Rettung des Leutnant Bergmann, vom Jagdgeschwader 3

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Rettung des Leutnant Bergmann, vom Jagdgeschwader 3

      Guten Tag,

      habe in einer weiteren NARA Rolle zur 13. Panzer-Division zu Anfang des Krieges einen tollen Bericht über die Rettungsmission des Leutnants Bergmann gefunden.
      Habe diesen wieder abgeschrieben.

      Allen einen schönen Tag
      Rolf


      Abschrift.
      O.u., den 14.7.1941.
      Leutnant Meyer und Assistenzarzt Dr. Bartz.

      Bericht über das Unternehmen am 11.7.1941.

      11.7.41, 9.00 Uhr Abwurf einer Rauchbombe mit Meldung und Kartenausschnitt durch Jagdflieger 200m südlich Bataillonsunterkunft Nebilyza. ( Meldung beiliegend.) Lt. Meyer und Ass. Arzt Dr. Bartz bitten den Btl. Kommandeur mit einer Pioniergruppe auf Lkw und einem Sanitätsdienstgrad auf Krad den abgestürzten Flieger suchen zu dürfen. Auf Befehl des Btl. Kommandeurs wird 9.00 Uhr abgerückt. Auf der Straße Shitomir – Kiew zweimaliger Tiefangriff durch rote Zerstörer. Um mit größerer Sicherheit die Absturzstelle aufzufinden und da die Wälder nördlich Nebilyza noch nicht feindfrei sind, wird auf der Straße Silnjaki – Makarow marschiert, um von dort nach Westen über Naliwaikowka in den Raum Nishilowitschi (Absturzstelle nach beigefügtem Kartenausschnitt ) vorzudringen. In Makarow stößt die Spitze (Ass. Arzt Dr. Bartz) auf drei rastende russische Soldaten, die nach der entsprechenden energischen Aufforderung sich sofort ergeben. Vor Naliwaikowka wird in Deckung gehalten und beobachtet. Zwischen den Häusern und in den Obstgärten wird Feind erkannt. Die Gruppe sitzt ab, geht vor, 1 MG bleibt als Sicherung zurück. Unter Vermeidung der Hauptstraße geht die Gruppe beiderseits, links unter Führung von Lt. Meyer, rechts unter Führung von Ass. Arzt Dr. Bartz vor. Durch dieses Vorgehen werden 30 Russen überrumpelt, entwaffnet und gefangengenommen. Die bei den Rotarmisten aufgefundenen Pferdegespanne werden zum schnelleren Abtransport mitgenommen. Beim weiteren Vorgehen durch den Ort und den Wald westlich Naliwaikowka werden noch weitere 57 Unteroffiziere und Mannschaften, davon 3 Berittene entwaffnet und gefangengenommen.
      In Nishilowitschi wird ein Panzerspähtrupp der Aufklärungs-Abteilung 40 ( 14. Panzer-Division ) bei der Sicherung nach Norden angetroffen. Durch Leutnant Leicht ( Aufklärungs-Abteilung 40 ) wird auf bitte ein leichter Panzerspähwagen zur Verfügung gestellt. Leutnant Meyer und Ass. Arzt Dr. Bartz fahren mit dem Panzerspähwagen vor. Die abgestürzte Maschine wird 15.00 Uhr, 5 km nördlich Nishilowitschi auf einer Lichtung aufgefunden. 200 m westlich der Absturzstelle wird der verwundete Flugzeugführer Leutnant Bergmann, 3. Jagdgeschwader, in einer Dickung gefunden. Ukrainische Einwohner hatten die erste Hilfe geleistet und ihn dort vor roten Truppen versteckt. Nach Kontrolle der Wunde am rechten Unterarm und Schienung des gebrochenen rechten Oberschenkels – Abtransport auf dem Gruppen Lkw, später Übergabe an Sanka der Panzerjäger-Abteilung 13. Alle Geheimsachen und die wertvollen Teile der völlig zu Bruch gegangenen Maschine werden nachhaltig zerstört, die Munition wurde mitgenommen.
      Rückkehr des Spähtrupps und Übergabe der 87 Gefangenen beim Bataillonsgefechtsstand Nebilyza 19.00 Uhr.

      Beute:
      6 l.MG.
      70 Selbstladegewehre (neues Modell)
      10 Pistolen
      200 Handgranaten


      gez: Dr. Bartz
      Assistenz - Arzt


      Text Quelle: NARA Rolle T-315 R641
    • Hallo Rolf,

      Da hast du wirklich einen tollen Bericht gefunden.
      Vor allem das die paar Mann 87 Gefangene gemacht und diese auch noch zurück gebracht haben.

      Gruß Ulf
      --------------------------------------------------------------
      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank