Gab es eine ,,2,2" cm Pak?

    • Gab es eine ,,2,2" cm Pak?

      Hallo,

      beim Lesen des Buches,,Saat in den Sturm" von H. Brunnegger fiel mir auf, dass dort nach seiner Aussage 1943 eine ,,2,2" cm Pak zum Einsatz kam, Diese verschoss Spezialmunition und knackte anstandslos den T 34. Wurde nur von einem Mann getragen und bedient. Da sich das Gerät in der Erptobungsphase befand, musste der Kanonier stets Einsatzberichte schreiben. Von der Konstellation her würde ich erst einmal auf eine Panzerbüchse schließen, doch die gab es mit diesem Kaliber nicht. Im Forum bzw. Internet fand ich dazu nichts greifbares. Ist jemanden mehr dazu bekannt oder irrt sich Brunnegger eher?

      MfG Wirbelwind
    • wirbelwind schrieb:

      beim Lesen des Buches,,Saat in den Sturm" von H. Brunnegger fiel mir auf, dass dort nach seiner Aussage 1943 eine ,,2,2" cm Pak zum Einsatz kam, Diese verschoss Spezialmunition und knackte anstandslos den T 34. Wurde nur von einem Mann getragen und bedient. Da sich das Gerät in der Erptobungsphase befand, musste der Kanonier stets Einsatzberichte schreiben. Von der Konstellation her würde ich erst einmal auf eine Panzerbüchse schließen, doch die gab es mit diesem Kaliber nicht. Im Forum bzw. Internet fand ich dazu nichts greifbares. Ist jemanden mehr dazu bekannt oder irrt sich Brunnegger eher?
      Moin "Wirbelwind",

      Kaliber 2,2 mm ist angesichts der fehlenden Durchschlagskraft durch die üblichen Panzerungen nicht vorstellbar.

      Entweder also ein Druck- oder ein Verständnisfehler. Möglicherweise war hier (angesichts der doppelten Ziffern) die 8,8-cm-Pak gemeint, oder vielleicht (mit der 2 hinter dem Komma) die 4,2-cm-leichte-Pak 41.

      Info zu Pak der Wehrmacht und Waffen-SS u. a. hier.

      Vermutlich weiß Uwe "Schwarzer Mai" darüber mehr (wenn's auch keine Artilleriewaffe war ...)
      Viele Grüße,
      Jürgen

    • Hallo Wirbelwind,

      ich habe mir das auch mal etwas genauer angeschaut mit folgendem Ergebnis:

      - Panzerbüchsen:
      beginnen bei mir mit einem Kaliber von 7,92 mm und enden bei genau 2 cm

      - Panzerabwehrgeschütze
      beginnen bei mir mit einem Kaliber von 2,8 cm und enden bei 12,8 cm

      Ich habe leider nirgends eine Übereinstimmung zu diesem Kaliber gefunden und tendiere daher auch zu einem Schreib- bzw. Übertragungsfehler, sorry.

      Gruß
      Michael

      Wir reden hier zwar über ein Buch aber es geht ja um eine Waffe. Ich habe daher deinen Eintrag entsprechend verschoben.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo,
      erst einmal danke für die Antworten. In dem besagten Buch stand auch, dass es sich um Spezialmunition handelt und das ,,Abschussrohr" gehärtet war, weil das Geschoss eine hohe Geschwindigkeit entwickelte. Anders wäre wohl auch der Erfolg nicht erklärbar, denn Brunnegger schreibt ja, dass es der 8,8 cm Flak nicht mehr bedurfte, um den T 34 zu ,,knacken". Das konnte mit der besagten 2,2 cm Pak problemlos bewältigt werden und dazu wurde nur ein Mann benötigt....

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      ich habe in meinen Büchern auch noch einmal nachgeschlagen. Zu diesem Kaliber ist nicht zu finden, auch bei Beutewaffen nicht. Ich hätte auf Leichtgeschütze getippt, wegen dem Rohr was du meinstest. Aber die fangen bei 7,5 cm Kaliber an. Und als Ein-Mann-Panzerabwehrwaffe würde mir nur die Panzerfaust einfallen. Ansonsten als Raketen würde ich bei den Panzerabwehrwaffen von Flugzeugen ansetzen. Nur die Taifunrakete hat einen Durchmesser von 2 cm.
      Sehr mysteriös. Ich bin gespannt was heraus kommt.

      Horrido

      Daniel
      Suche Infos über die Eisenbahnpioniere und die Eisenbahnentseuchungszüge.
    • wirbelwind schrieb:

      Hallo,
      erst einmal danke für die Antworten. In dem besagten Buch stand auch, dass es sich um Spezialmunition handelt und das ,,Abschussrohr" gehärtet war, weil das Geschoss eine hohe Geschwindigkeit entwickelte. Anders wäre wohl auch der Erfolg nicht erklärbar, denn Brunnegger schreibt ja, dass es der 8,8 cm Flak nicht mehr bedurfte, um den T 34 zu ,,knacken". Das konnte mit der besagten 2,2 cm Pak problemlos bewältigt werden und dazu wurde nur ein Mann benötigt....

      MfG Wirbelwind
      Hi - letztlich passt das alles zur s.Pz.Büchse 41 - Spezialmunition, gehärtetes Rohr aufgrund konischem Lauf und dadurch hoher V0 ...

      flickr.com/photos/theadventurouseye/26409588980

      allein bedienen auch ok, aber allein tragen?

      uwe
    • Hallo,

      lt. Wiki war die besagte schwere Panzerbüchse 41 von einem Mann zu bedienen und wohl auch unter bestimmten Bedingungen von ihm allein zu bewegen. Außerdem wurde für die Fallschirmjäger eine leichtere Lafette entwickelt. Bis dahin scheint alles zu passen. Nur wurde wegen der Spezialmunition (Wolframkern) und die immer stärkeren zu überwindenden Panzerungen des Feindes die Produktion eingestellt. Beginn der Herstellung war 1940. Mal eine gewagte These. Es handelt sich bei der besagten 2,2 cm Pak um eine Weiterentwicklung der s. Pb. 41, die 1943 erprobt wurde. Aus Rohstoffmangel wurde das Projekt dann nicht weiter verfolgt, sondern auf die Entwicklung reaktive Raketengeschosse, wie Panzerfaust oder ,,Ofenrohr" gesetzt, weil eben die russ. Panzergefahr für die dt. Wehrmacht an der Ostfront ein leicht handbares Abwehrmittel ohne Spezialmunition erforderte.

      MfG Wirbelwind
    • Moin zusammen,

      eine Randerinnerung bei diesem panzerbrechenden Thema:

      Ich hatte vor bald 30 Jahren in Frankreich in einem dt.-frz. (Wehr-)Forschungsinstitut in einem Projekt zur Entwicklung sog. Pfeilgeschosse und reaktiver Panzerungen mitgearbeitet. Die Pfeilgeschosse waren eine Art 1,80 m lange "Bleistifte" aus Titan mit Leitwerk, die in normaler Panzerung locker ihre eigene Länge (!) schafften, indem sie beim Auftreffen pilzförmig aufstumpften, mit ihrer Energie das Metall vor sich verflüssigten, es "durchschwammen" und drinnen sich selbst und den gesamten Panzerinhalt mit Mann und Maus zerlegten!
      Panzer mit Panzerungen von 1,80 m und mehr Wandstärke sind natürlich nicht realisier- und einsetzbar. Daher wurde im Gegenzug die sog. reaktive Panzerung in Sandwich-Bauweise entwickelt, die per Sensorik das anfliegende Pfeilgeschoß erkannte und ihm ein Stück Panzerung in einem bestimmten Anstellwinkel entgegensprengte, um es abzulenken und zu zerstören.
      Auf unserer kleinen projektinternen Hausschießanlage haben wir das im Modell mit "Bleistiften" aus einer 10-mm-Kanone getestet und den Ablauf mit Höchstgeschwindigkeitskameras aufgenommen und ausgewertet. Auf den großen Schießständen draußen konnte man sehen, wie sowas 1:1 mit einem Panzer aussah!
      Die Israelis sollen solche Pfeilgeschoß-Systeme damals schon mal auf den Golan-Höhen testweise unter realen Bedingungen eingesetzt haben, unter der Hand natürlich ...
      Viele Grüße,
      Jürgen

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