Erkenntnisse über den Tod und Fund von Matthias Kleinheisterkamp

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    • Erkenntnisse über den Tod und Fund von Matthias Kleinheisterkamp

      Hallo,
      Frage ans Forum, was ist bisher über den Tod von M. Kleinheisterkamp, Obergruppenführer der Waffen-SS, zuletzt Kommandierender General des XI SS-Armeekorps im Kessel von Halbe, bekannt? Er soll am 02.05.1945 Selbstmord verübt haben. Sein Grab soll bereits 1990 von Grabplünderern gefunden worden sein und sich seitdem zumindest sein Totenkopfring in privaten Besitz befinden. So steht es im Panzer-Forum. Dort stand aber auch vor längerer Zeit duch den User ,,Preusse" dass die Öffnung besagten Grabes unmittelbar bevorstehe. Was ist nun wahr?

      MfG Wirbelwind
    • Hallo Ulf,
      glaube, es ist Konsenz im Forum, dass grabplünderungen etwas verabscheuungswürdiges darstellen. Egal, wie der einzelne zu den Personen steht, bspw. war wohl Kleinheisterkamp kein Musterknabe und hatte ein massives Alkoholproblem, dass ihn oft sehr jähzornig vor allem gegen seine Untergebenen werden ließ, trotzdem gebietet es die Achtung vor dem Tod, dass Grab nicht einfach unbefugt zu öffnen und vielleicht noch aus kommerziellen Gründen Erkennungsmarken, Papiere oder Auszeichnungen zu entnehmen. Eine spätere Identifizierung wird dadurch sehr erschwert, wenn nicht unmöglich. Leute, die so etwas machen, gehören ordentlich bestraft, weil es kein Kavaliersdelikt ist.
      MfG Wirbelwind
    • Hallo zusammen

      Gebe euch vollkommen Recht.
      Aber solange hier ein Schwarzmarkt existiert, wo solche Dinge ohne Nachweis des rechtlichen Besitzes verhökert werden, ist dem kaum beizukommen.
      Wer erstellt und akzeptiert Besitznachweise?
      Gibt es dazu Erfahrungen?

      Gruß

      legit
      Quäle nie ein Gewehr zum Scherz, denn es könnte geladen sein!
    • Hallo Ulf

      Habe Deine Antwort erst jetzt entdeckt.
      Zu einer Auszeichnung gehört normalerweise eine Verleihungs/Besitz-Urkunde. Da diese oft in den Kriegswirren untergingen, bzw. bei "Grabungsfunden" nicht mehr existent sind, wird ein rechtlicher Besitznachweis kaum zu erbringen sein.
      Manche Orden ( welche?) haben eine rückseitige Registriernummer, über die man den Orden dem Träger zuordnen könnte, falls die Registratur funktionierte und noch existiert.
      Ich merke beim schreiben, verdammt viel Theorie.
      Ergo: Man muss sich auf das "Märchen" des Verkäufers verlassen und ist u. U. der Gelackmeierte.
      Nur gut, dass ich nur Ahnen sammle und keine Blechmarken verschiedener Wertigkeit.

      Gruß

      legit
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    • Hallo legit,

      Hm da muß ich dir sagen das Tapferkeits oder Verdienst Orden sowie Auszeichnungen ansich keine Matrikel Nummern ( Registriernummer ) im III. Reich mehr trugen. Diese Nummern waren in den früheren Reichen z.b. Deutschland, Österreich und auch andere Europäische Länder auf solche Art von Orden zu finden. Grund war unter anderem das nach dem Tod des jeweiligen Beliehenen bestimmte Orden laut Statuten des Ordens an die Ordenskanzleien zurück gegeben werden mußten und dieser wieder verliehen wurde. Daher war eine solche Registrierung von nöten. Das heist das ein und der selbe Orden an mehrer Personen verliehen wurde, was man anhand von Unterlagen in entsprechenden Archiven feststellen kann.
      Was im III. Reich nach den erneuerten Ordens Gesetzen nicht mehr der Fall war, dort mußte ein Orden oder eine Auszeichnung nur im Falle zurück gegeben werden wenn sich der Beliehene als unwürdig erweist.

      Es wurden einige Abzeichen mit Matrikel Nummern versehen, die auf den Urkunden oder Verleihungsnachweisen aufgeführt sind, wie z.B. :
      • meherer verschieden HJ und JM Abzeichen
      • SA Wehrsport Abzeichen
      • SA Reiterführerabzeichen
      • Reichsport Abzeichen
      • NSDAP Partei Abzeichen
      • Ehrenzeichen vom 9. November 1923 ( Blutorden )
      Ob Registrierungen dieser Abzeichen in welchem Umfang noch vorhanden sind kann ich dir nicht beantworten.
      Aber auf deine eigentliche Frage zurück zukommen würde ich sagen das eine Zuordnung von Auszeichnungen mit Matrikel Nummer aus der Zeit des III. Reiches so ohne den Personen gebundenen Besitznachweis wohl nicht mehr möglich sein dürfte, bzw. kenne ich eine solche Datenbank nicht.

      Falls jemand was anderes weiß bitte melden :thumbsup: .
      Gruß Ulf
    • Hallo Ulf

      Danke für diese Info.
      Hatte mit mehr bürokratischem Hintergrund gerechnet.

      Obwohl mich der Besitz oder Erwerb dieser Dinge nicht tangiert, ist es doch ein interessantes Thema. Lausche weiter mit.

      Gruß

      legit
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    • Hallo,

      ,,Preusse" hat sich im Panzer-Forum nach langer Zeit wiedermal gemeldet. Leider wurde das Grab von Kleinheisterkamp bisher noch nicht entdeckt. Die zuvor gemachte Ankündigung hat sich als unrealistisch erwiesen. Nach meiner Meinung kann nur der Sondler darüber Auskunft geben, wo er besagten Ring gefunden hat und da müsste eigentlich auch die Leiche von Kleinheisterkamp gelegen haben, denn so ein Ring geht nicht einfach ,,spazieren".

      MfG Wirbelwind