Mentalität des GFM Schörner in Dokumenten

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    • Hallo Paule,

      Paule43 schrieb:

      Generalmnajor Schörner konnte auch freundlich sein.
      dass nenne ich mal ein treffendes Beispiel, vielen Dank! :thumbsup:

      Hast du ggf. auch Beispiele, die sein Verhalten gegenüber der ihm unterstellten Truppe aufzeigen?

      Gruß
      Michael

      PS: Noch eine kleine Bitte, wenn du keine Quelle im Dokument stehen hast, schreibe es doch bitte kurz unten drunter OK?
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    • Hallo zusammen,

      ich habe noch ein weiteres Dokument zu Schörner gefunden, dass ihn aber noch in der alten (bereits bekannten) Art zeigt. In diesem Fall handelt es sich um ein Dokument aus dem November 1944 das an den OB der 16. Armee ging.

      Schörner geht hier sehr intensiv auf die Ereignisse vom 11.11.1944 ein, die sich nordwestlich von Autz abgespielt haben aber schaut am besten selbst.

      Quelle: Nara

      Gruß
      Michael
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    • Hallo zusammen,

      hier noch ein weiterer Fund zum Thema Schörner Hier wird ein "ernstes Wort" an die Oberbefehlshaber gerichtet. Wieder einmal zeigt sich hier der Sprachgebrauch von Drückebergern, Auffliegen von vergeudeten Resourcen, etc. Ich denke hier zeigt sich wieder einmal die Seite des "blutigen Ferdinand". Aber lest selbst.

      Quelle: Nara

      Horrido

      Daniel
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    • Hallo zusammen,

      und hier direkt ein weiteres Dokument. Diesmal an die Armee-Abteilung Narwa. Inhalt ist hier die Mitnahme von Zivilpersonen in Wehrmachtsfahrzeugen.

      Quelle: Nara

      Horrido

      Daniel
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    • Hallo zusammen,

      anbei noch ein Zufallsfund über den Kampfkommandanten der Festung Oppeln, Friedrich-Albrecht Graf von Pfeil.

      Auszug:

      Am 17.1. verlegte der Chef der Heeresgruppe Mitte, Generaloberst Schörner, seinen Stab von Tschenstochau nach Oppeln und befahl sofort den Kommandanten zu sich und brüllte ihn an, er, Schörner, habe auf seiner Fahrt nach Oppeln mehrere mangelhaft gesicherte Panzersperren gesehen; das sei in seinen Augen verbrecherisch! Der Kommandant erhielt keinerlei Gelegenheit, sich zu rechtfertigen und ihm zu berichten, daß er keine Truppen dafür habe und daß der aufgebotene Volkssturm mit seiner unzureichenden Bewaffnung solche Sicherungen nicht übernehmen könne.

      Schörner schloß seine Anwürfe mit den Worten: wenn die von ihm festgestellten Mängel nicht sofort abgestellt würden, werde er dem Oberst eigenhändig die Schulterstücke abreißen und ihn erschießen lassen: Wenige Tage später schickte Graf von Pfeil dem Oberbefehlshaber der IV.Panzerarmee, General Graeser, einen Bericht und legte in einer exakten Analyse dar, daß es ihm unmöglich erscheine, die Festung nach einer Einkesselung im Hinblick auf das Fehlen nennenswerter Artillerie und panzerbrechender Waffen auch nur kurze Zeit zu halten. Dies Schreiben schloß mit den Worten: "Kommandant und Besatzung der Festung Oppeln sind sich jedoch in vollem Umfang ihrer Pflicht bewußt und werden diese erfüllen."

      Quelle: expolis.de/schlesien/texte/festung/twierdza_opole.html

      Gruß
      Michael
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    • Hallo Paule,

      vielen Dank für das einstellen dieser Seiten. Deratige Aussagen haben ja bekanntlicher Weise einen Seltenheitswert. Ich habe noch erfreulicher Weise etwas aus dem Jahr 1942 (also relativ früh) gefunden, dass mit folgenden Worten beginnt:

      Sonderbefehl Kommandierender General Nr. 9.

      Forderung des Tages.

      Die ewig unsterbliche Etappe.

      Motto: Die da in besseren Häusern wohnen und sich ihre Gesundheit schonen, und nicht in Bunkern oder Zelten sich die Glieder oder den Magen erkälten......

      Quelle: Nara

      Gruß
      Michael
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    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      folgendes frage ich mich beim Lesen der Dokus (Vielen Dank fürs Einstellen). hat Schörner sich selbst immer daran gehalten? Wie erfolgreich war er damit? Schließlich erzeugt Druck immer Gegendruck, sprich Aktivitäten, Verbote zu umgehen.
      also das ist eine interessante aber auch zugleich kaum lösbare Frage. Es gibt so viele unterschiedliche Personen, die sich mit dem Soldaten Schörner in den Nachkriegsjahren beschäftigt haben aber ein klares Bild ist dort m.E. nach nicht erkennbar.

      Auf der folgenden Seite findest du eine Ausarbeitung zum Lubjanka-Dossier von Schörner:

      ku.de/forschung/forschungseinr…lfeldmarschall-schoerner/

      Diese Ausarbeitung ist wirklich eine hervorragende Zusammenführung von Informationen der unterschiedlichsten Personen und Blickwinkel aber schau am besten selbst.

      Gruß
      Michael
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    • Hallo Michael,
      der von Dir zur Verfügung gestellte Link zum Dossier von Schörner für mich sehr aufschlussreich :thumbsup: Natürlich sind seine Aussagen im Kontext zu sehen. Es ging um seinen Kopf. Anders wie Paulus mußte er unter Umständen mit der Todesstrafe rechnen. Interessanterweise versuchte er ja, Fritsch im Nürnberger Kriegstribunal ans Messer zu liefern. Wobei ich mich frage, warum? Gab es da was Persönliches zwischen beiden? Sonst war doch Schörner auch nicht zimperlich. Auch sein Verhältnis zu Röhm, dem er nicht unbedingt einen Drang zur Machtergreifung unterstellte, kannte ich so nicht. Leider enthalten die Dokus nichts zu seinen militärischen Fähigkeiten. Gerade das wäre ein Stück weit interessant, wie die sowjetische Seite dies bewertet.

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      Leider enthalten die Dokus nichts zu seinen militärischen Fähigkeiten. Gerade das wäre ein Stück weit interessant, wie die sowjetische Seite dies bewertet.
      also zu seinem militärischen Werdegang lässt die folgende Ausarbeitung wohl nichts offen. :D

      Quelle: Die RK-Träger der dt. Wehrmacht v. F. Thomas und G. Wegmann Teil VI.

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      wirbelwind schrieb:

      Gerade das wäre ein Stück weit interessant, wie die sowjetische Seite dies bewertet.
      auch dazu konnte ich etwas in dem vom Link beschriebenen Buch von Erich Kern finden:

      Angebliche Zitate bzw. Aussagen:

      "Wenn Schörner nicht gewesen wäre, wären wir nach Bayern durchmarschiert!"

      Sowjetmarschall Iwan Stepanowitsch Konjew im Mai 1945

      "Wenn ihr zehn von Schörners Fähigkeiten und Leistungswillen gehabt hättet, wäret ihr heute nicht unsere Kriegsgefangenen!"

      KGB-Oberst beim Gefangenenverhör im Sommer 1945 zum Oberfeldwebel Wilhelm Hopp

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Michael,

      hast ja wieder einiges zu GFM Schörner ausgegraben :thumbup: . Es ist ja nicht so, dass Schörner ein militärischer Dummkopf war. Das läßt sich im hiesigen Thread gut nachlesen. Wieviel Anteil sein letzter Stabschef, Generlleutnant von Natzmer an seinen Erfolgen hatte, eher weniger. Trotzdem, Schörner hatte sich vom Gemeinen, 1. WK, hochgedient. Natürlich hat er auch Fehler gemacht. Bedeuteten aber für ihn keinen Karriereknick. Seine militärischen Fahigkeiten wollte sogar die antifaschistische DDR beim Aufbau ihrer bewaffneten Kräfte nutzen. Schörner als Antikommunist ließ sich darauf aber nicht ein. Wie ihm in Ostberlin prophezeit worden war, setzte bei seiner Rückkehr eine Protestwelle gegen ihn ein. Sicherlich zum Teil auch von den Genossen des MfS unterstützt. Das Rücksichtslose, dass ihm innewohnte, kam der Auffassung solcher sowjet. Heerführer wie Konjew entgegen. Für den galt das Leben des russischen Muschkoten nichts. Hauptsache, es wurde gesiegt, ohne Rücksicht auf Verluste.

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      hast ja wieder einiges zu GFM Schörner ausgegraben
      ja ich muß auch sagen, dass ich angenehm überrascht bin, was hier schon zusammengetragen wurde.

      wirbelwind schrieb:

      Es ist ja nicht so, dass Schörner ein militärischer Dummkopf war. Das läßt sich im hiesigen Thread gut nachlesen.
      das sehe ich auch so......

      wirbelwind schrieb:

      Wieviel Anteil sein letzter Stabschef, Generlleutnant von Natzmer an seinen Erfolgen hatte, eher weniger.
      das ist wirklich schwer einzuschätzen. Ich würde schon gerne etwas mehr über die Soldaten an seiner Seite erfahren wollen aber ich weiss nicht so recht ob man auch dazu entsprechende Unterlagen ausfindig machen kann.

      Die Augen werde ich aber auch weiterhin für diesen Bereich offen halten. :)

      Gruß
      Michael
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    • Hallo,

      vielleicht lassen sich ja Dokus oder Literatur auftreiben, wo sich die Stabschefs von Schörner zu seinen militärischen Fähigkeiten und/oder auch zu seinem Umgang mit Untergebenen äußern. Gerade Erinnerungen von Natzmer, als sein letzte Stabschef wären für mich interessant. Einmal, um Gewißheit zu bekommen, was für eine Rolle Schörner tatsächlich bei der Rückeroberung von Lauban im Februar 45 spielte bzw. wie von Natzmer seine militär. Fähigkeiten bewertete und zum anderen, wie er Schörners Verhalten bei Standgerichtsverfahren bewertete.

      MfG Wirbelwind
    • Neu

      Guten Tag,
      hier ist wohl einiges Wahres drann.
      Gruß Paule

      google.de/url?sa=t&rct=j&q=&es…Vaw3z2BKwyw1EcxMPVd3ZBtZu

      Es gelang Schörner, seine Truppen in schweren Rückzugskämpfen nach
      Westen zu führen und bis Mitte Februar eine neue Abwehrfront in
      Schlesien und an der Elbe aufzubauen.
      Um das Industriegebiet von
      Mährisch-Ostrau in Schlesien zu retten, verteidigte er dieses mit seinen
      Truppen in einer 20tägigen Abwehrschlacht und brachte den Sowjets eine
      der letzten schweren Niederlagen bei.
      Der sowjetische Vormarsch
      konnte dadurch zeitweilig gestoppt und verlangsamt werden, sodass sich
      Hunderttausende von Flüchtlingen aus Schlesien noch einigermaßen sicher
      in Richtung Westen retten konnten.

      Hierzu ein Tagebucheintrag von Josef Goebbels vom 12. März 1945: „Ich
      berichte dem Führer dann ausführlich von meinem Besuch in Lauban. Der
      Führer ist auch der Meinung, dass Schörner einer unserer
      hervorragendsten Heerführer ist. … Es sei Schörner gelungen, die Front
      in seinem Kampfraum im wesentlichen zu stabilisieren. Auf ihn sei es
      zurückzuführen, dass die Moral der Truppe dort so hervorragend gehoben
      worden sei.
      Ich berichte dem Führer von den radikalen Methoden, die
      Schörner zur Erreichung dieses Zieles anwendet. Deserteure finden bei
      ihm keine Gnade. Sie werden am nächsten Baum aufgeknüpft, und ihnen wird
      ein Schild um den Hals gehängt mit der Aufschrift: "Ich bin ein
      Deserteur. Ich habe mich geweigert, deutsche Frauen und Kinder zu
      beschützen und bin deshalb aufgehängt worden." Solche Methoden wirken
      natürlich. Jedenfalls weiß der Soldat im Kampfraum Schörners, dass er
      vorne sterben kann und hinten sterben muss.


      Am 5.
      April 1945 wurde Ferdinand Schörner von Hitler zum Generalfeldmarschall
      befördert sowie in Hitlers politischem Testament am 30. April 1945 zum
      Oberbefehlshaber des Heeres ernannt.
      Die bedingungslose Kapitulation aller Wehrmachtsteile am 8. Mai 1945 machte dem allen jedoch ein Ende.