Operation Zitadelle, die größte Panzerschlacht bei Prochokowka 1943

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    • Hallo Paule,

      vielen Dank für diese Auszüge. Ergänzend dazu, stelle ich jetzt mal einen Auszug des RK-Antrages von Staudegger für Euch ein:

      Am 08.07.1943 trat das SS-Panzer-Regiment 1/LSSAH aus Teterewino nach Westen zum Angriff an. Das Regiment war am Morgen desselben Tages von Teilen des Regiments Deutschland abgelöst worden. Wenige Stunden nach dem Antreten des Regiments wurde ein aus nordostwärtiger Richtung angreifender Panzerverband von 50 - 60 T-34 gesichtet.

      SS-Unterscharführer Staudegger, als Panzerführer eines technisch ausgefallenen Wagens, konnte an diesem Angriff nicht teilnehmen und war deshalb in Teterewino verblieben. Nachdem er von dem Panzerangriff erfahren hatte, machte er mit allen Mitteln seinen Panzer-Kampfwagen VI notdürftig fahrbereit. Er fuhr den angreifenden Feindpanzern ganz allein auf sich gestellt, entgegen und schoss 17 T-34 in einem 2-stündigem Panzerkampf heraus.

      Der feindliche Panzerverband drehte daraufhin ab und zog sich in eine Mulde zurück. Jetzt entschloß sich SS-Uscha Staudegger, ohne dazu Befehl zu haben, den feindlichen Verband, der sich mittlerweile wieder bereitgestellt hatte, weit über die eigenen Sicherungslinien hinaus fahrend, ohne jede Unterstützung, anzugreifen und schoss dabei im Feuerkampf weitere 5 T-34 heraus. Der Rest flüchtete.

      SS-Uscha Staudegger hat diese einmalige Tat aus eigenem Entschluß unter Einsatz seiner ganzen Person und ohne jede Verluste durchgeführt.

      Er hat damit einen sonst unvermeidlichen Panzereinbruch in die eigenen Sicherungen verhindert, den feindlichen Panzerverband entscheidend geschwächt und so den taktischen Zweck des Gegners, die Freikämpfung der Rollbahn für seine im Südwesten vom Nachschub fast abgeschnittenen Verbände verhindert.

      usw..............

      Quelle: M. Wittmann und die Tiger der LSSAH von. P. Agte

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Paule43,
      noch kurz ein paar kurze Anmerkungen zu Deinem Beitrag vom 16.07.19. Oberst a. D., Militärhistoriker u. ehemaliger Mitarbeiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Karl-Heinz Frieser, vertritt schon die Meinung, dass die Schlacht am Kursker Bogen eine der größten Schlachten des II. WK war und die Panzerschlacht bei Prochorowka der berühmteste Teil davon. Es kann natürlich sein, dass das besagte Amt zwischenzeitlich zu einer anderen Interpretation der Geschehnisse gelangte, nachdem Frieser 2009 pensioniert wurde und aus dem Amt ausschied.
      MfG Wirbelwind
    • Guten Tag zusammen,

      Das ist eine interessante Geschichte. Der Name Staudegger ist mir hiermit auch zum 1.Mal begegnet. Einen Panzer fährt man bekanntlich aber nicht alleine. Nicht, dass ich viel Ahnung habe, aber es werden doch einige Männer mit dabeigewesen sein. Der Richtschütze hat z. B. ganze Arbeit geleistet. Wurden dann eigentlich alle Männer befördert/ geehrt, oder nur der Panzerführer?

      Herzliche Grüße

      Marga
    • Hallo Marga,

      Marga schrieb:

      Wurden dann eigentlich alle Männer befördert/ geehrt, oder nur der Panzerführer?
      diese Frage kann man nicht pauschal beantworten aber im Prinzip ja. Es gab auch Richtschützen die sich hervorgetan haben und sogar mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurden. Ein gutes Beispiel wäre dafür z.B. Bobby Woll der auch unter Michael Wittmann seine Erfahrungen gesammelt hat:

      de.wikipedia.org/wiki/Balthasar_Woll

      Gruß
      Michael

      PS: Zu Michael Wittmann selbst konnten wir ja vor einigen Jahren zahlreiches zusammentragen:

      wehrmachtlexikon.de/waffen-SS/konvolut/wittmann/
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Marga,

      wenn dich dieses Thema weiterführend interessieren sollte, hätte ich wohl noch einen passenden Buchvorschlag für dich. Ich habe es selbst nicht vorliegen aber es scheint sehr vielversprechend zu sein:

      Im Panzer IV und Tiger an der Ostfront - Das persönliche Kriegstagebuch des Alfred Rubbel Dezember 1939-Mai 1945

      Als Alfred Rubbel, am 28. Juni 1921 in Tilsit geboren, sich im Alter von 18 Jahren im September 1939 freiwillig zur Wehrmacht meldet, ahnt er noch nicht, welch ungewöhnliches Soldatenschicksal ihn erwartet.

      Nach seiner Grundausbildung und anschließender Versetzung zur Panzerwaffe beginnt für den jungen Soldaten am 22. Juni 1941 mit dem „Unternehmen Barbarossa“ der Russlandfeldzug. Zunächst als Lade-, dann als Richtschütze erlebt er den schnellen Vorstoß der Wehrmacht nach Osten und wird bei den Kämpfen um Leningrad im September 1941 durch Granatsplitter verwundet. Schon im Januar 1942 wieder bei seiner Einheit zurück, nimmt er an den schweren Gefechten am Wolchow teil. Ein langer
      Panzerraid führt ihn mit dem Panzerregiment 4 zum Kaukasus, der Ende 1942 erreicht wird.

      Nach Umschulung auf den Panzer VI „Tiger“ erfolgt seine Kommandierung zur Tigerabteilung 503, mit der er nun als Panzerkommandant bei der Operation „Zitadelle“, den Rückzugskämpfen zum Dnjepr und bei der Öffnung des Kessels von Tscherkassy an vorderster Front zum Einsatz kommt. Nach Offizierslehrgängen in Ohrdruf und Krampnitz erlebt er - jetzt im Königstiger (Tiger II) - den aussichtslosen Kampf gegen die vorrückende Front der Roten Armee in Ungarn und Österreich. Nach der Kapitulation und wenigen Tagen in amerikanischer Gefangenschaft wird er in die Freiheit entlassen.

      Leutnant der Reserve Alfred Rubbel kann auf eine Gesamtbilanz von 57 Panzerabschüssen, 81 Einsatztagen im Panzer und 41 Monaten an der Front zurückblicken. Seine persönlichen Schilderungen spiegeln neben den Eindrücken von den Strapazen und Schrecken des Krieges auch das Alltagsleben eines Panzersoldaten wider. Ergänzt wird dieser packende Erlebnisbericht durch mehr als 390 Bilder, Karten und Abbildungen von Originaldokumenten.

      240 Seiten, 395 Abbildungen, Großformat, gebunden mit farbigem Überzug

      Quelle: ebay.de/itm/IM-PANZER-IV-TIGER…ksid=p2047675.c100623.m-1

      Gruß
      Michael

      PS: Ich habe dieses Buch schon ziemlich lange auf meiner Einkaufsliste aber da ist immer wieder ein anderes dazwischen gekommen. :)
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hier noch eine interessante neue Info zum Thema. Bin ja neu und nicht so firm im verlinken, es gab ja schon im welt Artikel des Vorjahres (12.7.18) eine Ausführung das Bilder aus einem US Archiv aufgetaucht sind die deutsche Aufklärungsflugzeuge nach der Schlacht von Pochorowka geschossen wurden (14. und 16.7.43) und nach Auswertung dieser Bilder zeigt sich eine ganz andere Konstellation, nämlich eine totale Niederlage der Roten Armee dort vor Ort.
      Der Stern hatte dieses Jahr auch einen Artikel zum gleichen Thema am 12.7. eingesetzt der dies bestätigte, 235 Panzerverluste auf Seiten der Sowjets, Deutsche Armee 5.
      Ach so , es gab kein Aufeinandertreffen oder gar Zusammenprall von Panzerarmeen, sonder taktische russische Fehler, die auf eine Falle des 1. SS Panzerkorps stießen.
      busse