Operation Zitadelle, die größte Panzerschlacht bei Prochokowka 1943

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Operation Zitadelle, die größte Panzerschlacht bei Prochokowka 1943

      Hallo zusammen,

      hier habe ich einen wirklich interesanten Artikel gefunden, über die größte Panzerschlacht bei Prochokowka am 12. Juli 1943.

      " Nach der jahrzehntelang gängigen Version der Schlacht bei Prochorowka sollten an diesem 12. Juli 1943, einem Montag, im Zuge der deutschen Offensive „Zitadelle“ angeblich 850 sowjetische und 800 deutsche Panzer wie zwei Ritterheere aufeinander zugerast sein. Angeblich, so die sowjetische Propaganda, seien dabei 400 Kampfwagen der Wehrmacht zerstört worden.

      In Wirklichkeit kämpften 186 deutsche Kampfwagen gegen 672 sowjetische; am Abend des Tages betrugen die Verluste rund 235 Panzer bei der Roten Armee und fünf bei der Wehrmacht – und das alles auf wenigen Quadratkilometern. "

      welt.de/geschichte/zweiter-wel…?utm_source=pocket-newtab

      Aber lest selbst.

      Gruß Ulf
      --------------------------------------------------------------
      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank
    • Hallo,
      die Panzerschlacht bei Prochorowka gehört meiner Meinung nach zu den legendärsten Schlachten im 2. WK, bei der die Rote Armee eine empfindliche Niederlage erlitt. Wie mir als Laien scheint, wurden die dt. Kampfwagen besser taktisch geführt, so dass sie bei geringen eigenen Verlusten 235 Panzer der Roten Armee abschießen konnten. Dabei kam ein alter Panzergraben, den die Russen nicht auf dem Schirm hatten, den Deutschen zuhilfe. So habe ich es zumindest in Erinnerung. Inwieweit intakte ,,Panther" deutscherseits das Ergebnis weiter zugunste der Wehrmacht verändert hätten, wenn es um die Operation ,,Zitadelle", darüber läßt sich nur spekulieren und ist meines Erachtens wenig hilfreich. Leider konnte ich den Link von Ulf nicht öffnen.

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Michael,

      beim 2. Versuch konnte ich Deinen Link öffnen. Einige darin beschriebenen Sachverhalte waren mir so nicht bekannt. Schon deshalb interessant, dies zu lesen. So wußte ich nicht, dass Joachim Peiper im Juli 1943 Adjudant von Himmler gewesen sein soll. Genauso, dass es über den Panzergraben bei Prochorowka eine Brücke gab. Hier stauten sich natürlich die angreifenden T-34. Dadurch boten sie natürlich leichte Ziele für die dt. Verteidiger. Bisher hatte ich immer angenommen, dass die angreifenden russ. Panzer entweder in den Graben hineinfuhren und danach festsassen bzw. kurz vor den Grabenrand abbremsten und so leichter abgeschossen werden konnten. Ganz daneben lag ich ja mit dieser Ansicht nicht, aber zur ganzen Wahrheit ghört eben auch, dass eine Brücke darüber existierte. Was mich erstaunte, sind die geringen dt. Verluste an dieser Stelle. Bei nur 5 eigenen Verlusten über 230 russ. Panzerfahrzeuge abgeschossen. Solche hohen Verluste konnten natürlich ,,Väterchen" Stalin nicht gemeldet werden, sondern da mußte diese eklatante Niederlage in einen Sieg umgemünzt werden. Dazu gehörte auch, dass der dt. Panzerwaffe das Genick gebrochen worden sei. Zumindest traf dies nicht auf die Panzerschlacht bei Prochorowka zu. Als Oberschüler mußten wir uns den Film ,,Befreiung" anschauen. Im ersten oder zweiten Teil gab es Panzerschlachtszenen, die dem Gefecht bei Prochorowka nachempfunden waren. Dort endete die Panzerschlacht damit, dass sich der deutsche Panzeroberst erschoss, nachdem er von Manstein die Vernichtung seiner Panzerabteilung gemeldet hatte. Welch eine Geschichtsklitterung. Zu Kriegsende gab es noch einmal eine ähnliche Geschichte. Um die eigenen Verluste und die Unfähigkeiten in der Operationsführung zu kaschieren, wurde eine SS-Panzerdivision erfunden, die Baruth hartnäckig verteidigt haben soll. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo,
      die SS-Panzergrenaderdivision ,,Totenkopf" hat an der Schlacht am Kursker Bogen teilgenommen. Ob sich in ihren Reihen jener Panzer befand, der sich gegen 50 angreifende russ. Panzer wehrte und einen Großteil davon abschoß, vermag ich nicht zu beurteilen, Es fehlt mir dafür eine verifizierbare Quelle. Spontan würde ich sagen, dass klingt nach Wittmann, aber das ist reine Spekulation.Außerdem gab es noch mehr tollkühne panzerkommandanten als ihn.

      MfG Wirbelwind
    • Neu

      Hallo Paule43,
      Deine letzte Auffassung im Thread kann ich nicht teilen. Sicherlich haben die Kämpfe bei Prochorowka die Schlacht im Kursker Bogen nicht entschieden, aber sowohl auf russischer Seite als auch auf deutscher Seite haben sich die Historiker sehr wohl damit beschäftigt.
      Gerade die diametral entgegengesetzte Bewertung dieses Gefechtes in der sowjetischen Geschichtsschreibung und der daraufhin erfolgten deutschen Bewertung der Ereignisse zeugt nun nicht gerade vom mangelnden Interesse der Historiker. Gib doch einfach mal den Begriff Panzerschlacht bei Prochorowka ins Web. ein.

      MfG Wirbelwind
    • Neu

      Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      beim 2. Versuch konnte ich Deinen Link öffnen. Einige darin beschriebenen Sachverhalte waren mir so nicht bekannt.
      vielen Dank für die Rückmeldung. Freut mich zu hören, dass es jetzt geklappt hat. Ich finde es auch immer wieder interessant, dass nach so langer Zeit noch neue Erkenntnisse auftauchen aber wir sollten eigentlich darüber froh sein.

      ITIR89 schrieb:

      Hallo, ich weiss dass einem SS Panzer allein gegen 50 T34, vernichtet 23 von 50 und andere Sowjet Panzern sie zogen sich zurück
      ich könnte mir gut vorstellen, dass damit Franz Staudegger gemeint ist. Er hat während dieser Tage bei einem Gefecht 22 Panzer abgeschossen aber war zu diesem Zeitpunkt bei der 1.SS-Panzer-Division LSSAH.

      Gruß
      Michael

      Paule43 schrieb:

      on Seiten der Wehrmacht und den Historkern wurde dem Ort keinerlei Bedeutung beigemessen.
      ich glaube, dass liegt immer im Auge des Betrachters. Viele legen sich ja bei Ihren Veröffentlchungen unterschiedliche Schwerpunkte auch wenn es um ein und die selbe Schlacht geht.
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Neu

      Hallo Paule,

      vielen Dank für diese Auszüge. Ergänzend dazu, stelle ich jetzt mal einen Auszug des RK-Antrages von Staudegger für Euch ein:

      Am 08.07.1943 trat das SS-Panzer-Regiment 1/LSSAH aus Teterewino nach Westen zum Angriff an. Das Regiment war am Morgen desselben Tages von Teilen des Regiments Deutschland abgelöst worden. Wenige Stunden nach dem Antreten des Regiments wurde ein aus nordostwärtiger Richtung angreifender Panzerverband von 50 - 60 T-34 gesichtet.

      SS-Unterscharführer Staudegger, als Panzerführer eines technisch ausgefallenen Wagens, konnte an diesem Angriff nicht teilnehmen und war deshalb in Teterewino verblieben. Nachdem er von dem Panzerangriff erfahren hatte, machte er mit allen Mitteln seinen Panzer-Kampfwagen VI notdürftig fahrbereit. Er fuhr den angreifenden Feindpanzern ganz allein auf sich gestellt, entgegen und schoss 17 T-34 in einem 2-stündigem Panzerkampf heraus.

      Der feindliche Panzerverband drehte daraufhin ab und zog sich in eine Mulde zurück. Jetzt entschloß sich SS-Uscha Staudegger, ohne dazu Befehl zu haben, den feindlichen Verband, der sich mittlerweile wieder bereitgestellt hatte, weit über die eigenen Sicherungslinien hinaus fahrend, ohne jede Unterstützung, anzugreifen und schoss dabei im Feuerkampf weitere 5 T-34 heraus. Der Rest flüchtete.

      SS-Uscha Staudegger hat diese einmalige Tat aus eigenem Entschluß unter Einsatz seiner ganzen Person und ohne jede Verluste durchgeführt.

      Er hat damit einen sonst unvermeidlichen Panzereinbruch in die eigenen Sicherungen verhindert, den feindlichen Panzerverband entscheidend geschwächt und so den taktischen Zweck des Gegners, die Freikämpfung der Rollbahn für seine im Südwesten vom Nachschub fast abgeschnittenen Verbände verhindert.

      usw..............

      Quelle: M. Wittmann und die Tiger der LSSAH von. P. Agte

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de