Tod v. Michael Wittmann

    • Hallo Wirbelwind,

      damit man sich ein etwas besseres Bild von diesen Kämpfen machen kann, setze ich zeitlich etwas früher auf:

      In der Nacht zum 7. August greift die 176th Infantry Brigade der 59th Division nach zweistündigem Trommelfeuer mit Panzerunterstützung an, überschreitet bei Grimbosq und weiter südlich die Steilufer der Orne und bildet zwei Brückenköpfe. Am Morgen des 7. August setzen zwei Panzer-Kompanien bei Le Bas über die Orne, um die Infanterie zu verstärken. Ein Gegenangriff des Füsilier-Bataillons der 271. Infanterie-Division auf den Brückenkopf Grimbosq misslingt.

      Gegen diesen Einbruch setzt das I. SS-Panzer-Korps die Kampfgruppe Wünsche an. Von der SS-Panzer-Abteilung 101 werden die 2. Kompanie und der Flakzug Wünsche unterstellt, nur die 3. Kompanie befindet sich bei der Abteilung.

      Sofort machen sich die Tiger-Besatzungen einsatzbereit und rollen in Richtung Grimbosq. Der Gegner steht mit seinen Sicherungen inzwischen im Foret de Grimbosq, sein Brückenkopf erstreckt sich von Lasseray über Grimbosq bis südlich Brieux.

      Auf dem Marsch greifen 450 feindliche Bomber die Tiger an, 36 werden von der Flak beschädigt, von denen einige nicht mehr nach England zurückkommen.

      Den Wald von Grimbosq säubern die Schützenpanzer des III. (gepanzerten)/26. Um 19.00 Uhr stellen sich die Tiger, Panther und Panzer IV im Süd- und Westteil zum Angriff bereit.

      Die Tiger und Panzer-Grenadiere kommen zunächst gut voran und dringen in Grimbosq und Brieux ein. In schweren Kämpfen werden 28 Feindpanzer vernichtet. Als das feindliche Sperrfeuer zu stark wird graben sich die Grenadiere ein. Trotz starkem feindlichen Artilleriefeuer auf die Tigerpanzer, kommt es zu keinen ernsten Schäden bzw. Ausfällen. Die Tiger setzen zurück und beziehen Lauerstellungen um vordringende Feindpanzer bekämpfen zu können. Einiger Panther der 3./SS-Panzer-Regiment 12 erhalten den Auftrag, Grimbosq und einen Abschnitt am Ortsrand zu sichern. Dazu sollen sie einige noch im Ort sichernde Tiger ablösen.

      Da die Straße sehr schmal ist, müssen zuerst die Tiger herausgezogen werden, bevor die Panther deren Standort erreichen können. Sofort nach dem abziehen der Tiger sind die Engländer mit starken Kräften in Grimbosq eingesickert und haben den Ort zur Hälfte besetzt. Den Panthern schlägt starkes Abwehrfeuer entgegen, dass unter den Panzer-Grenadieren Verluste verursacht.

      In dieser unübersichtlichen Lage erhalten die Panther Befehl, sich mit den Grenadieren bis zum Ortsrand zurückzuziehen. Hier stößt noch ein Tiger zu der Gruppe, der nach einem äußerlich scheinbar wirkungslosen Treffer seinen Standort räumt. Die 3 Panther werden mit einem Hagel aus Spreng-, Nebel- und Pakgranaten überschüttet, können noch einige Pak abschießen und müssen sich dann zurückziehen.

      Quelle: M. Wittmann und die Tiger der LSSAH von P. Agte

      weiteres folgt..........

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Quelle: NARA, KTB Pz.AOK 5

      7.8.1944
      10.20 Uhr:
      Chef I. SS-Pz.Korps meldet, daß der in der Morgenmeldung genannte Einbruch Grimbosq bereinigt werden konnte, der Feind aber nun einen weiteren Bückenkopf bei le Bas gebildet habe.
      11.00 Uhr:
      Oberst Zöller, Chef LXXIV. A.K., meldet, daß der Gegner beim Bois du Mont d' Auere mit Panzern bis zur Straßengabel bei Maison des Champs durchgebrochen sei. Ein Gegenangriff
      durch das Füs.Btl. der 277. I.D. sei im Gange. Bei Höhe 365 habe der Feind seinen Einbruch erweitern können und stieße mit Panzern auf Bois du Roi vor.
      11.35 Uhr:
      Chef meldet dies O.B., der sich zur Zeit beim II. SS-Pz.Korps befindet. General Eberbach befiehlt, bei H.Gr. B sofort Freigabe der 10. SS-Pz.Div. zu beantragen, um die Einbrüche beim
      LXXIV. A.K. zu bereinigen.
      11.50 Uhr:
      General Gause beantragt bei H.Gr. B Freigabe der 10. SS-Pz.Div. für die Armee.
      19.00 Uhr:
      O.B. befiehlt an Kdr. 85. I.D., daß die Zuführung der Div. mit allen Mitteln zu beschleunigen sei.
      19.10 Uhr:
      Chef orientiert Oberslt. v. Kluge über die Lage und beantragt, die im Augenblick noch hinter der HKL des II. Fj.Korps stehenden Teile der 10. SS-Pz.Div. herausziehen zu dürfen, um sie in
      den Raum um Rully zu verlegen. Oberstlt. v. Kluge teilt mit, daß der O.B. West dies bereits genehmigt habe. Chef beantragt nochmals, Wiederunterstellung der 10. SS-Pz.Div. und bittet um
      die Erlaubnis, die Div. im Abschnitt des LXXIV. A.K. zur Abstützung der sehr geschwächten Divisionen diese Korps verwenden zu dürfen.
      21.20 Uhr:
      O.B. orientiert Ia H.Gr. B über die Lage. O.B. schildert die gefährdete Lage, die durch verschiedene Einbrüche in die HKL hervorgerufen ist. Sämtliche Div. haben äusserst starke Verluste.
      O.B. drückt klar aus, daß er die Lage beim LXXIV. A.K. als sehr ernst ansieht, wenn er nicht eine Pz.Div. hinter die Front dieses Korps ziehen kann. Da auch im Raum des I. SS-Pz.Korps
      Panzeransammlungen, vor allem bei Amaye, beobachtet und der fdl. Brückenkopf bei Grimbosq noch nicht bereinigt wurde, kommt ein Wegziehen der 12. SS-Pz.Div. aus dem Bereich des
      I. SS-Pz.Korps nicht in Frage. O.B. bittet daher nochmals dringendst, die 10. SS-Pz.Div. der Armee wieder zur Verfügung zu stellen, da sie die einzige Reserve ist, über die Armee noch verfügt.
      Anschließend orientiert Oberst v. Tempelhoff über die Lage beim AOK 7, insbesondere über den heute Nacht in Richtung Avranches begonnenen Angriff.
      21.40 Uhr:
      (...)

      MfG UHF51
    • Vielen Dank Wirbelwind, da mache ich doch gleich mal weiter. :D

      wirbelwind schrieb:

      Dank an die Adis und Modis, welche sich oft eine Menge Zeit ans Bein binden, um uns Infos zur Verfügung zu stellen
      MfG Wirbelwind

      Am 8. August soll ein erneuter Angriff den feindlichen Brückenkopf eindrücken. Nachdem die Panzer und Grenadiere anfangs zügig vorankommen, schlägt ihnen später massives Artilleriefeuer entgegen, dass sie zum Halten zwingt. Die Grenadiere müssen sich erneut eingraben. Die eigene Artillerie der III./SS-Panzer-Artillerie-Regiment 12 macht sich bereit, um bei dem erwarteten Gegenangriff der Engländer ebenfalls eine Sperrfeuerwand zu legen. Der Feind lässt nicht lange auf sich warten und kommt mit starker Panzer-Unterstützung.

      Aus einem Hohlweg leitet SS-Oberscharführer Heubeck das Feuer der Artillerie. Auf einmal sieht er feindliche Panzer durch die Nebelwand genau auf sich zukommen. Eine Granate schlägt vor seinen Füßen ein und verwundet ihn. Die Lage ist unhaltbar geworden, die Grenadiere sind zum größten Teil ausgefallen. Er lässt sein Funkgerät vernichten und wird in ein nahe gelegenes Haus gebracht. Draußen sieht er die ersten Engländer.

      Plötzlich hört er Panzergeräusche. Seine beiden Funker haben beim Zurückgehen einen Tiger angetroffen und der Besatzung von ihrem verwundeten Oberscharführer berichtet. Der Panzer kann Heubeck hinter einer Nebelwand aufnehmen und ungesehen vom Feind gelingt es ihnen aus der Gefahrenzone zu kommen.

      Die Kämpfe an beiden Tagen erfordern bei der Kampfgruppe Wünsche 122 Ausfälle, 9 Panther gehen verloren. Die Tiger hingegen haben keine Totalausfälle.

      Quelle: M. Wittmann und die Tiger der LSSAH von P. Agte

      weiteres folgt..........

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Moin Michael,

      da Du mehr Hintergrundwisse über Wittmann besitzt, möchte ich ggf. erfahren ob es für ihn resp. die gesamte Pz.Besatzung eine Erstgrablage gab.
      Denn ich fand eine sehr interessante Kartenskizze mit Grabangabe, welche ich durchaus W. zuordnen würde, nur ist hier ein anderer Ort angegeben!

      MfG Uwe
    • UHF51 schrieb:

      Moin Michael,

      da Du mehr Hintergrundwisse über Wittmann besitzt, möchte ich ggf. erfahren ob es für ihn resp. die gesamte Pz.Besatzung eine Erstgrablage gab.
      Denn ich fand eine sehr interessante Kartenskizze mit Grabangabe, welche ich durchaus W. zuordnen würde, nur ist hier ein anderer Ort angegeben!

      MfG Uwe
      Hallo Michael,

      leider Irrtum meinerseits. Es handelt sich um die Grabskizze der Erstgrablage vmtl. von den Folgenden:
      Gen.Maj. Sigismund-Hellmuth Ritter und Edler von Dawans,
      Maj. i.G. Hugo Burgsthaler,
      Maj. i.G. v. Waldow,
      Rittm. Herbert Kühl und
      Rittm. Buchheim.

      MfG Uwe

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von UHF51 ()

    • Nachtrag:

      Beiderseits der Straße ist die LSSAH von der 89. Infanterie-Division abgelöst worden. Am 7. August beginnen die Bombardierungen der Dörfer entlang des Vormarschweges. Eine halbe Stunde danach, um 23.30 Uhr greifen die Panzer- und Infanterieverbände des Gegners ostwärts der Nationalstraße Caen-Falaise an. Hier gehen Teile der 51st Highland Division und der 33rd British Armoured Division vor, während westlich der Straße die 2nd Canadian Infantrymit der 2nd Canadian Armoured Division angreifen.

      Ab 23.45 Uhr legen 360 Geschütze eine Feuerwalze in 3,7 km Breite beiderseits der Nationalstraße. Im Laufe der Nacht wird im Angriffsstreifen der 51st Highland Division Garcelles, St. Aignan und Cramesnil eingenommen. Am Morgen der 8. sind die Waldstücke südlich St. Aignan besetzt. Ein Angriff auf La Hogue kann von der 272. Infanterie-Division abgeschlagen werden. Die Höhe 75 westlich Secqueville kann hingegen nicht gehalten werden und geht ebenso wie der Wald ostwärts Secqueville verloren. Von St. Aignan nach Conteville und Pussy vorgetragene Angriffe werden unter großen Verlusten für den Feind abgeschlagen.

      An diesem Morgen stehen die Angreifer nahezu überall in den von ihnen vorgesehenen Zielpunkten. Lediglich der linke Flügel liegt noch zurück. Durch die bisher vorgenommenen Angriffsvorbereitungen durch Bomber, Artillerie und mehr als 600 Panzer bahnt sich ein bedrohlicher Durchbruch der dt. Linien an.

      Quelle: siehe oben

      weiteres folgt..........

      Gruß
      Michael
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    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      warte jedes Mal auf die Fortsetzung Deiner Berichte, weil ich wie gesagt das Buch von Agte mangels ausreichender Englischkenntnisse nicht lesen kann und dort wohl ausgiebig die Vorgeschichte und die Todesumstände von Wittmann beschrieben werden. bisher für mich sehr interessant.
      du kannst versichert sein, dass ich die betr. Inhalte nach und nach einstellen werde. Das rausarbeiten ist nur leider sehr zeitintensiv und ich habe ja auch noch weitere Großbaustellen.

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      Sofort werden die noch nicht eingesetzten Teile der 12. SS-Panzer-Division und mit ihr die SS-Panzer-Abteilung 101 gegen den Feind angesetzt. Wittmann hat zu diesem Zeitpunkt lediglich 8 Tiger zur Verfügung, da die 2. Kompanie noch im Kampf gegen den britischen Brückenkopf bei Grimbosq mit ca. 5 Panzern eingesetzt ist.

      Zusätzlich sollen noch die Divisions- und Korpsbegleit-Kompanie, 39 Panzer IV der II./SS-Panzer-Regiment 12, 10 Jagdpanzer der 1./SS-Panzerjäger-Abteilung 12, die Kampfgruppe Waldmüller, 3 Artillerie-Abteilungen sowie die SS-Werfer-Abteilung 12 zum Einsatz kommen.

      Im Abschnitt des I. SS-Panzer-Korps kämpfen noch Teile des III. Flak-Korps und das Werfer-Regiment 83. Mit diesen unzureichenden Kräften soll der bevorstehende Angriff abgeschlagen werden. Der Divisions-Kommandeur der 12. SS-Panzer-Division, SS-Oberführer Kurt Meyer fährt am Morgen der 8. August an den bedrohten Frontabschnitt, um sich über die Lage zu informieren. Angesichts des Geländes wird ihm klar, dass er den bevorstehenden Angriff nur hinter dem Laison-Abschnitt und beiderseits Potigny aufhalten kann. Zudem ist die 85. Infanterie-Division im Anmarsch, kann aber noch nicht an diesem Tag im Einbruchsraum sein. Also kommt es jetzt darauf an, den Feind sofort aufzuhalten, um Zeit zu gewinnen.

      Meyer hält persönlich zurückgehende Soldaten der 89. Infanterie-Division auf und organisiert die Verteidigung von Cintheaux, unmittelbar an der Nationalstraße.

      In Urville bespricht er mit General Eberbach, dem OB der 5. Panzer-Armee, den geplanten Gegenangriff. Meyer will mit der Kampfgruppe Waldmüller und der II./SS-Panzer-Regiment 12 die Höhen südlich St. Aignan nehmen. Rechts neben der Kampfgruppe soll die Korpsbegleit-Kompanie angreifen, die Divisionsbegleit-Kompanie HJ und die 1. Panzerjäger-Kompanie gehen über Estrees vor und nehmen die Höhe westlich St. Sylvain. Die Panzer der Kampfgruppe Wünsche (hierbei befinden sich die Tiger der 2. Kompanie) sollen den Angriff bei Grimbosq im Laufe des Tages abbrechen und neue Stellungen westlich und nordwestlich Potigny beziehen und die Enge zwischen Laize und Laision verteidigen.

      Quelle: siehe oben

      weiteres folgt..........

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      Bei der Tiger-Abteilung 101 befindet sich die 2. Kompanie noch im Raum Grimbosq, während die 3. Kompanie bei Cintheaux links der Nationalstraße 158 Caen-Falaise in Bereitschaft liegt. Dieser Tag ist mit einer Verkettung unglücklicher Zusammenhänge verbunden. Den Beginn macht gegen Morgen SS-Hauptsturmführer Heurich, der ohne von Wittmann einen entsprechenden Befehl erhalten zu haben, mit dem Wagen seiner 3. Kompanie nach Norden, in Richtung Caen vorrollt.

      Der Ordonanzoffizier der Abteilung, SS-Hauptscharführer Höflinger fährt daraufhin zu Heurich und lässt seine Panzer stoppen mit der Weisung auf weitere Befehle zu warten.

      Wittmann fährt mit Dr. Rabe gegen 7.00 Uhr erst zum Stab und danach zur 3. Kompanie. Gegen 11.00 Uhr trifft Wittmann in Cintheaux ein. Dort befinden sich die Tiger von SS-Untersturmführer Iriohn, SS-Hauptsturmführer Heurich, SS-Oberscharführer v. Westernhagen sowie SS-Oberscharführer Kisters (alle 3. Kompanie).

      Dazu kommen noch die Panzer von SS-Untersturmführer Dollinger, SS-Hauptscharführer Höflinger und SS-Unterscharführer Blase (ebenfalls alle 3. Kompanie). Wittmann stehen zu diesem Zeitpunkt insgesamt 8 Tiger für den bevorstehenden Angriff zur Verfügung.

      Quelle: siehe oben

      weiteres folgt..........

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      SS-Oberführer Meyer berichtet:

      Die Tiger von Wittmann stehen bereits ostwärts Cintheaux hinter einer Hecke. Der Ort liegt unter Artilleriefeuer, während das offene Gelände ziemlich feuerfrei ist. Vom Nordrand der Ortschaft erkennen wir nördlich der Straße nach Bretteville-sur-Laize dichte Panzerkolonnen. Die Panzer stehen rudelweise zusammen. Ein vergleichbares Bild bietet sich südlich Garcelles und am Waldrand südostwärts der Ortschaft. Warum greifen die Panzer nicht weiter an? Warum gibt die kanadische Führung uns Zeit und damit die Gelegenheit, Gegenmaßnahmen einzuleiten?

      Vor allen Dingen fehlen die Jagdbomber. Allein der Einsatz dieser Waffe würde vermutlich die Reste der 12. SS-Panzer-Division verbluten lassen und den Durchbruch des feindlichen Korps durch unsere Linien ermöglichen.

      Fest steht, dass diese Panzerkräfte keinen Angriff mehr fahren dürfen. Wir müssen versuchen, die Initiative zu ergreifen. Ich entschließe mich, die Ortschaft Cintheaux mit den bereits dort eingesetzten Kräften zu verteidigen, ostwärts der Straße mit allen zur Verfügung stehenden Soldaten anzugreifen und so das Konzept des Feindes durcheinander zu bringen. Als Angriffsziel bestimme ich den Wald südostwärts Garcelles. Da südlich Cintheaux ein riesiger Steinbruch einen Panzerangriff unwahrscheinlich macht, hege ich dort keine Befürchtungen. Wir müssen den Angriff wagen, um Zeit für den Laison-Abschnitt zu gewinnen. Der Angriff wird auf 12.30 Uhr festgesetzt.

      Quelle: siehe oben

      weiteres folgt..........

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      Nach langen schreiben sind wir jetzt endlich an der eigentlichen Beschreibung der Kampfhandlungen vom 8. August angekommen. Bevor ich aber damit beginne, noch ein paar Worte zur Beschaffenheit des Geländes, damit man eine etwas bessere Vorstellung dazu bekommen kann.

      Die Nationalstraße ist links und rechts von flachen Ackerflächen gesäumt. Südlich St. Aignan-de-Cramesnil befindet sich ein ca. 6 Hektar großer Obstgraten und etwa 250 Meter südlich des Ortes beginnt ein schmaler Waldstreifen, der sich parallel zur Nationalstraße nach Süden hin erstreckt. St. Aignan ist zugleich in nördlicher Richtung die Sichtgrenze des Horizontes.

      Quelle: siehe oben

      weiteres folgt..........

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      SS-Hauptscharführer Höflinger hält wenige Wochen später die Ereignisse dieses Tages fest:

      Am Morgen dieses Tages wurde ich überraschender Weise früh geweckt. Der Grund war, dass die Kompanie von Heurich ohne Befehl des Kommandeurs ihren Unterkunftsraum verließ und auf der Straße nach Caen marschierte.

      Wittmann wollte sofort wissen, was passiert war. Deshalb mußte ich schnellstens die Kompanie einholen und mich nach dem Auftrag erkundigen. Nach dem ich dies erledigt hatte, erstatte ich ihm umgehend Bericht. Im Anschluss erteilte er mir den Befehl, die beiden Stabskampfwagen an den Einsatzort der Kompanie Heurich zu führen. Nach entsprechender Veranlassung fuhr ich in meinem Schwimmwagen zurück zu Wittmann und machte Meldung.

      Anschließend fuhren wir zusammen (er im Volkswagen und ich im Schwimmwagen) zum Gefechtsstand Meyer um an einer Lagebesprechung teilzunehmen. Nach der Besprechung überlegten wir, ob wir den Angriff mitfahren sollten oder nicht.

      Im Beisein des Nachrichtenoffiziers der Abteilung, Untersturmführer Dollinger sagte Wittmann zu mir:

      Ich muß mit, denn Heurich schafft es kaum!

      Hintergrund dazu war, dass er an diesem Tag seinen ersten Einsatz fahren würde und eben das erschien Wittmann zu gefährlich. Nach einigen Stunden fuhren wir wieder zurück zu den Panzern, welche direkt auf der Straße standen. Nach einigem warten stiegen wir ein und schickten unsere Wagen gegen Fliegersicht in Deckung.


      Quelle: siehe oben

      weiteres folgt..........

      Gruß
      Michael
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    • Moin zusammen,

      wirbelwind schrieb:

      habe Deinen letzten Beitrag gelesen. Was mich wundert, dass eine ganze Kompanie ausrückt, ohne Befehl des Kommandeurs.
      also ich finde das auch ziemlich merkwürdig. Gibt es denn dazu noch mehr Informationen? Was mich auch wundert ist dieser Satz:

      Wehrmachtlexikon schrieb:

      Deshalb mußte ich schnellstens die Kompanie einholen und mich nach dem Auftrag erkundigen. Nach dem ich dies erledigt hatte, erstatte ich ihm umgehend Bericht.
      Ist denn da auch zu lesen was der Grund dafür war?

      Beste Grüße
      Robert
    • Hallo zusammen,

      also merkwürdig finde ich dieses Verhalten natürlich auch aber im Krieg war nunmal alles möglich. Den genauen Hintergrund dazu werden wir wohl nicht mehr erfahren können.

      wirbelwind schrieb:

      Was mich wundert, dass eine ganze Kompanie ausrückt, ohne Befehl des Kommandeurs. War das üblich zu dieser Zeit, denn von einem Notfall, wo ganz schnell gehandelt werden mußte, habe ich in diesem Fall bisher nichts gelesen.
      EInen entsprechenden Hinweis konnte ich dazu bisher nicht finden aber ich werde nochmal für Euch genauer nachlesen.

      Danzig schrieb:

      Ist denn da auch zu lesen was der Grund dafür war?
      Gruß
      Michael
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    • Hallo zusammen,

      möglich das dieser Heurich auf eigene Faust gehandelt hat weil er die Flöhe hat husten gehört. Micha schrieb ja das dies sein erster Einsatz an diesem Tag war.

      Gruß Ulf
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