Fragen zu der Wast Auskunft meines Uropas

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    • Fragen zu der Wast Auskunft meines Uropas

      Hallo
      Ich habe nach fast 2 Jahren einen Brief der Wast bekommen, nun habe ich Fragen dazu.
      Mein Opa war zuletzt in Bautzen im Grenadier Ersatzbataillon 192, laut eines Briefes wurde er in Luckenwalde in ziviler Kleidung tot durch einen Kopfschuss von einem Mann und dessen Sohn aufgefunden und dort begraben.
      Kann mir jemand vielleicht sagen ob es dort Kämpfe gab und warum die Einheit in Luckenwalde gewesen ist oder zumindest nähe Berlin?
      Allgemein hätte ich noch Fragen zu seinem Werdegang da er kurzzeitig in der Führerreserve war, aber nichts bekannt ist warum er dort gewesen ist.
      Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand helfen würde und etwas Überblick über das Schreiben verschaffen könnte.

      Danke und liebe Grüße Vanessa

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    • Hallo Vanessa,

      es ist nicht unmöglich, daß dein Großvater die letzten Kriegstage als Angehöriger der 9.Armee im Kessel von Halbe zugebracht hatte. In dieser für die Soldaten und Zivilisten fast hoffnungslosen Situation gab es auch viele Soldaten die sich entmilitarisierten (sie legten Waffen und Uniform ab) und besorgten sich Zivilkleidung um den Kessel oder bei Festnachme durch den Russen als Wehrmachtssoldat unentdeckt zu entkommen. Wurden diese Soldaten entdeckt wurden sie oftmals als Dessarteur standrechtlich erschossen. Ich will dich ja nicht verwirren, für mich erschließt es sich von der Logik nicht richtig, wenn er eine andere Identität als Zivilist annehmen will aber seine Dokumente oder Erkennungsmarke behält und dies müßte er ja getan haben, sonst wüßte ja deine Familie nichts von den Umständen. Ob es wirklich dein Großvater war der dort gefunden wurde zweifle ich fast an. Wenn es sich tatsächlich um deinen gefundenen Großvater handelt, dann kannst du mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass er von einem deutschen Soldaten erschossen wurde.
      Ich empfehle dir das Buch "Der Kessel von Halbe" R.Lakowski/ K.Stich

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      und ein Zweites:

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      Gruß Heinz
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    • Hallo Heinz

      Danke für deine Auskunft.
      Meine Uroma hat dieses Schreiben bekommen ( ich füge es Unten mit ein).
      Meine Uroma war immer der Überzeugung dass er noch lebt und seine Marke eventuell einem Toten umgehangen hat, er ist aber nie Heim gekommen.
      Ich habe in Luckenwalde schon eine Anfrage gestellt, aber sie haben nichts unter seinem Namen gefunden.

      Quelle Eigentum
    • Jetzt habe ich noch einmal die Schreiben hochgeladen, hoffe jetzt kann man es lesen.
      Falls nicht dann könnte man es sich vielleicht unter dem Link ansehen, da habe ich vor Jahren schon einmal die Bilder und Schreiben hochgeladen.
      Frage zu Bild- und Textmaterial meines Uropas


      Liebe Grüße
      Vanessa

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Van Essa ()

    • Hallo Vanessa,

      schön mal wieder von dir zu hören. Ich kann dir im Moment leider nur ein paar oberflächliche Informationen geben, weil ich derzeitig nicht auf meine eigenen Unterlagen zugreifen kann. Also das mit dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 192 scheint im Prinzip ganz gut zu passen:

      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…ErsBat/InfErsBat192-R.htm

      Dieses Bataillon unterstand im April 1945 der Division Nr. 404:

      lexikon-der-wehrmacht.de/Glied…ionNr/DivisionNr404-R.htm

      Soweit ist das alles schon mal schlüssig. Jetzt müsste nur nochmal geprüft werden, ob diese Einheit auch bis Luckenwalde gelangt ist. Ich kann gerne versuchen dazu etwas brauchbares zu finden aber das kann noch etwas dauern, sorry.

      Gruß
      Michael

      PS: Ich habe nochmal bei einigen deiner Anhänge die Bildquelle nachgetragen.
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Vanessa, hallo Micha,

      wie ich jetzt aus den Anhängen erlese wurden bei dem Toten keine Dokumente bzw. keine Erkennungsmarke gefunden aber ein Briefumschlag mit Adresse, was sagt das aus?
      Angehöriger der 404Div. kann der Großvater nicht gewesen sein. Diese Division stand zum Kriegsende einige Tage in Sachsen zwische Hartenstein und Eibenstock und ging am 9.5.45 in amerikanische Kriegsgefangenschaft.

      Gruß Heinz
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    • Hallo Heinz,

      Heinz schrieb:

      Diese Division stand zum Kriegsende einige Tage in Sachsen zwische Hartenstein und Eibenstock und ging am 9.5.45 in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
      vielen Dank für die Info bzw. Prüfung. Wie du ja bereits geschrieben hast, könnte es natürlich auch noch sein, dass er sich irgendwann unerlaubt von der Truppe entfernt hat und dann aufgegriffen wurde.Gerade im Befehlsbereich von GFM Schörner war es ja zu dieser Zeit besonders schwer, für die ihm unterstellten Verbände.

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo,
      sicherlich ist es für Vanessa wichtig zu erfahren, wo konkret ihr Uropa begraben liegt. Es haben ja bis in die neuere Zeit noch Umbettungen stattgefunden. Vielleicht gibt es ja noch in der Gemeinde Wahlsdorf irgendwelche Hinweise, wo er konkret bestattet wurde bzw. wer eine Umbettung wohin vornahm. Warum bei ihm keine Dokumente gefunden worden sind, kann auch damit zusammen hängen, dass er von den Russen gefangen genommen wurde, sein Soldbuch und seine Erkennungsmarke abgeben mußte. Später floh er, besorgte sich Zivilsachen und wurde aus irgendwelchen Gründen ermordet. Ein Leben war ja zu diesem Zeitpunkt nicht viel wert. Die Variante Standgericht, weil fahnenflüchtig, zumal im Bereich der Heeresgruppe Mitte unter Schörner, ist nicht von der Hand zu weisen. Nur warum einfach in der Schonung liegen lassen. Meist wurden doch Deserteuren ein Schild umgehängt, sie selbst aufgehängt oder sie mußten selbst ihr Grab schaufeln.
      MfG Wirbelwind