Uniform eines unbekannten Soldaten

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    • OnkelKarl schrieb:

      Hallo zusammen,

      am 10. Januar 1943 lief das Ultimatum, was die Rotarmisten der deutschen Wehrmacht gestellt hatte, ab und die Rote Armee begann mit der Extermination der eingekesselten deutschen Soldaten. Kann mir jemand sagen, wie wahrscheinlich es war, dass es danach noch Feldpostbriefe nach Hause geschafft haben? Ich kann es mir kaum vorstellen, nach dem, was ich gelesen habe.

      Vielen Dank!

      Liebe Grüsse
      Nadin
      Moin Nadin,

      m.E.n. wurde ab Ende Dez. '42 keine "normale" Feldpost (Dienstpost vmtl. ja) mehr aus Stalingrad ausgeflogen. Denn nach der Eroberung Stalingrads und "Ausräumung" des Kessels, wurden noch Tonnen von Feldpost auf Halde von den Russen vorgefunden.
      Die Nov./Dez. '42 aus Stalingrad noch hinausgehenden Flugzeuge (von Gumrak, Pitomnik), wurden mit Verwundeten und auch meist (hochrangigen) "Spezialisten" besetzt.
      Januar '43 waren auch die letzten mit Feldpost befassten Soldaten, entweder gefallen oder schon erfroren, d.h. die "Etappe", d.h. Fp.-Angehörige, Versorgungstruppen usw., kämpften nur noch ums Überleben.
      __________
      MfG Uwe
      Avatar im Gedenken an Daniel BRUNSSEN, Wachtm., 2./Aufkl.Abt. 118 (*4.7.14 Bremen - vermisst 7.5.44 Dalmatien), EM -8- Krad-Meld.Zug 22
    • Hallo zusammen,

      ich habe hier auch noch einen interessanten Hinweis gefunden aber in wie weit dieser belegt ist, kann ich auch nicht sagen:

      Da nun die Flugplätze verloren gegangen waren und Landungen nur auf einem behelfsmäßigen Gefechtslandeplatz in der Nähe der Stadt vorgenommen werden konnten, war es nur noch einmal möglich, und zwar am 15. Januar, Post mitzunehmen........

      Quelle: stalingrad-feldpost.de/Nachfor…h-4-1/nachforsch-4-3.html

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Wehrmachtlexikon schrieb:

      Hallo zusammen,

      ich habe hier auch noch einen interessanten Hinweis gefunden aber in wie weit dieser belegt ist, kann ich auch nicht sagen:

      Da nun die Flugplätze verloren gegangen waren und Landungen nur auf einem behelfsmäßigen Gefechtslandeplatz in der Nähe der Stadt vorgenommen werden konnten, war es nur noch einmal möglich, und zwar am 15. Januar, Post mitzunehmen........

      Quelle: stalingrad-feldpost.de/Nachfor…h-4-1/nachforsch-4-3.html

      Gruß
      Michael
      Moin Michael,

      "normale" Feldpostbriefe vom Grenadier Hänschen Müller oder Fritz Schulze, oder war es doch eher "Dienstpost" sowie die "Abschiedsbriefe" hochrangiger Militärs?
      Glaube es wird sich sicherlich nicht exakt klären lassen; daher m.E.n. alles Weitere nur Spekulation.
      __________
      MfG Uwe
      Avatar im Gedenken an Daniel BRUNSSEN, Wachtm., 2./Aufkl.Abt. 118 (*4.7.14 Bremen - vermisst 7.5.44 Dalmatien), EM -8- Krad-Meld.Zug 22
    • Hallo ihr beiden,

      danke für Eure Hilfe. Ich frage deshalb, weil laut des DRK Suchdienstes Karl Mai im Januar '43 nochmals einen Brief nach Hause geschickt hat. Jedenfalls ist er so datiert. Allerdings habe ich den Brief nicht. Vielleicht existiert er auch nicht mehr, denn die direkten Familienangehörigen, die Karl hatte, sind mittlerweile alle tot. Ich hatte dann also überlegt, wann er diesen Brief geschrieben/gesendet haben könnte.

      Sollte die These, dass es mit der Einkesselung keinen richtigen Postverkehr mehr gab, stimmen, dann muss Karl es irgendwie trotzdem geschafft haben. Er war Obergefreiter, vielleicht gab es dort besondere Fälle?

      Liebe Grüsse
      Nadin
    • Hallo Nadin,

      OnkelKarl schrieb:

      Sollte die These, dass es mit der Einkesselung keinen richtigen Postverkehr mehr gab, stimmen, dann muss Karl es irgendwie trotzdem geschafft haben. Er war Obergefreiter, vielleicht gab es dort besondere Fälle?
      als Mannschaftsdienstgrad kann man sich da wohl kaum einen Vorteil verschafft haben aber wer weiss das schon. Vielleicht war er gerade durch Zufall auf einem der Flugplätze und konnte noch jemanden einen Brief zustecken oder ähnliches. Das wird sich vermutlich nicht mehr genau klären lassen.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo an alle,

      also von meinem Urgroßvater kamen noch einige Briefe datiert vom Nov/Dez 1942 an. Der letzte war mit 6.1.1943 datiert.
      Anscheinend wurde bis Anfang Jänner sehr wohl noch Post ausgeflogen - auch von den "Normalsterblichen".... Auch wenn das jetzt nur ein Einzelfall ist, und es Nadin nicht wirklich weiter hilft, wollte ich meinen Senf jetzt einfach mal dazugeben...

      Liebe Grüße,
      manu
    • Hallo Man,

      Danke für die Info. Ich denke schon das dies weiter hilft, da so bestätigt ist das z. Teil doch noch Post aus dem Kessel rausging.
      Gruß Ulf
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      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank
    • _mawu_ schrieb:

      Hallo an alle,

      also von meinem Urgroßvater kamen noch einige Briefe datiert vom Nov/Dez 1942 an. Der letzte war mit 6.1.1943 datiert.
      Anscheinend wurde bis Anfang Jänner sehr wohl noch Post ausgeflogen - auch von den "Normalsterblichen".... Auch wenn das jetzt nur ein Einzelfall ist, und es Nadin nicht wirklich weiter hilft, wollte ich meinen Senf jetzt einfach mal dazugeben...

      Liebe Grüße,
      manu
      Hallo Manu,

      vielen Dank dafür! Das hilft tatsächlich weiter. So weiss ich, dass es tatsächlich noch Briefe herausgeschafft haben bis, denke ich, die Vernichtung der 6. Armee begonnen hat.

      Liebe Grüsse
      Nadin