Kämpfe um Weißwasser-Görlitz-Niesky April 1945

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    • Hallo Harald,

      sind dir diese Infos dazu bekannt:

      Der städtische Friedhof ist mit fast 30 Hektar einer der größten Friedhöfe in Deutschland. Hohe Mauern mit Durchblicken auf die Altstadt, breite Lindenalleen, wertvolle Grabmale und Kunstschmiedegitter stehen auf dieser 150 Jahre alten Friedhofsanlage.

      Auf dem alten Teil des Friedhofes sind 191 gefallene Soldaten des deutsch-französischen Krieges (1870/71) bestattet.

      Auf einer Erweiterungsfläche aus der Jahrhundertwende ruhen in vier Abteilungen 474 gefallene deutsche Soldaten des 1. und 586 des 2. Weltkrieges. In einem separaten Teil sind 64 Kriegstote aus der ehemaligen UdSSR und aus Polen bestattet.

      volksbund.de/kriegsgraeberstaette/goerlitz.html

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • harryh schrieb:


      Nun liegen aber auf dem Städtischen Friedhof Görlitz 806 gefallene Soldaten und auf der Kriegsgräberstätte Görlitz-Rauschwalde weitere 161 gefallene deutsche Soldaten. Dort liegen auch viele gefallene russische Soldaten, die Anzahl weiß ich gerade nicht genau.
      Hallo Harry, Görlitz war ja auch Lazarettstandort ... da ist im Laufe der Jahre sicherlich der eine oder andere Verwundete oder Kranke gestorben

      Lazarette Görlitz

      außerdem: sind die Toten alle von 1945? Eine Umbettung von jenseits der Neiße von polnischem Boden in die Sowjetzone nach Görlitz ab Mai 1945 ist auch möglich.

      Uwe
    • Hallo Harald,

      Meines wissens wurden gefallene Soldaten zum Teil nach dem Krieg, entschuldige den Ausdruck zusammen getragen, und zentral beerdigt.
      Dies weiß ich aus meiner Heimatstadt her.

      Du könntest dich vielleicht mal an den Betreiber dieser Seite ( Schlesisches Museum ) wenden, der kann dir bestimmt weiter helfen.

      goerlitz.de/termine/detail/13646670

      Gruß Ulf
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      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank
    • Hallo Michael, auf den Görlitzer Friedhöfen kenne ich mich sehr gut aus. Die von dir zitierten Angaben des Volksbundes bezüglicher Erweiterungen des 2. WK stimmen so nicht. Die Angaben des Volksbundes für unsre Ecke erstaunen mich da immer wieder.

      Auf dieser Erweiterung liegen 806 deutsche gefallene Soldate des 2. WK. Bei den Kriegstoten aus der UdSSR und Polen handelt es sich um Zivilisten auf einem Teil der Kriegsgräberstätte in Görlitz-Rauschwalde wo auch auf einem bereits von mir genannten 3. Teil gefallene Soldaten der Roten Armee liegen.

      Gruß vom Jörg aus dem jetzt dunklen Görlitz
    • Hallo Uwe und Ulf,

      das mit den 2 Lazaretten die wir hatten hab ich nicht beachtet, das kann natürlich der Grund sein. Die Kriegsgräberstätte in Görlitz-Rauschwalde ist ja gleich neben einem Krankenhaus.

      Ich werde mich mal an die Friedhofsverwaltung wenden, die könnten vielleicht Unterlagen haben.

      Danke für eure HInweise.

      Gruß Jörg
    • Hallo Thomas,

      erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum.

      Fuchsbauer schrieb:

      Er war zuletzt vermutlich als Funker in der Panzergrenadier Nachrichten Ersatz und Ausbildungskompanie 4, welche ursprünglich dem Panzergrenadier-Ausbildungs-Batailion 108 unterstand. Im Rahmen der Aktion Leuthen wurde diese Einheit vermutlich dem Panzergrenadier-Ausbildungsregiment Böhmen 2 unterstellt und Richtung Bautzen
      diese Vermutung kann ich bestätigen. Im folgenden Thema hatte ich dazu schon etwas eingestellt.

      Panzerausbildungsverband ,,Böhmen" 1945

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Jörg,

      harryh schrieb:

      Hallo Michael, auf den Görlitzer Friedhöfen kenne ich mich sehr gut aus. Die von dir zitierten Angaben des Volksbundes bezüglicher Erweiterungen des 2. WK stimmen so nicht. Die Angaben des Volksbundes für unsre Ecke erstaunen mich da immer wieder.
      vielen Dank für den Hinweis. So ist es zumindest gesichtert, dass andere suchende User nicht mit diesen Angaben arbeiten.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • schwarzermai schrieb:


      schon bekannt??

      Quelle -
      "Dieter Drewes - Ich trug die weissen Spiegel"

      der Autor war in der 3./Fsch.Pz.Aufkl.Abt. 1 HG
      Hallo, ich las grad obiges Zitat und habe mir die in dem Beitrag vom 03.08.2016 angehängten Karten angeschaut. Genau diese Karten erhielt ich vor einigen Wochen als ich auf Suche nach Kriegsgräberstätten war als Kopie auf dem Gemeindeamt Kodersdorf ausgehändigt Außerdem erhielt ich 2 Seiten von der Schilderung des Kampfes am Weißen Schöps am 19.04.1945 (Roßmannstellung). Da es die gleiche Druckschrift ist wie auf den hier mal eingestellten Karten nehme ich fast an dass sie aus dem von SCHWARZERMAI gennanten Buch stammen.
      Da es damals Fragen zur Panzerzahl gab die zumindest hier noch nicht offen genannt wurden stelle ich die 2 Seiten mal rein.

      Ich weiß nur nicht ob sie tatsächlich aus dem Buch sind :/ und nenne daher mal als Quelle das Gemeindeamt Kodersdorf wo ich es bekommen habe.
      Dateien
      • rossmann2.JPG

        (184,37 kB, 9 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      • rossmann3.JPG

        (183,31 kB, 10 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Hallo Harry,
      rings um Görlitz fanden heftige Kämpfe statt (Görlitzer Gruppierung). Der Gefechtsstand der 1.Fallschirmpanzerdivision ,,HG" befand sich zeitweise in Görlitz-Biesnitz bzw, Charlottenhof. Von dort aus befahl GFM Schörner am 16.04.45 einen Gegenangriff der o.g. Division, um die alte HKL an der Neiße wieder herzustellen.Der Gegenangriff lief sich fest. In Kunnerwitz muss sich ein HVP befunden haben bzw. wird als Bereitstellungsraum für das Panzerregiment der 1.Fallschirmpanzerdivision ,,HG" unter Roßmann erwähnt.Von hier aus startete wohl auch die dt. Panzer zum bekannten Panzergefecht an den Kodersdorfer Teichen. So zumindest lese ich es aus dem Buch über die 1. Fallschirmpanzerdivision ,,HG" heraus.Daher rühren sicherlich ein Teil der toten dt. Soldaten. Kunnerwitz war zu dieser Zeit ein eigenständiger Ort. Nach meiner Kenntnis befindet sich im Görlitzer Ortsteil Rauschwalde das Carolus-Krankenhaus. Dieses war mit Sicherheit ein Lazarett im II. WK, wo auch leider gestorben wurde.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,
      danke für die Auskunft. Ja das Carolus ist das Krankenhaus was ich oben meinte was sich gleich neben der Kriegsgräberstätte befindet.
      Hast du einen Hinweis wo sich in Görlitz-Biesnitz der Gefechtsstand zeitweise befunden haben könnte? Ich bin seit 30 Jahren Biesnitzer aber hab darüber noch nie was gehört.
      Gruß vom Jörg
    • Hallo Jörg,

      momentan kann ich Dir bezüglich des genauen Standortes besagten Divisionsgefechtsstandes erst einmal nicht weiter helfen. Schmeelke schreibt in seinem Buch, dass faktisch nach dem Besuch Schörners am 16.04.45 abends der Gefechtsstand zum Bahnhof Charlottenhof verlegt wird. Wo genau dieser Gefechtsstand in Biesnitz war, teilt er nicht mit.

      MfG Wirbelwind
    • Hallo zusammen,

      hier habe ich noch was zu dem Panzergefecht bei Kodersdorf in dem Buch " Die weißen Spiegel " von Alfred Otte gefunden.

      Die besagten 12 feindlichen Panzer die unversehrt in deutsche Hände fielen, wurden umgehend mit Balkenkreuzen versehen und in das Panzer-Regiment eingereiht.

      Gruß Ulf
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      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank
    • Hallo zusammen,

      wirbelwind schrieb:

      momentan kann ich Dir bezüglich des genauen Standortes besagten Divisionsgefechtsstandes erst einmal nicht weiter helfen. Schmeelke schreibt in seinem Buch, dass faktisch nach dem Besuch Schörners am 16.04.45 abends der Gefechtsstand zum Bahnhof Charlottenhof verlegt wird. Wo genau dieser Gefechtsstand in Biesnitz war, teilt er nicht mit.
      einen Standort habe ich zwar auch nicht aber vielleicht ein Bild. Diese Aufnahme ist am 20. April 1945 entstanden und zeigt einen Divisions-Gefechtsstand der Division HG.

      Quelle: Endkampf um das Reichsgebiet v. A. Urbanke

      Gruß
      Michael
      Dateien
      • IMG_4773.jpg

        (93,7 kB, 9 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo,
      interessantes Bild. Bis zum 22.04.45 soll sich der Gefechtsstand besagter Division im Bahnhof Charlottenhof befunden haben, ehe die Divison sich zur Befreiung von Bautzen bereitstellte und dadurch ihren Gefechtsstand verlegte. Eine Frage im Zusammenhang mit dem Panzergefecht an den Kodersdorfer Teichen treibt mich mittlerweile um. Bisher ging ich davon aus, dass Roßmann selbst direkt an diesem Gefecht teilnahm und für das er ja auch ausgezeichnet wurde. Im Buch von Schmeelke bin ich darauf gestoßen, dass der Oberleutnant Wallhäußer die verbliebenen Panzer des Panzerregiments der 1.Fallschirmpanzerdivision ,,HG" unmittelbar in besagtes G efecht führte und Roßmann als Regimentskommandeur ,,nur" den Befehl dazu gab. Wie verhält sich das nun? Normalerweise hätte Wallhäuler zumindest ebenfalls eine hohe Auszeichnung verdient.

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      Bisher ging ich davon aus, dass Roßmann selbst direkt an diesem Gefecht teilnahm und für das er ja auch ausgezeichnet wurde. Im Buch von Schmeelke bin ich darauf gestoßen, dass der Oberleutnant Wallhäußer die verbliebenen Panzer des Panzerregiments der 1.Fallschirmpanzerdivision ,,HG" unmittelbar in besagtes G efecht führte und Roßmann als Regimentskommandeur ,,nur" den Befehl dazu gab. Wie verhält sich das nun? Normalerweise hätte Wallhäuler zumindest ebenfalls eine hohe Auszeichnung verdient.
      du must hier immer ein wenig differenzieren. Soldaten wurden in den meisten Fällen entweder für ihre persönliche Leistung oder aber für ihre Befehlsgebung auf dem Schlachtfeld ausgezeichnet.

      Diese Sichtweise bezog sich natürlich in erster Line auf das Ritterkreuz oder auch das Deutsche Kreuz in Gold.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo, vor fast genau 2 Jahren wurde hier auf das Buch "Spurensuche Bd. 5: Die Kämpfe um Weißenberg und Bautzen im April 1945" von Eberhardt Berndt hingewiesen aber es kam keine Reaktion ob es sich lohnt. Hat es jemand gelesen? Die Beschreibung klingt ja vielversprechend:

      "
      Die Kämpfe um die Städte Weißenberg und Bautzen in Ostsachsen im April
      1945 waren Gefechte in der Nebenrichtung der Berliner Operation. Obwohl
      beide Seiten über umfangreiche Kampferfahrung verfügten führten falsche
      operative Lageentscheidungen zu wechselvollen, verlustreichen
      Gefechtshandlungen mit schroffen Lageveränderungen. In diesem
      kompromisslosen Endkampf scheuten beide Seiten vor Kriegsverbrechen
      nicht zurück.
      Neben einem Überblick der Kämpfe um beide Städte, der
      durch zahlreiche Fotos, Karten und Dokumente bereichert wird, werden die
      Schicksale einer Volkssturmkompanie, des Kampfkommandanten von Bautzen
      sowie eines Volkssturmkompaniechefs gesondert aufgeführt. Der Kampf um
      den kleinen Ort Mückenhain verdeutlicht, wie hart um jeden Meter
      gerungen wurde. Als Fazit blieben nur Leid, Opfer und Zerstörungen."

      Gruß Jörg