Tod v. Michael Wittmann

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    • Tod v. Michael Wittmann

      Hallo,
      auch wenn bereits schon einiges zu den Umständen des Todes von M. Wittmann mitgeteilt wurde, bspw. gibt es ja bereits eine Dokumentation im Wehrmachtslexikon, so sind die näheren Umstände, unter denen Wittmann und seine Besatzung ums Leben kamen, für mich nicht klar. Nachgewiesen wurde, dass durch Panzerbeschuss der Tiger 007 expoldierte. War es nur ein einzelner Panzer, der sozusagen mit einem ,,Lucky Shot" Wittmanns Tiger zu Strecke brachte oder fuhr er in eine getarnte Stellung kanadischer Panzer, was ihm zum Verhängnis wurde? Jedenfalls trifft nicht zu, dass er und seine Männer durch Jabobeschuss ums Leben kamen, wie auch kolportiert wurde.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo zusammen,

      wie den meisten von Euch bekannt ist, habe ich mich vor einigen Jahren intensiv mit diesem Thema befasst. Eine 100% Klärung gibt es aber meiner Meinung nach dazu nicht, obwohl schon so viele Leute dazu Bücher und Berichte verfasst haben. Ich kann aber gerne mal die aus meiner Sicht letzten bzw. aktuellsten Informationen raussuchen und hier einstellen.

      Gruß
      Michael

      PS: Ich verschiebe dieses Thema mal in das Personenregister.
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo,

      besagte Doku habe ich auch gesehen. Recht interessant. Kleiner Wermutstropfen, meine Englischkenntnisse sind so rudimentär, dass ich mir deshalb nur wenig erschließen konnte. Die Herleitung vom Abschuß des Witmannschen Panzers schien mir stimmig zu sein. Letztendlich wars wohl ein kanadischer Panzer und keine Pak.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo zusammen,

      ja das mit der Doku ist leider etwas ungünstig aber in deutsch habe ich die auch noch nicht gesehen. Ich habe noch eine Ausgabe vom Freiwilligen aus 2012 wo dieses Thema ebenfalls behandelt wird. Habs mir gerade mal angeschaut aber ich mußte leider feststellen, dass in diesem Bericht über Wittmann dieser Punkt ebenfalls offengelassen wird.

      So ist das nunmal :(

      Die Suche nach Hinweisen geht weiter...........

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo,
      die Frage ist doch auch, wann diese Doku gedreht wurde. Inwieweit noch neuere Erkenntnisse zum Tod von M. Wiitmann und seiner Besatzung zu erwarten sind, kann ich nicht beurteilen. Zeitzeugen wird es kaum noch geben, obwohl ja Wittmann mit seinem Panzer nicht alleine fuhr, sondern mit ihm lt. Doku noch 3 andere Panzer. Die müßten doch etwas mitbekommen haben, wie der Tiger 007 von Wittmann abgeschossen wurde. Vielleicht gibt es von diesen Leuten schriftliche Hinterlassenschaften darüber. Es müssen ja auch welche die toten Besatzungsmitglieder aus dem zerstörten Panzer gezogen und gleich im Umfeld beerdigt haben,

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      es ist kaum zu erwarten, dass es zu diesen Ereignissen noch neue Informationen geben wird. Es könnte lediglich sein, dass das vorhandene Material besser ausgewertet werden kann. So war es ja zum Beispiel auch bei Manfred von Richthofen.

      wirbelwind schrieb:

      die Frage ist doch auch, wann diese Doku gedreht wurde.
      Die Doku scheint wohl von 2009 bzw.2010 zu sein. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie zumindest bei Itunes eingestellt.

      wirbelwind schrieb:

      Zeitzeugen wird es kaum noch geben, obwohl ja Wittmann mit seinem Panzer nicht alleine fuhr, sondern mit ihm lt. Doku noch 3 andere Panzer. Die müßten doch etwas mitbekommen haben, wie der Tiger 007 von Wittmann abgeschossen wurde.
      Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Besatzungen der anderen Panzer die Zeit hatten um das genau bestimmen zu können. SS-Hauptscharführer Hans Höflinger hatte nach den Kämpfen ledglich die folgende Skizze erstellt:

      wehrmachtlexikon.de/archiv2/details.php?image_id=303

      sowie die letzten Funksprüche notiert:

      wehrmachtlexikon.de/archiv2/details.php?image_id=304

      wirbelwind schrieb:

      Es müssen ja auch welche die toten Besatzungsmitglieder aus dem zerstörten Panzer gezogen und gleich im Umfeld beerdigt haben,
      "Ich erinnere mich sehr gut", erzählt der Landwirt Paul S. Er war 1944 dort. Um genauer zu sein, Ende August 1944, "denn im Juli sind wir in Richtung Trun evakuiert worden, um der drohenden Schlacht auszuweichen." Bei der Rückkehr am 22. August hat er sofort unter den anderen diesen "Tiger" bemerkt, dessen Turm zerstört war. "Ich habe ihn sogar gleich selbst fotografiert." Aber es war keine Spur mehr von den fünf Mann der Besatzung zu finden. Die Kanadier oder die Engländer hatten sie an Ort und Stelle beerdigt.

      Quelle: wehrmacht-lexikon.de/waffen-SS…ann/presse/nkbericht1.php

      Gruß
      Michael

      PS: Dieses Thema wurde auch schon einmal im PA ausgiebig behandelt:
      forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=2787
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    • Hallo Micha,
      Deine zur Verfügung gestellten Links bzw. Verweise brachten für mich einige Hinweise zur Person Wittmanns und zu seinen Handlungen in V.-B. sowie zu seiner Todesfahrt. Im Panzerforum gingen die Meinungen zu seiner Person, seiner Handlungsweise auseinander. Kann jeder, der es will, dank Micha selbst nachlesen. Für mich war es schon sehr riskant, wie er seinen letzten Angriff gefahren hat. Gerade weil er als umsichtig und erfahren galt. Zumal ich bisher nicht erlesen konnte, mit welcher Befugnis er die Kommandogewalt inne hatte. Seine Kommandierung zur Panzerschule Fallingbostel besaß er wohl zu diesem Zeitpunkt schon.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo Wirbelwind,

      wirbelwind schrieb:

      Gerade weil er als umsichtig und erfahren galt.
      Ich konnte ja damals zahlreiche Gespräche mit seiner Witwe führen, die das m.E. nach bestätigen würden. Dennoch glaube ich, dass er mit der Zeit immer risikofreudiger wurde. Seine Vorgehensweise bei Villers Bocage war ja auch nicht gerade sehr umsichtig.

      Bei der Truppe wurde er sogar noch relativ lange als vermisst geführt, was das beigefügte Fernschreiben belegt.

      Quelle: Archiv

      Gruß
      Michael
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      Hallo Michael,

      Respekt in bezug auf die geführten Gespräche mit der Witwe von M. Wittmann. Mich wundert es schon ein wenig, dass die anderen, den besagten Angriff mitfahrenden dt. Panzer nichts vom Abschuß des Tigers 007 mitbekommen haben. Natürlich besteht immer die Möglichkeit, dass die Besatzung ausbooten kann, sobald ihr Panzer abgeschossen wird. Klar scheint, dass nach dem Abschuß der ausbrechende Brand die Munition in 007 zu Explosion brachte und den Turm damit von der Wanne absprengte. Warum M. Wittmann diesen riskanten Angriff fuhr, darüber kann ich nur spekulieren. Vielleicht nahm er an, dass keiner mit einem derartigen Angriff rechnete oder er als erfahrener Panzerkommandant die anderen nur mitreißen müsse, um wenigstens eine gewisse Siegchance zu haben....
      Bei bekannten, hochdekorierten Soldaten/Offizieren griff die Wehrmachtsführung nicht so selten zu den Kniff, Besagte nicht sofort als gefallen zu melden, sondern als vermißt/überfällig. Denke da an die U-Boot-Kommandanten Prien und schepke, die ja auch Kriegshelden waren, bis sie fielen.
      MfG Wirbelwind
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      Hallo zusammen,

      ja ich habe die Witwe vor einigen Jahren durch Zufall gefunden bzw. kennengelernt. Angefangen hatte das durch den Kauf des Buches über Wittmann und die Tiger der LAH von P. Atge. Dort habe ich durch Zufall etwas über ihren Wohnort gelesen und festgestellt, dass es sich hier um einen Nachbarort von mir gehandelt hat.

      Sie war zwar verzogen aber der Schwager von Wittmann lebte noch dort. Er hat mir dann die Möglichkeit eröffnet die Witwe direkt kennen zu lernen. Wir haben eigentlich über recht viele Jahre den Kontakt aufrecht erhalten.

      Was mich immer besonders faziniert hat war der Punkt, dass sie noch über so viel Erinnerungen und vorallem auch Material verfügte.

      Dieses Thema hat wohl auch so ziemlich ihr ganzes Leben beeinflußt. Das war zumindest mein Eindruck. Die Frage alller Fragen konnte sie aber auch nicht beantworten.

      wirbelwind schrieb:

      Mich wundert es schon ein wenig, dass die anderen, den besagten Angriff mitfahrenden dt. Panzer nichts vom Abschuß des Tigers 007 mitbekommen haben. Natürlich besteht immer die Möglichkeit, dass die Besatzung ausbooten kann, sobald ihr Panzer abgeschossen wird. Klar scheint, dass nach dem Abschuß der ausbrechende Brand die Munition in 007 zu Explosion brachte und den Turm damit von der Wanne absprengte. Warum M. Wittmann diesen riskanten Angriff fuhr, darüber kann ich nur spekulieren. Vielleicht nahm er an, dass keiner mit einem derartigen Angriff rechnete oder er als erfahrener Panzerkommandant die anderen nur mitreißen müsse, um wenigstens eine gewisse Siegchance zu haben....
      Wenn überhaupt könnte hier nur noch der Gefechtsbericht weiterhelfen aber ich bezweifel ernsthaft, dass dieser den Krieg überstanden hat. Wenn es diesen noch geben würde, hätte Herr Agte diesen wohl schon vor langer Zeit in seinem Buch veröffentlicht.

      wirbelwind schrieb:

      Bei bekannten, hochdekorierten Soldaten/Offizieren griff die Wehrmachtsführung nicht so selten zu den Kniff, Besagte nicht sofort als gefallen zu melden, sondern als vermißt/überfällig. Denke da an die U-Boot-Kommandanten Prien und schepke, die ja auch Kriegshelden waren, bis sie fielen.
      Eine derartige Vorgehensweise ist mir ebenfalls bekannt. Was ich aber nicht so richtig verstehe ist der Punkt, dass es anscheinend auch innerhalb der Truppe keine andere Information dazu gab.

      Ich unterscheide hier zwischen einer internen und einer externen Information aber das ist nur meine Meinung.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
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      Hallo Michael,

      kann mir gut vorstellen, dass die Witwe von M. Wittmann zeitlebens darüber gegrübelt hat, was ihren Mann bewog, den Panzerangriff zu fahren, bei welchen er den Tod fand. So recht können wir uns ja auch keinen Reim darauf machen. Auch möchte ich M. Wittmann keinesfalls unterstellen, dass er lebensmüde war und sozusagen ,,heldenhaft" im Kampf fallen wollte.Bei anderen war es leider so. Mich würde interessieren, ob Frau Wittmann bspw. andere Kenntnisse hatte, die Herrn Agte nicht zur Verfügung standen. Wie ist überhaupt das Buch geschrieben? Ist der Autor streng nach den gesicherten Fakten vorgegangen oder bewegt sich vieles im spekulativen Bereich? Wenn ich an das Buch von Kurowski über K. Knispel denke, bereue ich heute noch dessen Kauf.Was hat es übrigens mit der erwähnten Kömmandierung Wittmanns an die Panzerschule Fallingbostel auf sich?
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      Moin,

      zu Fallingbostel findet man dies:

      forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=11079

      Außerdem wurden hochdekorierte Pz.Kommandanten gerne für einige Tage zur Erholung an die Schulen kommandiert;
      d.h., es muß nicht zwingend mit der neuen Technik zusammenhängen. Sie hielten dort zumeist Vorträge über ihre
      erfolgreichen Einsätze.

      MfG UHF51

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von UHF51 ()

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      Hallo Wirbelwind,

      dass sind aber vielen Fragen :) Ich sehe schon, dass wir zur Aufarbeitung dieses Themas wohl noch ein paar Wochen brauchen werden.

      wirbelwind schrieb:

      Mich würde interessieren, ob Frau Wittmann bspw. andere Kenntnisse hatte, die Herrn Agte nicht zur Verfügung standen.
      Das glaube ich nicht weil ich beide kennengelernt habe bzw. auch vieles zur Entstehung des Buches usw. erfahren habe.

      wirbelwind schrieb:

      Wie ist überhaupt das Buch geschrieben? Ist der Autor streng nach den gesicherten Fakten vorgegangen oder bewegt sich vieles im spekulativen Bereich? Wenn ich an das Buch von Kurowski über K. Knispel denke, bereue ich heute noch dessen Kauf.
      Dieses Buch kannst du wirklich nicht mit dem von Knispel vergleichen. Herr Agte hat m.E. nach auf jeden Fall versucht alle verfügbaren Informationen zusammenzutragen. Zudem hat er (wenn ich mich richtig erinnere) auch viele ehemalige Angehörige der Panzerabteilung nach dem Krieg persönlich befragt bzw. aufgesucht usw.

      Zu dieser Einheit ist dieses Buch auf jeden Fall als Standardnachschlagewerk anzusehen. Worüber ich etwas unglücklich bin ist der Aufbau bzw. die Gliederung der Inhalte. Ich finde es oftmals sehr unübersichtlich wenn man schnell an gewisse Informationen kommen möchte. Genau dieses Problem habe ich nämlich im Moment gerade wieder, um deine nächste Frage beantworten zu können. :mad:

      Über die eigentliche Schreibweise bzw. das was da hintersteht gibt es ja bereits eine recht eindeutige Meinung auf die ich hier aber nicht weiter eingehen möchte. Dazu sollte sich jeder sein eigenes Bild machen. Zudem habe ich an solchen Themen kein Interesse bzw. es steht entgegen meiner eigenen Forenregeln.

      Gruß
      Michael

      PS: Das verwendete Bildmaterial ist wirklich Klasse und sucht seines gleichen.
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
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      Nachtrag: Ich werde mal den Versuch unternehmen die wirklich interessanten Informationen zum Tod von Wittmann aus diesem Buch rauszuarbeiten und hier einzustellen. Oftmals sind es nur Fragmente die aber nachher ein vieleicht doch relativ klares Bild ergeben könnten. :)

      Gruß
      Michael

      PS: Zumindest wird es mehr sein, als das was bisher im I-Net zu finden ist.
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
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      Hallo Micha,

      das wäre schön, wenn Du die vorhandenen Fakten über den Tod von M. Wittmann aus dem besagten Buch von P. Agte ins Forum stellen könntest. Mir ist es bisher nicht gelungen, eine dt. Übersetzung zu diesem Buch zu finden. Mit meinen wenigen Englisch-Kenntnissen brauche ich das garnicht erst probieren. Endet eh im Fiasko. ;(
      UHF51, der Beitrag zur Panzerschule Fallingbostel ist insofern für mich auch interessant, weil es da auch um das Nachtsichtgerät ,,Uhu" geht. Leider geht aus diesem Beitrag nicht hervor, was es mit der Kommandierung Wittmanns an diese Schule auf sich hatte,. Vielleicht befinden sich ja in Deinen umfangreichen Unterlagen noch irgendwelche hinweise dazu.
      MfG Wirbelwind

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wirbelwind ()