Panzer-Brigade 150

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    • Panzer-Brigade 150

      Hallo zusammen,

      bevor ich mit den Dokumenten beginne, anbei ein kurzer Abriss zu dieser Brigade:

      Die Panzerbrigade 150 war während des Zweiten Weltkriegs ein kurzlebiger gepanzerter Kampfverband der Wehrmacht. Die Brigade gehörte zu den wenigen Einheiten der Wehrmacht, in denen Wehrmachts- und Waffen-SS-Angehörige in einem gemeinsamen organisatorischen Kampfverband eingesetzt wurden.

      Die Panzerbrigade 150 wurde Anfang November 1944 aufgestellt. Die Einheit war für Sonderaufgaben des OKW's bei der geplanten Ardennen-Offensive vorgesehen. Die Einheit bestand aus Freiwilligen und Angehörigen diverser Spezialverbände von Wehrmacht und Waffen-SS. Als Aufgaben waren für die Brigade Fernaufklärungs- und Diversionsaufträge im feindlichen Hinterland in den Ardennen vorgesehen (z. B. Eroberung und Sicherung US-amerikanischer Treibstofflager). Aus diesem Grund verfügte die Einheit auch über amerikanische Beutepanzer, englischsprachige Soldaten und erbeutete amerikanische Uniformen. Die Brigade wurde während der Ardennenoffensive eingesetzt und erlitt hierbei schwere Verluste. Nach Abbruch der Ardennenoffensive wurde die Brigade am 25. Dezember 1944 wieder aufgelöst.

      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Panzer-Brigade_150

      Ich fange mal mit einem Dokument vom 26.10.1944 an aus dem hervorgeht, dass für die Aufstellung einer Sondertruppe Freiwillige aller Wehrmachtteile gesucht werden.

      Quelle: Nara

      Gruß
      Michael
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    • Hallo zusammen,

      Wehrmachtlexikon schrieb:

      ich habe mal wieder durch Zufall etwas zu den SS-Jagdverbänden bzw. Otto Skorzeny gefunden. Ich fange mal mit einem Dokument vom 26.10.1944 an aus dem hervorgeht, dass für die Aufstellung einer Sondertruppe Freiwillige aller Wehrmachtteile gesucht werden.
      passend zum o.g. Dokument eine Meldung über den aktuellen Bestand an englischen und amerikanischen Waffen, KFZ und Munition im Bereich der HG B und G vom 30.10.1944.

      Quelle: Nara

      Gruß
      Michael
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    • Hallo zusammen,

      weiter geht es mit zwei Dokumenten vom 02/04.11.1944 bzgl. der Sammlung der englischen und amerikanischen Ausrüstungsstücke. In diesem Schreiben wird bemängelt, dass viel zu wenig Stahlhelme und Yeeps gemeldet wurden.

      Zudem wird der Befehl gegeben, dass das angesammelte Beutematerial vom Truppenübungsplatz Wahn nach Grafenwöhr zu überführen ist.

      Der Transport soll als Blitztransport mit dem Kennwort Rabenhügel erfolgen aber schaut am besten selbst.

      Quelle: Nara

      Gruß
      Michael
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    • Hallo,

      wiedermal interessant zu erfahren, wie die Aufstellung der Panzerbrigade 150 für das Unternehmen ,,Greif" im Rahmen der Ardennen-Offensive erfolgte. Lt. Wiki sollen es knapp 3000 Mann gewesen sein, von denen nur 30 fließend englisch sprachen, Die Original-Ausstattung war mehr als dürftig. Nicht mal genügend Stahlhelme. Von den schweren Waffen ganz zu schweigen. Was mich stuzig mach in dem Zusammenhang, warum wurde nicht verstärkt auf die ,,Brandenburger" zurück gegriffen, die für dererlei Kommandounternehmen ausgebildet waren? Ging die Übertragung der Kommandogewalt auf Skorzeny auf Betreiben Hitlers zurück? Der Begriff Panzerschreck/Ofenrohr ist meines Erachtens ein deutscher begriff. Steht er als Synonym für Bazooka?

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      Was mich stuzig mach in dem Zusammenhang, warum wurde nicht verstärkt auf die ,,Brandenburger" zurück gegriffen, die für dererlei Kommandounternehmen ausgebildet waren?
      im LDW steht dazu folgendes:

      Die Brigade besteht hauptsächlich aus Freiwilligen aller Wehrmachtsteile und Teileinheiten der Sonder-Kampfverbände und Jagdverbände des OKW, z. B. Reste des Lehr-Regiment 800 z.b.V. und anderer "Brandenburg"-Einheiten. Zusätzlich wurden im Dezember 1944 Kampfunterstützungsverbände vom Heer und der Waffen-SS zugeführt.

      Quelle: lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…/PanzerBrig/PzBrig150.htm

      wirbelwind schrieb:

      Ging die Übertragung der Kommandogewalt auf Skorzeny auf Betreiben Hitlers zurück?
      ja, dass kann ich bestätigen weil es im o.g. Buch so von Skorzeny selbst festgehalten wurde.

      wirbelwind schrieb:

      Der Begriff Panzerschreck/Ofenrohr ist meines Erachtens ein deutscher begriff. Steht er als Synonym für Bazooka?
      siehe dazu folgenden Auszug bei Wikipedia:

      Wie bei der Panzerfaust wird Bazooka im Englischen oft stellvertretend als Gattungsbezeichnung für alle raketenangetriebenen Panzerabwehrwaffen verwendet.

      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Bazooka

      Gruß
      Michael
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    • Hallo Michael,

      danke für die Auskünfte. Also waren doch ,,Brandenburger" beim Unternehmen ,,Greif" dabei. Bei Wiki war darüber nichts vermerkt, dondern nur, dass Freiwillige aus allen Wehrmachtsteilen und der Waffen-SS gesucht wurden. Freiwillig auch deshalb, weil bei Ergreifen hinter den feindlichen Linien die Betroffenen als Agenten/Spione anzusehen waren und sofort erschossen werden konnten. Schließlich trugen sie feindliche Uniformen und keine deutsche. Was die Erfolge der Panzerbrigade 150 betrifft, so sind diese wohl recht überschaubar geblieben. Ob es überhaupt gelang, amerikanische Treibstofflager für den Vormarsch nach Antwerpen zu nehmen, konnte ich bisher nirgendwo lesen.
      J.Peiper mußte ja auch seine gepanzerten Fahrzeuge seiner Kampfgruppe (1.SS-Panzerdivision:,,LAH") sprengen, als der Sprit zu Ende ging und ihn die Amerikaner umzingelt hatten. Er gehörte zwar nicht zur Panzerbrigade 150 sondern zu den regulären Vormarscheinheiten. Trotzdem war es wohl besonders bitter, als sich im Nachgang herausstellte, dass er knapp an einem riesigen Treibstofflager der Amerikaner vorbei gefahren war, dass J. Peiper ohne weiteres hätte erobern können, wenn ihm das bekannt gewesen wäre.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      danke für die Auskünfte. Also waren doch ,,Brandenburger" beim Unternehmen ,,Greif" dabei. Bei Wiki war darüber nichts vermerkt, dondern nur, dass Freiwillige aus allen Wehrmachtsteilen und der Waffen-SS gesucht wurden.
      da ich das Buch schon mal hier liegen habe, werde ich auch mal nachsschauen, ob ich dazu ein paar weitere Detailinfos finden kann.

      Gruß
      Michael
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    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      Lt. Wiki sollen es knapp 3000 Mann gewesen sein, von denen nur 30 fließend englisch sprachen,
      hierzu habe ich etwas gefunden, was ich dir nicht vorenthalten möchte:

      600 Freiwillige wurden von den Fachleuten auf Probe geschickt: wir fanden darunter 10, die fließend Englisch sprachen, 40 einigermaßen. 150 waren fähig, sich verständlich zu machen, 200 radebrechten und 200 weitere konnten gerade yes oder no antworten.

      Unmöglich also, eine englisch-sprechende Brigade aufzustellen. Das OKW gab dies zu und es wurde vereinbart, dass die Brigade nur dann in amerikanischer Uniform vorgehen sollte, wenn der Feind in vollem Rückzug begriffen war. Es erlaubte mir, die Soldaten mit den besten Englischkenntnissen für die Kommando-Kompanie zu behalten, die in kleinen Einheiten die Aktion Nr. 2 durchführen sollte.

      Ich stellte sie unter das Kommando von Hauptmann Stielau.

      Für die erste Aktion forderte ich beim OKW zusätzliche Einheiten an, die zusammen mit zwei Bataillonen meiner Jagdverbände und dem Rest der 600 Freiwilligen eine Truppe von insgesammt 2000 Mann ausmachten. Die Brigade wurde zur Spezialausbildung unter dem Befehl von Obersturmbannführer der Waffen-SS Hardiek ins Manöverlager von Grafenwöhr geschickt, dann die letzten Tage nach Wahn bei Köln.

      120 Freiwillige wurden schließlich als Speaker benannt. Alle anderen wurden ausdrücklich angewiesen, zu schweigen und sich an eventuell zustande kommenden Unterhaltungen nur durch Murmeln oder einzelne Laute zu beteiligen. Alle durchliefen einen Kursus von intensiver
      Amerikanisierung.

      Quelle: Otto Skorzeny "Meine Kommandounternehmen"

      Gruß
      Michael
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    • Hallo,
      lese zur Zeit den Band 3 ,,Das Fallschirmjägerbataillon 500/600", dessen 1.verstärkte Kompanie ebenfalls zu der Panzerbrigade 150 gehörte. Was mich doch bisher ein wenig erstaunte, war der Umstand, dass es unter den Freiwilligen, die sich zur Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr befanden, 11 Deserteure waren, die zu fliehen versuchten. Diejenigen, welche bei Ergreifung Widerstand leisteten, wurden sofort niedergemacht. Die anderen vors Kriegsgericht gestellt und zum Tode verurteilt. Weshalb die 11 fahnenflüchtig wurden, konnte ich nicht herausfinden. Wie knapp die benötigte Ausrüstung war und bei weitem nicht ausreichte, bestätigte sich in dem bisher gelesenem. Selbst amerikan. Stahlhelme gab es nicht genug. Das Bereitstellen von amerikan. Bekleidungsstücken aus Kriegsgefangenenlagern hat wohl seiner Zeit zu Ärger mit dem Roten Kreuz geführt. Da nicht genug amerikan. Panzer zur Verfügung standen, trotz eindringlicher Appelle, mußte improvisiert werden. Mit Blechplatten wurden bspw. 5 ,,Panther" zu amerikan. Jagdpanzern ,,Wolverine" ,,umgebaut". Inwieweit sich die amerikaner davon täuschen liesen, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen,

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      erstmal vielen Dank für deine äußerst interessanten Ergänzungen. :thumbsup:

      wirbelwind schrieb:

      lese zur Zeit den Band 3 ,,Das Fallschirmjägerbataillon 500/600
      welches Buch genau ist das wenn ich fragen darf?

      Gruß
      Michael

      PS: Es würde mich sehr freuen, wenn wir hier noch etwas mehr zu diesem nicht alltäglichen Verband zusammentragen könnten.
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Michael,

      in meiner Schußligkeit habe ich nicht den vollständigen Buchtitel genannt. Er lautet: ,,Das SS-Fallschirmjägerbataillon 500/600. Sein Einsatz in Ungarn und der Ardennenoffensive", Band 3 von Rüdiger W. A. Franz. Ursprünglich stellte dieses Bataillon eine Bewährungseinheit dar, die zur Jagd auf Tito in Jugoslawien diente (Unternehmen ,,Rösselsprung"). Später dann rehabilitiert, war es eine reguläre Einheit der Waffen-SS. Zurück zur Panzerbrigade 150. Die hochgesteckten Ziele wurden nicht erreicht, trotz persönlichen Mutes der daran Beteiligten. Schließlich war das Unternehmen,,Greif" den Amerikanern bereits bekannt, bevor es richtig losging. Die angestrebte Verwirrung auf amerikanischer Seite hielt sich daher in sehr engen Grenzen. Wieviele Angehörige der Panzerbrigade von den Amis nach Festnahme gleich an Ort und Stelle erschossen und danach verscharrt wurden, ohne Nachweis, läßt sich nicht mehr ermitteln. Es ist von einer nicht kleinen Dunkelziffer auszugehen, denn schließlich ließ die Haager Landkriegsordnung solche Handlungsweise zu. Angeblich sollen die deutschen Freiwilligen darüber Bescheid gewußt haben. Naja, es war halt ein Himmelfahrtskommando, wo nicht unbedingt der persönliche Mut die entscheidende Rolle spielte. Brauche nur an die Jeepbesatzung zu denken. Bei den Amis 2, maximal 3 und bei den getarnten Deutschen 3-4.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      in meiner Schußligkeit habe ich nicht den vollständigen Buchtitel genannt. Er lautet: ,,Das SS-Fallschirmjägerbataillon 500/600. Sein Einsatz in Ungarn und der Ardennenoffensive", Band 3 von Rüdiger W. A. Franz.
      besten Dank für die Rückmeldung, dann ich ja dazu mal ein anderes Buch sichten:

      I./Panzer-Brigade 150 (Kampfgruppe X) unter Oberstleutnant Wulf
      - Fallschirmjäger-Bataillon Schluckebier - Major Schluckebier
      - Panzerspähwagen-Kompanie

      II./Panzer-Brigade 150 (Kampfgruppe Y) unter Hauptmann Scherf
      - Fallschirmjäger-Bataillon Bading - Oberleutnant Bading
      - Panzer-Kompanie (mit Sherman-Panzern) Oberleutnant Ernst

      III./Panzer-Brigade 150 (Kampfgruppe Z) unter SS-Obersturmbannführer Hardieck
      - SS-Kampfgruppe Leifheit (1./SS-Fallschirmjäger-Bataillon 600)
      - SS-Kampfgruppe Mans (SS-Jagdverband Mitte)
      - Panzer-Kompanie (5 Panzer V) - Oberleutnant Dreier

      Quelle: Das Fallschirmjäger-Bataillon 500/600 von R. Michaelis

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      Bei den beiden Fallschirmjäger-Bataillonen - Schluckebier - und - Bading - handelte es sich um das I. und II./Fallschirmjäger-Regiment z.b.V. Sie bildeten schließlich das Fallschirmjäger-Regiment 26 der 9. Fallschirmjäger-Division.

      Wissenswertes zum Fallschirmjäger-Regiment 26

      Albert Ernst der die Panzer-Kompanie mit den Sherman-Panzern befehligte, wurde bereits am 22. Januar 1944 als Leutnant und Zugführer in der 1./ schweren Panzerjäger-Abteilung 519 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

      Die Besatzungen für die Panzer-Kompanie mit den Panzern V, wurden von der 4./Panzer-Regiment 11 gestellt.

      Quelle: Das Fallschirmjäger-Bataillon 500/600 von R. Michaelis

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Nachtrag:

      Die Panzer-Kompanie der Kampfgruppe Z erhielt 5 Panzer V, die durch bauliche Veränderungen der Silhouette dem amerikanischen Panzerzerstörer M 10 angepasst wurden. Neben 30 sogenannten Willy-Jeeps verfügte die Panzer-Brigade 150 nur über 4 amerikanische Halbkettenfahrzeuge und ca. 15 LKW.

      Der Rest bestand aus dt. Fahrzeugen.

      Quelle: siehe oben

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Nachtrag:

      Die Ausstattung mit US-Uniformen konnte ebenfalls nur im kleinen Umfang realisiert werden. Das OKH wollte diese nicht in den Kriegsgefangenenlagern beschlagnahmen lassen, da es sich um einen völkerrechtswidrigen Vorgang gehandelt hätte.

      So erhielt der Aspekt des - Beutemachens - vorrang. Die Masse der Panzer-Brigade 150 konnte daher erst im Laufe des ersten Tages der Offensive mit US-Uniformen ausgestattet werden. Ob dies durch Eroberung eines Bekleidungslagers oder Wegnahme der Uniformen von Kriegsgefangenen oder Gefallenen geschehen ist, bleibt offen.

      So konnten zunächst nur die Fahrer und Beifahrer - die möglichst über genügende Englisch-Kenntnisse verfügten - amerikanische Uniformen tragen, während die restlichen Angehörigen der Brigade in den Fahrzeugen weiterhin ihre dt. Uniform trugen.

      Quelle: siehe oben

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo,
      habe besagtes Buch inzwischen durchgelesen. Gerade auch was das Wirken der Panzerbrigade 150 betrifft, so wurde das Wesentliche bereits im Thread zusammen getragen. Viel geplant-wenig erreicht. Es fehlte nicht am Mut und Einsatzwillen der daran Beteiligten. Die Bedingungen stimmten einfach nicht. Es fängt mit der Bereitstellung des dafür notwendigen Materials, wie z.Bsp.Fahrzeuge, Panzer, Uniformen, Stahlhelme, Waffen etc.an, die nicht im erforderlichem Umfang vorhanden waren. Setzt sich darin fort, dass nur wenige, zu wenige Englich im erforderlichen Umfange beherrschten und daher viel zu viel improvisiert werden mußte, keine richtige Aufklärung erfolgte. Durch Verrat der Überrachungseffekt nur ganz gering war und die Truppe insgesamt verheitzt wurde sowie die notwendige Öffnung der Front viel zu spät erfolgte. Sicherlich wirkte sich diesbezüglich auch aus, das das Vorankommen zur Front und der Durchbruch durch die verstopften Straßen gehindert wurde. Ausweichen über freies Feld nur selten möglich, schon allein wegen der Minengefahr. Nicht zu reden von der Spritknappheit. Alles in allem, viel zuviel mit heißer Nadel gestrickt, wie die gesamte Ardennenoffensive. Besonders tragisch die Sprit-u. Munitionsbereitstellung auf deutscher Seite.Peiper mußte seine Kötis sprengen lassen, weil die Tanks leer waren und vor der Einkesselung kein ausreichender Nachschub mehr ankam. Besonders bitter muß er es empfunden haben, als ihm im nach hinein bewußt wurde, knapp an einem großen Spritlager der Amerikaner bei Stavelot vorbei gefahren zu sein, ohne es zu wissen....!

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Zusammen, da ich nun schon etwa 10 Jahre mit den Mitgliedern der Kommandokompanie beschäftigt bin möchte ich mich kurz einklinken. Von 16 Kommandosoldaten konnte ich umfangreiches Material ausgraben. Leider ist es mir bisher nicht gelungen alle Frage zu beantworten. So gibt es Fragen zu dem letzten Greif der bei Denstorf hingerichtet wurde. Fast alle Fragen drehen sich um Unterlagen die bei der NARA liegen müssten. Mittlerweile habe ich aber den Verdacht das da noch Unterlagen unter Verschluss liegen, denn jedes mal wenn es ums Eingemachte geht fehlen Unterlagen. Obwohl es die geben muss, siehe Lt. Arno Krause. Die Biografien sind schon seit einiger Zeit online. Weil ich in den Niederlanden lebe auf einer Niederländischen Seite, aber Deutschsprachig. Denn der Deutschsprachige Raum ist größer als der Niederländische. Es gibt jetzt Niederländische Zusammenfassungen die wohl in Kürze auch ins Englische übersetzt werden sollen, so haben alle was davon. Die Seite wurde gerade neu aufgebaut, Momentan werden offensichtliche Fehler noch beseitigt. 16 Teilnehmer der Operation Greif
      Wenn über eine dumme Sache endlich Gras gewachsen ist, kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrißt. Biografien von 16 Mitglieder der Einheit Stielau.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Greif1944 ()

    • Hallo Greif,

      erstmal ein herzliches Wilkommen auf wehrmachtforum.de. Ich muß gestehen, dass es wirklich beeindruckend ist, was zu diesen Soldaten bereits zusammengetragen wurde. Vielen Dank für diese Ergänzungen. :thumbsup:

      Greif1944 schrieb:

      Fast alle Fragen drehen sich um Unterlagen die bei der NARA liegen müssten.
      Nara-Material ist in der Tat eine hervorragende Quelle für Nachforschungen. Das schlimme ist eigentlich nur, dass viele Inhalte völlig unsortiert sind und oftmals nur durch Zufall gefunden werden.

      Material über Skorzeny habe ich z.B. mal in einer Rolle über das OKL gefunden. ?(

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo,
      eine kleine Randbemerkung zu den Jungs der Kommandokompanie. Auch weil die 150. hier zur Waffen-SS gezählt wird. Was die Kommandosoldaten betrifft gilt das Sprichwort:
      "Wenn eine Katze in einem Fischladen Junge kriegt, so sind das Katzen und noch lange keine Fische". Damit will ich sagen, keiner der 16 von mir recherchierten Soldaten war auch nur ansatzweise bei der Waffen-SS.
      Nur weil Skorzeny Mitglied der Waffen-SS war bedeutet das noch lange nicht das die Kommandokompanie oder überhaupt die 150. zur Waffen-SS gerechnet werden sollte.
      Das wäre zu viel der Ehre (sarkastisch gemeint).
      Wenn über eine dumme Sache endlich Gras gewachsen ist, kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrißt. Biografien von 16 Mitglieder der Einheit Stielau.

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