U-480, erstes Tarnkappen U-Boot der Welt

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    • U-480, erstes Tarnkappen U-Boot der Welt

      Hallo zusammen

      hier habe ich auf You Tube einen interessanten Beitrag gefunden.
      Es handelt sich dabei um das Boot U- 480 das 1944 im Ärmelkanal operierte. Mit einer neuartigen Gummihaut als Tarntechnik mit dem Codenamen Alberich. Und einem neu entwickelten Torpedo.

      Schaut es euch an.
      Quelle You Tube



      Gruß Ulf
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      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank
    • Hallo,
      die von Ulf vorgestellte Doku über U 480 gibt es auf You Tube schon eine gewisse Zeit. Das und andere Boote( U 470, U 485, U 486, U 1105, U 1106, U 1107, U 1304, U 1306 und U 4708) wurden mit Gummimatten beklebt, um Schallwellen zu absorbieren und so die ASDIC-Ortung zu erschweren. Insgesamt versenkten diese Boote 6 Frachter mit 45706 BRT und 5 Kriegsschiffem, wobei U 486 die ,,Leopoldville" mit 800 Mann Besatzung im Dezember 1944 kurz vor Cherbourg versenkte. Selbst U 1105 beschädigte am 27.04.1945 die HMS ,,Redmill" so schwer, dass dieses schiff anschließend als nicht mehr reparaturwürdig eingestuft wurde. Bemerkenswert an diesem Vorgang ist auch, dass die nach der Torpedierung einsetzende 31 stündige Verfolgungsjagd durch Schiffe und Flugzeuge U 1105 nicht versenken konnten. Überhaupt soll keines der ,,Alberich-Boote" der U-Jagd durch Überwasserschiffe erlegen sein. U 480 ging wohl durch Tiefenminen verloren, die die RN gechickt postiert hatten. Im Marineforum gibt es dazu einen ganz interessanten Thread dazu, dem ich wesentliche Angaben für diese Antwort entnommen habe.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      Danke für deine Ergänzungen sehr aufschlussreich. Wie lang hin bekannt ist, war ja die deutsche Kriegstechnik in vielerlei Hinsicht der damalige Zeit weit voraus. Aber das mit diesen Ubooten wußte ich noch nicht.

      Gruß Ulf
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      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank
    • Hallo Ulf,

      stimme Dir zu dass die dt. Kriegstechnik auf einigen Gebieten sehr innovativ und ihrer Zeit einiges voraus war. Der Düsenjäger Me-262, der Horten-Nurflügler, die Rakete A 4 oder das Infrarotvisier für den ,,Panther",um nur einige Beispiele zu nennen. Selbstverständlich die besagten ,,Alberich-Boote". Bevor diese 1944/45 zum Einsatz kamen, gab es das Projekt ,,Fafnir". U 11 unter Kaleu Bleicherodt wurde 1943 mit Gummiprismen, die wie Drachenzähne aussahen, auf der Außenhaut des Bootes versehen. So sollte die Ortung des Bootes erschwert werden. Das Experiment wurde dann abgebrochen, bevor die besagten Gummimatten zum Einsatz kamen. Die ,,Tarnkappen-U-Boote waren vom Typ VIIC. Die Boote vom Typ XXI und XIII hatten nur , wie alle anderen Boote auch, die mit einem Schnorchel fuhren, einen geriffelten Kautschuküberzug des Schnorchelkopfes, um die Radarortung durch Flugzeuge zu erschweren. Warum bei den neuesten dt. U-Boote diese Gummimatten nicht zum Einsatz kamen, hatte wohl hauptsächlich zwei Gründe. Einmal aus Kapazitätsgründen, denn bspw. das Bekleben der U-Boot-Rümpfe war sehr zeitaufwendig und gerade auch die Boote vom Typ XXI waren wesenlich größer als die vom Typ VIIC. Zum anderen hatten die XXIer eine Unterwassergeschwindigkeit von 16,5 Knoten gegenüber 8 Knoten des VIICer. Durch die höhere Unterwassergeschwindigkeit konnten sich natürlich die XXI-Boote schneller einer Verfolgung durch Überwassereinheiten entziehen.Viele Korvetten, Fregatten, Zerstörer der allierten Seite fuhren über Wasser nicht schneller, eher langsamer, als die XXI-Boote unter Wasser.
      Den VIIC-Booten blieb nur die Möglichkeit, sich weitestgehend unsichtbar gegenüber der Sonarortung zu machen.
      Übrigens, wer sich in etwa mal ein Bild vom besagten Typ XXI machen will, der sollte nach Bremerhaven fahren. Dort liegt das Museums-U-Boot ,,Wilhelm Bauer" vor Anker. Ist ein gehobenes U-Boot besagten Typs, dass noch in der Bundesmarine seinen Dienst tat. Natürlich wurden in dieser Zeit Umbauten vorgenommen. Es ist also nicht mehr alles im Originalzustand, vermittelt aber doch einen umfangreichen Einblick was es mit diesem Typ auf sich hat.
      MfG Wirbelwind