Gefechtsbericht Lehr- Regiment "Brandenburg" z.b.V. 800

    • Hallo zusammen,

      hier habe ich noch eine Aufstellung von Ritterkreuz Trägern der Division Brandenburg gefunden.
      Hier ist auch Leutnant (Major) Lau aufgeführt der am 9.12.1942 als Leutnant d. R. Zugführer 5./Lehr- Regiment z.b.V. 800 "Brandenburg" das Ritterkreuz erhielt. Also 2,5 Monate nach der Einnahme der Beiden Brücken. Ich vermute das er es für diese Tat erhielt, dies würde insofern passen da ja sein Auftrag nur der Eisenbahnbrücke galt und selbständig die Entscheidung traf die Straßenbrücke zu nehmen. Meines wissens nach kann solch eine Tat Vorausetzung für die Verleihung des Ritterkreuzes sein.

      Quelle:
      das-ritterkreuz.de/index_themen.php?modul=brandenburger

      und hier noch eine Zusammenfassung zur Division

      divbmultigamingclan.de.tl/Geschichte.htm


      Gruß Ulf
    • PzPiKp420 schrieb:

      Hallo zusammen,

      hier habe ich noch eine Aufstellung von Ritterkreuz Trägern der Division Brandenburg gefunden.
      Hier ist auch Leutnant (Major) Lau aufgeführt der am 9.12.1942 als Leutnant d. R. Zugführer 5./Lehr- Regiment z.b.V. 800 "Brandenburg" das Ritterkreuz erhielt. Also 2,5 Monate nach der Einnahme der Beiden Brücken. Ich vermute das er es für diese Tat erhielt, dies würde insofern passen da ja sein Auftrag nur der Eisenbahnbrücke galt und selbständig die Entscheidung traf die Straßenbrücke zu nehmen. Meines wissens nach kann solch eine Tat Vorausetzung für die Verleihung des Ritterkreuzes sein.

      Quelle:
      das-ritterkreuz.de/index_themen.php?modul=brandenburger

      und hier noch eine Zusammenfassung zur Division

      divbmultigamingclan.de.tl/Geschichte.htm


      Gruß Ulf
      Moin,

      Siehe:
      (...)
      LANGBEHN Georg, Ogefr., ab 3/43 III./804 (Abt. v. Koenen), zuvor 803 (*1.2.13)
      LAPPAN Otto, Sold., 10. Bttr. IV./Pz.Art.Rgt. Div. Brandenburg (*27.5.10 Berlin • vermisst 4/45 Weißwasser)
      LATH Franz, Jg., 2./I./4. Rgt. Brandenburg
      LAU Werner, Lt., Zugfhr. 5./Lehr-Rgt. Brandenburg z.b.V. 800, sp. (4/43) als Oblt. Fhr. 6. Kp. 4. Rgt. Brandenburg, RK
      LAUBSCHER Heinrich, Gefr., 3./Pz.Aufkl.Abt. Div. Brandenburg (*18.5.24 Neidenfels • vermisst 1/45 Ostpreußen)
      LAVERICK Johann, Lt. d.R., Heimatstab Brdbg. ab 1.11.44, RDA: 1.4.44 / WBK: Mettmann
      LECKEBUSCH Wolfgang, Lt. d.R., Fhr. Pi.Kp., 2. Jg.Rgt. Brdbg. ab 20.10.44, RDA: 1.10.42 / WBK: Berlin VIII / FTT: Kf.Abt. 3
      --------------------(*2.8.15) EK I, OM
      (...)

      Quelle: Meine Namesliste

      MfG UHF51

      EDIT: Noch 2 Dokumente - Quelle: NARA - man beachte den Zeitpunkt!
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    • Moin,

      im Nov. 1944 wurde die Div. umgegliedert.
      Der neue Div.Stab nach Beendigung der Umgliederung, am 10. Jan. 1945, sah in etwa so aus:

      Gen.Maj. SCHULTE-HEUTHAUS, Hermann
      Ia: Obersteutnant i.G. Dr. jur. ERASMUS, Johannes
      Ib: Major i.G. SPAETER, Helmuth
      IIb: Hauptmann WITAUSCHEK, Major i.G. VOLKMAR
      Div.Adjutant: Hauptmann LAU, Werner

      MfG UHF51
    • Neu

      Guten Abend,

      entschuldigt das ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich hatte andere Verpflichtungen.

      Also hier der versprochene dritte Bericht.
      Im Anschluß stelle ich auch die Skizen der Anlagen ein.

      Einen schönen Abend
      Rolf

      Ps: Werte Moderatoren könntet ihr die Anlage Skizen entsprechen zu den bereits geschriebenen Texten zuordnen? Vielen Dank.
      Quelle: NARA

      Seuberlich, Leutnant
      5./ Lehr- Regiment „Brandenburg“
      z.b.V. 800 Gefechtsstand, den 24.9.1942


      Gefechtsbericht vom Einsatz
      gegen Terek- Brücke westlich
      Terek am 21. September 1942.

      Feindlage:
      Ostufer des Terek westlich von Dorf Terek in russischer Hand. Vorderste Sicherung 500m westlich Ortsausgang Terek. Über Stärke und Stellung des Feindes nichts bekannt.

      Eigene Lage:
      II./ Panzer Grenadier Regiment 66 erreichte in den Abendstunden des 20.9. 1942 Dorf Terek und besetzte es. Am Westausgang sichert 7./ Panzer Grenadier Regiment 66, verstärkt durch eine Panzerkompanie unter Führung von Oberleutnant Moll und hat den Auftrag das Ostufer des Terek vom Feinde zu säubern und Teile 5./ Lehr- Regiment „Brandenburg“ nach Durchführung des Auftrages zu entsetzen.

      Eigener Auftrag:
      1. Die Sprengung der Terekbrücke westlich von Dorf Terek durch Zerschneiden der Zündleitungen zu verhindern.
      2. Zugeteilter Pioniertrupp unter Führung Leutnant Becherer sprengt kleinen Teil der Brücke, um Übersetzen größerer russischer Verbände ans Ostufer zu verhindern.
      3. Ostende der Brücke bis zum Eintreffen des Entsatzes zu sichern.
      Gedachter Verlauf:
      Stoßtrupp Leutnant Seuberlich setzt sich zusammen aus:
      1 Schützengruppe, 1 Pioniergruppe, 1 S.MG Gruppe, 1 Pioniertrupp, 7 V- Leuten, 2 Letten und 2 Volksdeutschen. Der Stoßtrupp geht in Volltarnung vor.
      Außerdem stoßen zur Kampfgruppe Hauptmann Rosenberg 3 Gruppen 5./ Lehr- Regiment „Brandenburg“ um bei Annäherung die Erkennung zu erleichtern.
      Führung des Stoßtrupps: Leutnant Seuberlich. Führung der Entsatzgruppen: Leutnant Lau.
      Der Stoßtrupp setzt sich in Volltarnung von den ersten Linien, in folgender Gliederung ab: 1 Gruppe mit Leutnant Seuberlich an der Spitze, in Abständen von ca. je 20m, 3 Panjefahrzeuge beladen mit MG`s, Sprengladung und Verwundeten. Eine Scheinbare Unordnung soll den Eindruck einer vor dem Feind zurückweichenden Truppe erwecken. Der Stoßtrupp geht nach Süden ausholend hinter die ersten feindlichen Sicherungen und Stellungen vor, und gelangt dann nach Nordwesten einschwenkend auf die Straße Dorf Terek – Terekbrücke – Alexandrowskoje.
      Auf der Straße versucht der Stoßtrupp unter Ausnutzung der Tarnung durch die nicht bekannten feindlichen Stellungen an das diesseitige Brückenende zu gelangen. Dort verwickeln die V- Leute die feindliche Sicherung in Gespräche, während zu gleicher Zeit die Pioniergruppen die Zündleitungen unauffällig durchschneidet und der Pioniertrupp mittels eigener Ladung die Brücke soweit zerstört, das ein Übersetzen größerer feindlicher Kampfeinheiten vom West ans Ostufer nicht möglich ist. Die Schützen- S.MG und Pioniergruppe überfallen sodann die Posten und bilden unter Ausnutzung der Überraschung einen Brückenkopf am Diesseitigen Ufer. Gegen die zu erwartenden zurückgehenden feindlichen Truppen ist die Stellung solange zu halten, bis der Entsatz eintrifft. Als Erkennungszeichen dienen: rotes Leuchtzeichen – Feind greift an
      Oranges Leuchtzeichen – hier sind wir
      Bei Annäherung eigener Truppe: Bergmütze.

      Der Entsatz wird von Leutnant Lau im Einvernehmen mit Hauptmann Büschlepp II./ Panzer Grenadier Regiment 66 besprochen.

      Tatsächlicher Verlauf:
      Kampfgruppe Hauptmann Rosenberg mit Entsatzgruppen Leutnant Lau stellt sich am 21.9. morgens westlich Ortsausgang Terek bereit. Der Stoßtrupp Leutnant Seuberlich setzt sich am Südwestausgang am Dorf Terek von den eigenen Linien ab.
      Voran die Führungsgruppe mit Leutnant Seuberlich, im Abstand von 20 m ein Panjefahrzeug mit getarnten S.MG und Männern der S.MG- Gruppe Oberfeldwebel Martel, in weiterem Abstand ein Panjefahrzeug mit Pionier-gerät und Männern der Pioniergruppe Oberjäger Resch, Oberjäger Pernthaler und am Schluß ein Panjefahrzeug mit einer russischen Krankentrage und einem Kranken. Aufgeteilt in der Kolonne Männer der Schützengruppe Oberjäger Niederkofler. Gesamtführung der Gruppen Feldwebel Bohowits.
      Der Stoßtrupp geht durch Sonnenblumenfelder und eine Obstplantage nach Südwesten ausholend etwa 500m ohne Feindberührung vor, schwenkt dann nach Nordwesten in Richtung Straße Dorf Terek – Terekbrücke ein. ( Marschweg siehe Skizze ). Dabei wird erste feindliche Sicherung von 5 Mann passiert. 2 deutsche Jäger kreisen in niedriger Höhe über den Stoßtrupp. Etwa 1km westlich Ortsausgang Terek erreicht der Stoßtrupp die Straße und zieht etwa 1km auf der Straße in Richtung Terekbrücke. Links und rechts der Straße werden fortlaufend Grabenstellungen, Erdbunker und Sicherungen festgestellt. Die Fragen der Sicherungen wurden von Gefreiten Beick hervorragend gemeistert. Vor einer Minensperre hält den Stoßtrupp ein Posten vor Gewehr an und weist die Umleitung, die durch ausgedehnte Graben- und Bunkerstellungen führt. Hinter der Minensperre wieder auf die Straße gestoßen, werden von 4 Panzerbüchsen in Stellung bemerkt. Anschliessend führt die Straße durch Laubwald, der mit Bunkern und Feldstellungen bespickt ist. Nach Schätzungen sind die Stellungen in einer Stärke von ca. 800 Mann besetzt.
      An schweren Waffen werden Granatwerfer und weitere Panzerbüchsen festgestellt. Der Stoßtrupp gelangt unerkannt bis an die Minensperre vor der Brücke, durch die Posten den Weg in den Raum zwischen Minensperre und Brücke weisen. Hier sammelt der Stoßtrupp, während V- Leute die russischen Offiziere durch Gespräche binden. Während dieser Unterhaltung gehen mehrere Männer ans Wasser, waschen sich und trinken. Dabei kann die Pioniergruppe die Zündleitung unauffällig durchschneiden. Der Umstand, das im weiteren Umkreis der Gruppe nur ein Weg von 3m unvermint war, machte die Bildung eines Brückenkopfes unmöglich. Leutnant Seuberlich entschließt sich, den Stoßtrupp aus dem Minenfeld herauszuziehen. Russische Offiziere fragen nach Truppenteil, Kommandeur und außerdem was für Landsleute zusammen wären. Die Lage wurde vom Gefreiten Kalninsch hervorragend gemeistert, indem er Angaben über Truppenteile und ausweichende Antworten gab. Ein Kommissar äußerte, er habe noch nie ein Militär gesehen, das keinen Kommandeur kenne und sonderbar ausgerüstet sei. Der Stoßtrupp wird auf einen Raum von ca. 30qm zusammengedrängt. Der Raum war begrenzt von Wasser, Minen, Bunker und mehreren Posten vor Gewehr. Unterdessen hatten die Posten Anweisung bekommen, den Stoßtrupp nicht aus dem aufgeführten Raum herauszulassen. Ein Offizier gibt Befehl, die Panjewagen abzuladen, worauf Gefreiter Kalninsch ihn bittet, doch die Pferde in den Schatten führen zu dürfen. Während dieser Zeit lässt Leutnant Seuberlich die Waffen fertigmachen. Zögernd gibt ein Unterleutnant der Kolonne die Erlaubnis, im nahen Gebüsch bei den Bunkern zu rasten. Leutnant Seuberlich gibt Befehl, auf einem Pfad ins Buschwerk weiterzugehen, um aus den Bereich der Minen zu kommen. Ein russischer Leutnant mit zwei Posten, der dies bemerkt, versucht den Stoßtrupp aufzuhalten und zur Rückkehr zur Brücke zu zwingen. Plötzlich wird er misstrauisch, geht Schritt für Schritt zurück, die Waffe schussbereit in der Hand. Als er deutsche Waffen erkennt, erfasst er jähling die Lage. Im selben Moment wird er von Leutnant Seuberlich zu Boden geworfen. Er schreit, nach mehreren Kolbenschlägen schießt ihn San. Feldwebel Schmid mit der Pistole durch den Kopf, worauf er verstummt. Auf dieses Zeichen hin wurden 5 weitere russische Offiziere (1 Kommissar, 1 Hauptmann, 1 Leutnant, 2 Unterleutnante) im Kampf Mann gegen Mann erschossen. Dadurch entsteht unter den Russen eine derartige Verwirrung dass in den Stellungen und vom jenseitigen Ufer ein wildes Feuergefecht unter den russischen Truppen entsteht.
      V- Männer rufen: schießt nach rechts, deutsche Fallschirmjäger sind gelandet. Da der Auftrag des Stoßtrupps mit dem Durchschneiden der Zündleitungen erfüllt war, eine Brückenkopfbildung wegen Feindlage, Erdbefestigungen und Minenfelder nicht möglich war, entschloss sich Leutnant Seuberlich, die Feindstellungen von rückwärts zu durchbrechen, um zu verhindern, dass die nachfolgenden eigenen Truppen und Panzer auf Minenfelder und Erdbefestigungen auffahren. Beim Rückmarsch erhält der Stoßtrupp von den südlich gelegenen russischen Stellungen stärkeres Feuer. Der Stoßtrupp wird zersprengt, wobei 2 Unteroffiziere und 4 Mann den Anschluss verlieren. Die vorrückenden Panzer werden aufgehalten und Meldung überbracht. Ein zurückgebliebener V- Mann meldet, das die Russen in wilder Flucht sich über die Brücke zurückziehen.
      Abschluß des Unternehmens gegen 13.00 Uhr.
      Bis zu diesem Zeitpunkt fehlten noch 2 Unteroffiziere und 4 Mann, die sämtliche im Laufe der nächsten Stunden, der letzte am nächsten Morgen bei der Kompanie ankamen.
      Ausfälle bei Stoßtrupp Seuberlich: keine. Bei der Entsatzgruppe fiel Gefreiter Langhammer durch Artillerietreffer.

      Zusammenfassendes Ergebnis:
      Auf Grund der durch den Stoßtrupp Leutnant Seuberlich geschaffene Verwirrung im Zusammenwirken mit der nachfolgenden Panzerkompanie, hat der Gegner kopflos seine stark befestigten Stellungen am diesseitigen Ufer geräumt und sich auf das jenseitige Terekufer zurückgezogen. Hierdurch entstand eine wesentliche Flankenentlastung der Kampfgruppe v. Esczeck.

      Leutnant
      H.E. Seuberlich


      Anlagen:
      1 Skizze
      Auszug aus in russischer Sprache geführte Gespräche.
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      Moin,

      da ich heute meine alten Ordner/Dokumente auf der externen Festplatte durchsah, fand ich auch noch diese Karten.
      Denn ich hatte mich ja schon etwas "intensiver" dieser Truppe gewidmet ...

      MfG UHF51
      Dateien

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