Kämpfe um Weißwasser-Görlitz-Niesky April 1945

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    • Hallo,

      da hier mal Fotos von den Kriegsgräberstätten Mückenhain (45 Gefallene / davon 14 unbekannt) und Kodersdorf-Bahnhof (40/27) eingestellt wurden setze ich mal die andren von mir im Bereich dieser Kämpfe nördlich von Görlitz gefunden Kriegsgräberstätten hinzu.

      Von der Neiße aus westwärts: Zodel (88/46), Kaltwasser (28/23), Kodersdorf-Rengersdorf (50/4), Jänkendorf (im Wald, 73/25), Niederseifersdorf (42/21), Diehsa (53/10).

      Alles auf dem Zug von der Neiße nach Weißenberg ... alles in einer Gegend in der uns in der Schule (ich bin schon immer Görlitzer) nie etwas von größeren Kämpfen gelehrt wurde.

      In dem Zusammenhang meine Frage:

      Ich finde bei den genannten Kriegsgräberstätten den Anteil unbekannter Opfer ( 147 von 419) ziemlich hoch. Ich weiß allerdings nicht wie das allgemein auf den deutschen Kriegsgräberstätten des WK II ist.

      Liegt das eventuell am letzten Aufgebot das vom Volkssturm und der HJ ins Feld geschickt wurde die dann keine Erkennungsmarken mehr bekamen?

      Quelle: privat
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    • Fortsetzung von eben ↑ (zuviele Fotos)

      Quelle: privat

      Gruß vom Jörg
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    • Hallo Jörg,
      im damaligen Schulunterricht zu Deiner Zeit konnte doch die sieg-u.ruhmreiche Rote Armee kurz vor Toresschluß nicht noch fast die Vernichtung einer ganzen Armee gegen den faschstischen Gegner(Kämpfe um Weißenberg bzw. Rückeroberung von Bautzen) erleiden. Daher wurden diese Kämpfe bestenfalls nicht erwähnt. Warum viele gefallene Wehrmachtsangehörige als unbekannt bestattet wurden, liegt zum Teil sicherlich auch daran, dass die Russen das Einsammeln der Erkennungsmarken schlichtweg nicht erlaubten bzw. diese vernichten ließen genauso wie die Soldbücher. Vom Feind sollte halt nichts übrig bleiben. Bis zuletzt waren die deutschen Soldaten ja faschistische Verbrecher. Daher ist es den wenigen Mitmenschen zu verdanken, die Courage zeigten und die Kriegsgräberpflegten und betreuten, sonst wäre nach der Wende noch weniger auffindbar gewesen.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo Jörg,

      ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass es der Roten Armee zu diesem Zeitpunkt noch wichtig war dt. Soldaten zu identifizieren. Für die Führung und Truppe war bestimmt das wichtigste der weitere Vormarsch ins Feindesland und die Beendigung des Krieges.

      Gruß
      Michael

      PS: Sehe ich das richtig, dass die eingestellten Bilder alle von dir sind? Ich muß dazu noch eine Quelle nachtragen und bitte um kurze Rückinfo.
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Michael,

      ja dem ist so, hab ich selber gemacht in den letzten Wochen und vergessen hinzuschreiben, entschuldige bitte. Ich schreibs noch dazu wenn das nachträglich möglich ist, ich probiers mal.

      Deine Antwort irritiert mich aber grad. Die Soldaten werden doch sicher nicht von den Russen während des Durchmarsches der Kämpfe begraben worden sein sondern erst später von Einheimischen? Die hätten dann doch die Erkennungsmarken sicher gestellt wenn sie nicht wie von Wirbelwind beschrieben von den Russen entfernt worden wären. Aber ist ja nun auch egal wie - schlimm dass so viele Soldaten zwar wenigstens begraben aber unbekannt sind.

      Gruß vom Jörg
    • Hallo Jörg,

      harryh schrieb:

      Ich schreibs noch dazu wenn das nachträglich möglich ist, ich probiers mal.
      besten Dank für die Rückmeldung aber du kannst das leider nicht mehr nachtragen. Ich habe das aber schon erledigt.

      harryh schrieb:

      Deine Antwort irritiert mich aber grad. Die Soldaten werden doch sicher nicht von den Russen während des Durchmarsches der Kämpfe begraben worden sein sondern erst später von Einheimischen?
      ich bin auch der Meinung, dass diese von der Roten Armee entfernt wurden aber nicht zum Zwecke der nachträglichen Identifizierung, dass meinte ich damit.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo,
      das Perfide am Begraben von gefallenen dt.Soldaten durch dt. Zivilisten unter russischer Aufsicht war ja gerade das Aufsammeln und Vernichten von all dem, was einer Identifizierung gedient hätte.Es war diesen Leuten bei harter Strafe untersagt, dieses zu sammeln und weiterzuleiten. Jene Vorgehensweise wird auch beschrieben im Zusammenhang mit der von russ. Seite angewiesenen Beerdigung von dt.Gefallenen im Zusammenhang mit dem Kessel von Halbe.
      Opa hat es im ehemaligen KZ ,,Ausschwitz" erlebt, was nach der Einnahme durch die Russen als gefangenenlager diente, wie die Soldbücher der dortigen Gefangenen auf einen Scheiterhaufen geworfen und verbrannt wurden.

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Jörg,

      harryh schrieb:

      Mit dem Bearbeiten hab ich bemerkt, kann man wohl nur eine kurze Zeit was ich aber so gut finde.
      ja das Zeitfenster zur Bearbeitung von Beiträgen ist bei normalen Usern aus Sicherheitsgründen begrenzt. Aktuell sind Änderungen noch innerhalb von ca. 45 Minuten möglich.

      harryh schrieb:

      Danke für deine Arbeit hier.

      Gruß Jörg
      vielen Dank, dass freut mich zu hören!

      Ich habe noch zwei Kleinigkeiten zu diesem Kampfraum gefunden.

      Quelle: Nara

      Gruß
      Michael
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      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo,

      die von Michael bereit gestellten Dokus zeigen mir, wie es zu der Begrifflichkeit ,,Görlitzer Gruppierung" kam. Durch die Massierung von Kräften auf deutscher Seite in diesem Raum. Ziel, die russ./poln. Kräfte der 1. Ukrainischen Front zum Stehen zu bringen bzw. später aus Richtung Bautzen einen Flankenangriff zu führen, um Berlin zu entlasten.

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      die von Michael bereit gestellten Dokus zeigen mir, wie es zu der Begrifflichkeit ,,Görlitzer Gruppierung" kam.
      schön zu lesen, dass diese Seiten doch noch einen gewissen Grad an Informationen geben konnten.
      Es ist leider nicht so einfach entsprechendes Nara-Material zu diesem Thema zu finden.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • wirbelwind schrieb:

      Hallo,

      die von Michael bereit gestellten Dokus zeigen mir, wie es zu der Begrifflichkeit ,,Görlitzer Gruppierung" kam. Durch die Massierung von Kräften auf deutscher Seite in diesem Raum. Ziel, die russ./poln. Kräfte der 1. Ukrainischen Front zum Stehen zu bringen bzw. später aus Richtung Bautzen einen Flankenangriff zu führen, um Berlin zu entlasten.

      MfG Wirbelwind
      Hallo

      und natürlich Prag abzusichern und eine Zange Richtung Süden zu vermeiden

      --

      übrigens:

      30,- plus 2,- Porto

      Niesky

      Uwe
    • Hallo,

      habe im Ratsarchiv von Görlitz ein Foto gefunden mit dem Vermerk

      "Am Turnplatz in Biesnitz wurden im Frühjahr 1945 Flakgeschütze aufgestellt."

      Biesnitz war damals noch nicht zu Görlitz eingemeindet und liegt südlich der Stadt am Fuße der Landeskrone.

      Gruß vom Jörg aus Görlitz-Biesnitz

      Quelle: Ratsarchiv Görlitz
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