Bernhard Wiesner

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    • Bernhard Wiesner

      Hallo
      mein Name ist Hanna Hartmann und ich würde mich freuen, wenn Sie mir hier im Forum helfen könnten, einige Informationen über den seit 1944 vermissten Bruder meiner Großmutter zu finden.
      Ich hatte im September 2015 bei der WASt angefragt und seit August 2017 beiliegende Auskunft zugeschickt bekommen.
      Könnten Sie mir helfen, anhand der Auskünfte etwas mehr zu erfahren?
      Ich habe das mit dem jüngeren Bruder von Bernhard recherchiert, doch der ist im August verstorben.
      Bernhard Wiesner war als Oberfeldwebel in Fürstenwalde stationiert, meine Großmutter lebte damals in Potsdam und hat ihn mit ihrem Sohn, ihrer jüngeren Schwester und ihrem jüngeren Bruder Werner in dieser Zeit besucht. Da gibt es eine Erzählung über den "Tag der Wehrmacht", den die Familie mit Bernhard verbracht hat.

      Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir bei dieser Recherche helfen könnten.

      Vielen Dank

      Hanna HartmannBernhard Wiesner Familie Hochzeit 1939.jpgIMG-20170816-WA0043.jpg
    • Hallo Hanna,

      schön mal wieder was von dir zu lesen. Schauen wir mal, was wir für dich tun können:

      Fahr-Ersatz-Abteilung 3
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…rAbtErs/FahrAbtErs3-R.htm

      Grenadier-Regiment 309
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…nadieregimenter/GR309.htm

      208. Infanterie-Division
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…teriedivisionen/208ID.htm

      Feldersatz-Bataillon 208
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…taillone/IDGliederung.htm

      Grenadier-Regiment 309
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…nadieregimenter/GR309.htm

      Auszug zur 208. Infanterie-Division:
      Bereits am 10.9. musste die 208. Infanterie-Division (Grenadier-Regiment 309) Krosno räumen und setzte sich in erbitterten Kämpfen nach Westen und Südwesten ab. Die Heftigkeit der Angriffe ließ auch in den nächsten Tagen nicht nach. So wurde die Division an ihrem rechten Flügel angegriffen (11.9.), wobei es dem Gegner gelang die Stellung der Division zu durchbrechen.

      Das Grenadier-Regiment 309 wurde dabei vom Gros der Division getrennt und bis in die Gegend 3 km westlich Dukla abgedrängt. In die so entstandene Lücke drängte der Gegner weiter nach Süden und erst durch den Einsatz weiterer Truppen (357. Infanterie-Division) konnte die Lücke eingeengt und die Lage stabilisiert werden. Die 208. Infanterie-Division lag nun bis Ende November 1944 in der Linie Niemiecki – Lajsce – Lubienko - Nienaszow.

      Quelle: lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…teriedivisionen/208ID.htm

      Auszug zum Grenadier-Ersatz-Bataillon 337:
      Ab dem 1.Juni 1943 wurde das Ersatz-Bataillon der Division433unterstellt. Das Ersatz-Bataillon wurde im Dezember 1943 in das Tiborlager bei Schwiebus, ebenfalls Wehrkreis III, verlegt.

      Quelle: lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…ErsBat/InfErsBat337-R.htm

      Für den Moment endet die Suche aktuell bei dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 337.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Hanna,

      Hast du vielleicht noch Feldpostbriefe die uns weiterhelfen könnten, sprich Feldpostnummern.
      Ergänzend zu Michaels Ausführungen, laut der Schwester Charlotte Gärtner ist er in Schwiebus angekommen da sie ja anscheinend noch Nachricht aus Tiborlager erhalten hat. Das Grenadier-Ersatz-Bataillon 337 das ja im Tiborlager lag war für mehrere andere Einheiten zur Ersatz Gestellung zuständig.
      Es kann auch möglich sein das er zusammen mit der 433. Division im Januar nach Küstrin an die Oderfront verlegt wurde, die dort zerschlagen wurde.

      Gruß Ulf
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      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank
    • Guten Morgen :)

      zunächst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort, das ist alles sehr informativ. ich habe es erstmal überflogen. Kann ich ein paar Fragen dazu stellen? Wenn Bernhard "Oberfeldwebel" war, wie groß war seine Verantwortung als Vorgesetzter? Wie viele Soldaten gehörten zu so einer Einheit wie das Grenadier-Regiment 309 oder das Grenadier-Ersatz-Bataillon 337? Hatten die auch Pferde dabei? (Er war laut seinem Bruder in Fürstenwalde bei der Kavallerie). Gibt es da irgendwo auch Auszüge, wie viele das waren? Und wie hoch im Rang ist ein "Oberfeldwebel"? Findet man da auch noch etwas in Freiburg?

      Wehrmachtlexikon schrieb:

      Hallo Hanna,

      schön mal wieder was von dir zu lesen. Schauen wir mal, was wir für dich tun können:

      Fahr-Ersatz-Abteilung 3
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…rAbtErs/FahrAbtErs3-R.htm

      Grenadier-Regiment 309
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…nadieregimenter/GR309.htm

      208. Infanterie-Division
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…teriedivisionen/208ID.htm

      Feldersatz-Bataillon 208
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…taillone/IDGliederung.htm

      Grenadier-Regiment 309
      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…nadieregimenter/GR309.htm

      Auszug zur 208. Infanterie-Division:
      Bereits am 10.9. musste die 208. Infanterie-Division (Grenadier-Regiment 309) Krosno räumen und setzte sich in erbitterten Kämpfen nach Westen und Südwesten ab. Die Heftigkeit der Angriffe ließ auch in den nächsten Tagen nicht nach. So wurde die Division an ihrem rechten Flügel angegriffen (11.9.), wobei es dem Gegner gelang die Stellung der Division zu durchbrechen.

      Das Grenadier-Regiment 309 wurde dabei vom Gros der Division getrennt und bis in die Gegend 3 km westlich Dukla abgedrängt. In die so entstandene Lücke drängte der Gegner weiter nach Süden und erst durch den Einsatz weiterer Truppen (357. Infanterie-Division) konnte die Lücke eingeengt und die Lage stabilisiert werden. Die 208. Infanterie-Division lag nun bis Ende November 1944 in der Linie Niemiecki – Lajsce – Lubienko - Nienaszow.

      Quelle: lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…teriedivisionen/208ID.htm

      Auszug zum Grenadier-Ersatz-Bataillon 337:
      Ab dem 1.Juni 1943 wurde das Ersatz-Bataillon der Division433unterstellt. Das Ersatz-Bataillon wurde im Dezember 1943 in das Tiborlager bei Schwiebus, ebenfalls Wehrkreis III, verlegt.

      Quelle: lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…ErsBat/InfErsBat337-R.htm

      Für den Moment endet die Suche aktuell bei dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 337.

      Gruß
      Michael
    • Hallo Ulf

      leider nein, seine Schwester Charlotte ist nach dem Kriegsende in Lenggries und Bad Tölz geblieben und Anfang der Neunziger verstorben. Es gibt da noch eine Schwiegertochter, die aber gerade in Amerika ist. Deshalb konnte sie auch nicht zur Beerdigung kommen. Sie hat kein E-Mail, da kann ich erst wieder im Oktober anrufen, wenn sie zurück ist und fragen.

      Ich habe für den jüngeren Bruder Werner recherchiert, weil er das Schicksal seines seit 1944 vermissten Bruders Bernhard aufgeklärt haben wollte. Wir haben am 6. September 2015 den Antrag bei der Wehrmachtsauskunftsstelle in Berlin gestellt. Im August 2017 kam nach fast zwei Jahren endlich die Antwort, allerdings kam ich am 16. August erst aus dem Urlaub. Ich habe meinen Großonkel abends nicht mehr telefonisch erreicht. Er war gestürzt, hatte einen Wirbelsäulenbruch und ist am 17. August verstorben. Ich konnte ihm den Brief nicht mehr zeigen. Das empfand ich als ausgesprochen tragisch, da warten wir zwei Jahre auf Auskunft, und dann verpasst er die Antwort um einen Tag. Wobei wir bei seiner Beerdigung diese Woche auch dachten, vielleicht ist besser so, vielleicht sollte er seinen großen Bruder so in Erinnerung behalten,wie Werner ihn in seiner Autobiografie "Nestkälte" (über seine Kindheit im Krieg und seinen späteren Lebenslauf als Flüchtling in Westdeutschland) beschrieben und bewundert hatte.

      Mit dem Schreiben der WASt ist wohl vermutlich auch das Stück Familiengeschichte aufgeklärt, was alle immer beschäftigt hat. Bernhards Frau hat im November 1945 ihr zweites Kind geboren und bis zu ihrem Tod darauf beharrt, dass Bernhard im Februar 1945 bei ihr in Berlin gewesen sei. Das hat die gesamte Familie immer sehr stark bezweifelt - nicht nur wegen des Aussehens, sondern auch, weil Bernhard seit Oktober 1944 keine Feldpost mehr geschrieben hatte (was er regelmäßig an seine Schwestern und Eltern getan hat, laut meinem Großonkel (der damals 10 Jahre alt war). Wenn man die Auskunft der WASt sieht, dann würde ich bezweifeln, dass Bernhard noch einmal in Berlin war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Oberfeldwebel, der noch mit Lungendurchschuss bei seiner Einheit bleibt, mit seinem Pferd zweihundert Kilometer nach Berlin reitet und sich dort dann drei Monate versteckt, um ein Kind zu zeugen und danach für immer spurlos verschwinden. Ich würde das mit "abenteuerlich" umschreiben, aber wie gesagt, es war Krieg, und wer weiß, was mir in dieser Zeit alles an Argumenten eingefallen wäre, um den Familienfrieden zu wahren.

      Deshalb die Frage, ist es möglich, dass Bernhard ohne Einsatzpapiere in Berlin gewesen ist? Er wäre doch erkannt worden in Uniform, das hätte sicher Ärger gegeben, oder? Ich stelle mir vor, wie das ist, nach 1944, einfach mal drei Monate von der Truppe abzuhauen? Das ging nicht, oder? Und es entsprach auch nicht dem Verantwortungsbewusstsein, wenn ich mich erinnere, wie meine Oma und Werner über ihren großen Bruder gesprochen haben.

      PzPiKp420 schrieb:

      Hallo Hanna,

      Hast du vielleicht noch Feldpostbriefe die uns weiterhelfen könnten, sprich Feldpostnummern.
      Ergänzend zu Michaels Ausführungen, laut der Schwester Charlotte Gärtner ist er in Schwiebus angekommen da sie ja anscheinend noch Nachricht aus Tiborlager erhalten hat. Das Grenadier-Ersatz-Bataillon 337 das ja im Tiborlager lag war für mehrere andere Einheiten zur Ersatz Gestellung zuständig.
      Es kann auch möglich sein das er zusammen mit der 433. Division im Januar nach Küstrin an die Oderfront verlegt wurde, die dort zerschlagen wurde.

      Gruß Ulf
    • Hallo Hanna,

      Hanna Hartmann schrieb:

      Kann ich ein paar Fragen dazu stellen? Wenn Bernhard "Oberfeldwebel" war, wie groß war seine Verantwortung als Vorgesetzter?
      ein Dienstgrad ist leider nur bedingt mit einer Verantwortung zu verbinden, da wir keine Informationen zu seiner eigentlichen Funktion haben. Zu einem Oberfeldwebel ist jedoch zu sagen, dass dies ein höherer Unteroffiziersdienstgrad war, siehe Aufstellung:

      wehrmacht-lexikon.de/heer/dien…rbaende/rangabzeichen.php

      Ein gewisser Grad an Verantwortung kann damit schon in Verbindung gebracht werden.

      Hanna Hartmann schrieb:

      Wie viele Soldaten gehörten zu so einer Einheit wie das Grenadier-Regiment 309 oder das Grenadier-Ersatz-Bataillon 337?
      Ein Regiment bestand aus meheren Bataillonen. Um dir einen ungefähren Einblick über den Aufbau eines Grenadier-Regiments geben zu können, schau dir bitte mal die folgenden Aufstellungen an:

      lexikon-der-wehrmacht.de/Zusatz/Heer/Infanterie-Regiment.htm

      lexikon-der-wehrmacht.de/Zusatz/Heer/Truppenstaerke.htm

      Hanna Hartmann schrieb:

      Hatten die auch Pferde dabei?
      Pferde waren ein fester Bestandteil innerhalb der Wehrmacht. Er muß nicht unbedingt bei der Kavallerie gewesen sein, um Zugriff darauf gehabt zu haben. Im Übrigen ist dies auch nicht in der militärischen Laufbahn (gemäß Wast) aufgeführt. Dennoch lagen in Fürstenwalde auch Kavallerie-Einheiten, siehe Aufstellung:

      lexikon-der-wehrmacht.de/Kaser…sernenFuerstenwalde-R.htm

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Michael
      vielen Dank für die Infos ... das lese ich mir mal in Ruhe durch.

      Um Deine Frage zu beantworten, Bernhards kleiner Bruder hat die Erlebnisse der Familie in seiner Autobiografie "Nestkälte" vor einigen Jahren veröffentlicht. Ich habe mal die Seiten, die seinen großen Bruder Bernhard betrafen, fotografiert und als Anhang (Nestkälte 1-6) beigefügt. Ich habe mich auch gewundert, dass es nicht im Brief der WASt aufgeführt wurde.
      Hilft das vielleicht, um noch mehr zu erfahren.

      Bernhards Vater, der auch Bernhard hieß, war im 1. Weltkrieg bei der Kavallerie eingesetzt. Und Bernhard liebte wie sein Vater Pferde ...
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    • Hallo Hanna,

      erstmal vielen Dank für das einstellen dieser Seiten. Leider kann ich aber daraus auch keine weiteren (brauchbaren) Informationen entnehmen, sorry.

      Ich glaube nach wie vor, dass die Aufstellung der Wast aus folgendem Grund unvollständig ist.

      So wie es aussieht, war das Grenadier-Ersatz-Bataillon 337 erstmal am Standort bei Schiebus verblieben
      und wurde nicht an die Front beordert. Die Offensive der Roten Armee begann in diesem Abschnitt erst im Januar 1945. Was hat er in der Zwischenzeit gemacht?

      Ich glaube eigentlich, dass er wieder an die Front gekommen ist. Die Frage ist nur, wann und mit welcher Einheit.

      Gruß
      Michael

      PS: Auf dieser Seite ist Feldpost vom Tiborlager, dattiert auf Ende 1944. Vielleicht steht da ja etwas brauchbares aber beim übersetzten muß ich für den Moment auch passen. Es wäre schön wenn sich hier ein paar helfende Hände melden würden. :)

      tiborlager.blog.onet.pl/
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