronttruppe und der bekannten Ersatzeinheit herstellen. Hast du vielleicht noch Dokumente oder Bilder vorliegen die helfen könnten?

      Gruß
      Michael
      Hallo Michael,

      ich habe leider sonst überhaupt nichts. Es gibt keine Unterlagen, Fotos und mein Opa hat auch nie davon erzählt. Alles was ich habe, ist das vom Bundesarchiv.


      Liebe Grüße