SS-Sturmgeschütz-Abteilung 4 im September 1944

    • SS-Sturmgeschütz-Abteilung 4 im September 1944

      Aus Soldbucheintrag weiß ich daß mein verstorbener Vater bei
      der 2./SS-Stug.Abt.4 der Polizei Division(Volos/Larissa) und
      dann bei der 2.Kompanie der SS-Pol.Pz.Gren.Div als Fahrer
      eingesetzt war. Aus seinen Erzählungen weiß ich, daß sein Geschütz ("Maria"
      laut Bild) beim Rückzug während einer Passüberquerung bei
      Kriva Palanka abgeschossen worden ist. Hierbei erlitt er
      schwere Verletzungen und wurde am 17.9.1944 in das
      Kriegslazarett 2/637 verbracht.
      Da weder Husemann noch Schmidt Richberg ausführliches über
      die Pz.Abt.4 berichten frage ich also das Forum:
      1. Gibt es Einsatzberichte der Stug.Abt.4 (z.B.NARA?)
      2. Wo war das Kriegslazarett 2/637

      Weitere Episoden:
      Überfall durch Partisanen:
      Anführer der Partisanengruppe war
      ein übergelaufener deutscher Soldat. Die Überfallenen waren
      gerade beim Baden. (Da gab es wohl auch einen Unfall mit
      einem Kübel-Schwimmwagen).

      Vergeltungsmaßnahmen:
      Partisanenüberfall auf ein Lazarett- Verwundete Soldaten an Scheunentüren genagelt.

      Gibt es hierüber noch weitere Berichte?

      Schon mal vielen Dank für die Bemühungen.

      Walter
    • Hallo Walter,

      Bisher kann ich dir nur sagen, dass das Kriegslazarett 2/637 sich zu diesem Zeitpunkt in Juguslawien befunden hat. Würde auch in sofern passen, da sich die SS-Pol.Pz.Gren.Div ab September im Raum Belgrad befand. Ich würde also vermuten, dass sich das Kriegslazarett 2/637 in dem Großraum um Belgrad oder selber in der Stadt befand.


      Horrido


      Daniel
      Suche Infos über die Eisenbahnpioniere und die Eisenbahnentseuchungszüge.
    • Hallo Walter,

      lt. der angefügten Aufstellung, scheint es zum gesuchten Zeitfenster kaum Nara-Rollen zu geben:

      maparchive.ru/nara-doc/Waffen-…ER-GRENADIER-DIVISION.pdf

      Ich würde dir trotzdem mal empfehlen, den Betreiber folgender Seite anzuschreiben:

      die-sturmartillerie.com/html/index.html

      und für das Lazarett diese Seite:

      genealogie-fritsche.de/sanitaetswesen.htm


      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Moin Walter,

      ukhock schrieb:

      2. Wo war das Kriegslazarett 2/637
      also um zu diesem Lazarett etwas zu finden, muß man ganz schön lange wühlen. :D

      Beste Grüße
      Robert

      Quelle: Nara-Rollen der Heeresgruppe F

      PS: Ich habe immer die kompletten Berichte eingestellt. Du mußt also immer etwas suchen.
      Dateien
    • Weiteres Material:

      Beste Grüße
      Robert

      Quelle: Nara-Rollen der Heeresgruppe F
      Dateien
    • Weiteres Material:

      Beste Grüße
      Robert

      Quelle: Nara-Rollen der Heeresgruppe F
      Dateien
    • Hallo Walter,

      schön von dir zu hören. Einige weitere Fragemente konnte ich wohl noch finden.

      ukhock schrieb:

      Ich werde die jetzt mal verstärkt durchsuchen und mich bei Dir dann mit etwaigen Resultaten melden.
      Über ein entsprechendes Ergebnis deiner Nachforschungen würde ich mich sehr freuen.

      Beste Grüße
      Robert

      Quelle: Nara-Rollen der Heeresgruppe F
      Dateien
    • Moin zusammen,

      das Kriegs-Laz. (mot) 2/637 (U: Armeearzt 2. Pz.A.) war bis zum 21.09.1944 in Skopje (Skoplje) im Einsatz und wurde wegen Verlegung nach Zagreb (Agram) am 22.09. abgelöst.
      Noch vom 20.09.1944 liegt mir eine Gefallenenmeldung zu Skopje vor.
      Viele Grüße,
      Jürgen

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von JFritsche ()

    • Hallo Jürgen,

      ist ja phantastisch was sich so alles in Deinem Archiv findet. Also Ort und Zeit passt. Mein Vater
      wurde nach Soldbucheintrag am 19.9.1944 in das Kriegslazarett 2/637 eingeliefert. Ab dem 6.10.1944 dann im Reservelazarett Wien.

      Grüße aus Mauer bei Heidelberg

      Walter
    • Moin Walter,

      ja, da haben wir Glück gehabt - eine Recherche fällt leider nicht immer so positiv aus. ;)

      ukhock schrieb:

      Ab dem 6.10.1944 dann im Reservelazarett Wien.
      ... in einem der zahlreichen Reservelazarette Wiens ... ;)

      Der Transport von Kranken und Verwundeten innerhalb Jugoslawiens nach Norden war zu dieser Zeit aufgrund stark zunehmender Aktivitäten der Tito-Partisanen sehr schwieig und riskant geworden und dauerte aufgrund notwendiger Umwege und Unterbrechungen entsprechend lang.
      Viele Grüße,
      Jürgen

    • Hallo Robert,

      nach einem langen berufsbedingeten Auslandsaufenthalt (und dem Letzten!!) hatte ich nun endlich
      als Rentner die Zeit dank Deiner Posts die Lazarettaufenthalte meines Vaters nachzuvollziehen.
      Neu war für mich die versorgungsmässige Unterstellung der 4.SS.Pol.Pz.Gren.Div. unter die Heeresgruppe F ab Herbst 1944. Dein Archiv ist ja phänomenal und hält vielleicht auch Infos zum Einsatz der Stug.Abt.4 bzw.späteren Pz.Abt.4. Besonders interessiert mich ein Einsatz der 2.Batterie in Kriva Palanka Mitte September 1944 bei dem das Geschütz meines Vaters einen Treffer erhielt. Ich glaube mich an seine Ausführungen zu erinnern, daß es bei der Überquerung eines Gebirgspasses passiert ist. Vielleicht findet sich was.

      Grüße aus Mauer bei Heidelberg

      Walter
    • Hallo Walter,

      ukhock schrieb:

      Dein Archiv ist ja phänomenal und hält vielleicht auch Infos zum Einsatz der Stug.Abt.4 bzw.späteren Pz.Abt.4. Besonders interessiert mich ein Einsatz der 2.Batterie in Kriva Palanka Mitte September 1944 bei dem das Geschütz meines Vaters einen Treffer erhielt.
      ich glaube nicht das ich dir hierbei helfen kann. Diese Angaben sind einfach zu detailliert. Wenn würde sowas wahrscheinlich nur in einem Gefechtsbericht Erwähnung finden. Nara-Rollen sind mir zu dieser Division für den gesuchten Zeitraum auch nicht bekannt. Das mit dem Lazarett war auch nur ein Glückstreffer.

      Manchmal sind die Inhalte in diesen Rollen auch vollkommen durcheinander.

      Beste Grüße
      Robert
    • Hallo Walter,

      Danzig schrieb:

      ich glaube nicht das ich dir hierbei helfen kann. Diese Angaben sind einfach zu detailliert. Wenn würde sowas wahrscheinlich nur in einem Gefechtsbericht Erwähnung finden.
      also hier muß ich Robert zustimmen aber eventuell habe ich noch ein paar Informationen gefunden die über die Chronik hinausgehen. Ich habe sie jetzt zwar nicht geprüft und sie behandeln nicht die Sturmgeschütz-Abteilung aber schaden können sie vermutlich auch nicht. :)

      Quelle: Nara

      Gruß
      Michael

      PS: Das hier ist auch nur ein Zufallsfund.
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    • 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division¹

      Der Reichsführer-SS und Chef der deutschen Polizei befahl nach Ausbruch des 2. Weltkrieges die Aufstellung einer Division aus Offizieren, Unteroffizieren und Polizisten der Ordnungs- und Schutzpolizei. Diese im Oktober 1939 in Südwestdeutschland zur Aufstellung gekommenen Truppe gehörte weiterhin der Polizei an; deshalb trugen ihre Angehörigen die Polizeiuniformen und wurden mit Polizeidienstgraden angesprochen. Das OKH und hier besonders der Wehrkreis III (Berlin) – musste das Artillerie-Regiment 300 (Art.Rgt.) und die Divsionstruppen, wie Pionier-Bataillon (Pi.Btl.), Nachrichten-Abteilung (Nachr.Abt.) usw., alle mit der Nummer 300, an diese Division abgeben. Name der neuen Einheit lautete: Polizei-Division (Pol.D.).*)
      Die Division wurde nach entsprechender Ausbildung an die Oberrheinfront verlegt und der 7. deutschen Armee unterstellt. Der Stellungskrieg am Oberrhein in den ersten Kriegsmonaten stellte keine militärischen Anforderungen an die Truppe. Im Winter 1939/40 wurde die Division aus den bisherigen »Westwall«-Stellungen abgelöst und nach rückwärts in den Raum Tübingen,Reutlingenund Nürtingenzur weiteren Ausbildung verlegt.
      Mitte Mai 1940, als der Westfeldzug in seiner ersten Phase im Gange war, wurde die Division alarmiert und nach Luxemburg und Südostfrankreich verlegt und dem XXV. Armee-Korps (AK.) der 12. Armee unterstellt. Die Armee bereitete sich auf den zweiten Teil der Offensive vor. Die Pol.D. stand nach Beginn des Angriffs am 09. Juni in Reserve, wurde aber bald in die Front neben den aktiven 10. und 26. Infanterie-Divisionen (ID) in vorderster Linie eingesetzt. Das Korps näherte sich bereits nach fünftägigem Angriff von Nordwesten her dem Festungsbereich Verdun. Als das Gebiet von den Nachbarkorps genommen wurde, drehte die Pol.D. zur Verfolgung des fliehenden Gegners nach Süden ein, bis das Signal ertönte: »Das Ganze halt«!
      Bei Beginn des Ostfeldzuges im Juni 1941 befand sich die Division noch im Westen, wurde aber Mitte Juli in Transportzügen zur Heeresgruppe (HGr.) NORD gefahren. Hier wurde sie Ende Juli dem LVI. AK. mot. im Raum Lugazugeführt. Das Korps hatte den Befehl, mit den anderen Verbänden der Panzer-Gruppe 4**) nach Leningradvorzustoßen.
      Der Vormarsch der Division durch urwaldähnliches Gelände gewann zwar Boden, aber langsam. Ende August konnte die 2. sowjetische Miliz-Division geschlagen werden und in der ersten Septemberwoche kämpfte sich die Division auf Krassnowardeisskvor. Die Verluste der Pol.D., die sie besonders bei der Einnahme von Lugazu verzeichnen hatte, waren schwer. Jetzt unterstand die Pol.D. dem L. AK., das mit seinen beiden Divisionen (269. ID) überKrassnowardeisskdirekt auf Leningradangreifen musste. Nach dem Fall dieses Verkehrsknotenpunktes griff die Pol.D. Puschkin, das frühere Zarskoe Selo, Prachtresidenz der einstigen Zaren, an. Das SS-Polizei-Regiment 2 (SS-Pol.Rgt. 2) eroberte mit Unterstützung einer Kampfgruppe der 1. Panzer-Division (1.Pz.D) die Zarenschlösser. Es war der letzte Erfolg der HGr. NORD vor Leningrad.
      Mitte Oktober begann die Witterung umzuschlagen und vier Wochen später erstarrte das Land um Leningradin Schnee und Eis; nun war keine Kriegsführung mehr möglich. Das L. AK. erhielt Befehl, die Millionenstadt von Süden her abzuriegeln. Zu den ihm unterstellten Divisionen gehörte die SS-Pol.D. Sie hielt ihre Front dicht südwestlich der Millionenstadt, die die Polizisten durch ihre Ferngläser beobachten konnten.
      Bei 40° unter Null war nur noch Stellungskrieg möglich.
      Der nächste Einsatzraum der Division wurde das Sumpf- und Waldgebiet westlich des Wolchow. Als es den Sowjets gelang, im Februar 1942 den Wolchow zu überschreiten und bis weit nach Ljubanvorzustoßen, wurde die Division aus der Leningradfront abgezogen und eilig an diesen bedrohten Frontabschnitt geworfen. Bei dem angesetzten deutschen Gegenangriff zur Abriegelung der Kesselfront griff die Pol.D.*** von Spasskaja Polistj nach Süden in Richtung Mostkian und schloß mit den von Süden her angreifenden deutschen Kampfgruppen den Kessel um die Armee des Generals Wlassow. Danach wurde die Pol.D. wieder an die Front nach Leningradverlegt und befand sich Anfang Januar 1943 südostwärts der Stadt an der Newa.
      Das war der letzte Einsatzraum der Pol.D. im Nordabschnitt der Ostfront …
      … denn seit September 1942 entstand auf dem SS-Truppenübungsplatz (Tr.Üb.Pl.) Heidelager (Debica) bei Krakau eine neue Division, die anstelle der bisherigen Polizei-Division treten sollte.
      ____________________
      *)Polizei-Regimenter 1, 2 und 3 ; **)Pz.Gruppe 4 = Hoepner, später die 4. Pz.Armee.; ***) s. u. »Kampfgruppe Jeckeln«
      Es wurden vorerst zwei Polizei-Panzergrenadier-Regimenter 1 und 2 mit je drei Bataillonen aus bisherigen Besatzungsverbänden in Polen gebildet. Dazu kam ein Art.Rgt. mit sechs Batterien, eine Auflärungs-Abteilung (Aufkl.Abt.), Flak-Abt., Sturmgeschütz-Abt. (Stu.Gesch.Abt.) und Nachrichten-Abteilung (Nachr.Abt.). Diese Truppe erhielt am 01. Juni 1943 die Bezeichnung:
      Polizei-Panzergrenadierdivision und am 22. Oktober wurde die Division endgültig in 4. SS-Polizei-Panzergrenadierdivision umbenannt.
      Die Verbände der neuen Division wurden bereits im Dezember 1943 zur HGr. „E“ transportiert und im Großraum Salonikiausgeladen. Da verblieb die 4. SS-Pol.Pz.Gren.Div. im Bereich der Oberfeldkommandantur 395. Die noch in Nordrußland eingesetzten Teile der einstigen Pol.D. wurden noch in den Rückzugskämpfen der HGr. NORD aus dem Raum Leningradzur Luga gebraucht; von hier zur Auffrischung um Pleskauzurückverlegt und im April 1944 nach Griechenland verlegt.
      Die bisher von der Pol.D. getragene Polizeiuniform wurde nun mit der Uniform und den entsprechenden Dienstgraden der Waffen-SS getauscht!
      Die neue komplette 4. SS-Pz.Gren.Div. verlegte im August 1944 in den Großraum Belgrad und wurde fortan zur Partisanenbekämpfung im Raum Skopjeund im Banat eingesetzt. Einen Monat später begann der Einsatz gegen die auf Ungarn vorrückenden Kräfte der »Roten Armee«. Die Division unterstand dabei zeitweise dem IV. und LVII. AK. der 6. bzw. 8. deutschen Armee. Wechselvolle Kämpfe entbrannten während des Einsatzes besonders im Brückenkopf Szolnok.

      ____________________
      Die schwer angeschlagene Division wurde im Januar 1945 aus der Ungarnfront abgelöst und nach Pommern zur kurzen Wiederauffrischung verlegt. Viel Zeit blieb nicht, denn die Sowjets waren bereits bis Pommern und zur Ostseeküste vorgestoßen. Während Teile der Division ihren Einsatz um Burtin,Stolpund Konitzfanden, kämpften andere Einheiten um Gotenhafender Oxhöfter Kempe und bei Hela. Die Reste der Division wurden im Schiffstransport noch Mitte April nach Swinemündeüberführt und von hier unter Zuführung der Reste der 23. SS-Grenadierdivision*) zum Abwehrkampf um Eberswalde,Oranienburgund Neubrandenburgeingesetzt.


      Kommandeure:
      Gruppenführer und GenLt. d. Pol. Karl von Pfeffer-Wildenbruch; Brigadeführer und GenMaj. d. Pol. Arthur Mülverstedt; Brig.Fhr. Walter Krüger;
      Brig.Fhr. und GenMaj. d. Pol. Alfred Wünnenberg; Oberführer und Oberst d. Pol. Fritz Schmedes; Brig.Fhr. Herbert-Ernst Vahl (gefallen); Brig.Fhr. und GenMaj. d. Pol. Fritz Schmedes; Standartenführer Walter Harzer; Ob.Fhr. und Oberst d. Pol. Helmut Dörner.
      *)
      Es handelt sich hier um die 4. SS-Freiwilligen Panzergrenadier-Brigade »Nederland«! Dieser Großverband blieb aufgrund erbetener politischer Rücksichtnahme, und ab 1944 mangels ausreichenden Ersatzes, seiner Stärke nach bis zuletzt eine starke, selbständige Panzergrenadier-Brigade (gep.). Er wurde Februar 1945, noch umbenannt in 23. SS-Freiwilligen-Pz.Gren.Div. »Nederland«.
      ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
      4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division²
      Aufstellung
      Ab Herbst 1943 aus Teilen/ SS-Polizei- (Inf.) Division sowie Stämmen aus SS-Pz. und Pz.Gren.Ersatz Verbänden, Waffen-Schulen und jüngeren Freiwilligen der Ordnungspolizei im WK. XXI (Böhmen-Mähren) und auf dem Tr.Üb.Pl. »Heidelager«, bei Debica, zusammengestellt.
      Vollaufstellung ab Frühjahr 1944 in Griechenland, Raum um Lárissa(Div.-Gefechtsstand) unter »Befehlshaber Südgriechenland« bei der HGr. „E“.

      Gliederung
      Stab/ SS-Polizei-Pz.Gren.Div. – mit Begleitkompanie (mot.) –
      SS-Polizei-Pz.Gren.Rgt. 7 (drei Pz.Gren.Btl./mot. je Rgt.[i]+ Rgt.Pi./Pz.Jg.-/ IG-/Kradsch.Kompanie) [/i]
      SS-Polizei-Pz.Gren.Rgt 8 (wie Rgt. 7))
      SS-Polizei Panzer Abt. 4 (vier Pz.Kompanien [Pz-IV / StuGesch.-IV] Oktober 44 auch PzKpfwgn. V / Werkstattzug)
      SS-Polizei-Pz.Art.Rgt. 4 (I., II.Abt.[je 3 Batterien, pro Bttr.4 le. Feldhaubitzen], III.[gem. schw.]Abt. mit 12 schw. FHb / mot.Zug)
      SS-Polizei-Flak-Abt. (mot.) 4 (zwei schw.-/ eine gem.Flak-Batterie)
      SS-Polizei-Pz.Aufkl.Abt. 4 (2 Pz.Späh- / 2Aufkl.Kompnien[le. SPW Aufkl.Züge auf Schwimm-VW])
      SS-Polizei-Fla-Kp. (mot.) 4 (3 gem. Fla-Züge / mot.Zug)
      SS-Polizei-Pz.Jg.Abt. (SF) 4 (2 Pz.Jg./ StuGesch.Kompanien (IV) – 1 Pz.Jg.Kp / 12 schw. Pak- / 1 Fla-Zug)
      SS-Polizei-Pi.Btl. (mot.) 4 (2 mot. Pi. / 1 Pz.Pi.Kp. [le. SPW])
      SS-Polizei-Nachr.Abt. 4 (Funk- / Fernsprech-Kompanie und Nachrichtenkolonne)
      SS-Versorg.- / Nachsch.-/ Instands.-/ San.-Truppen Nr. 4

      Einsatz
      Balkan-Feldzug, 1944 (HGr. „F“ / SÜD) –
      Während Abschluß der Neuaufstellung Sicherung Mittelgriechenlands gegen Übergriffe starker kommunistischer Partisanen-Verbände, verlustreiche Kämpfe in West-Mazedonien.
      Ab Mitte September 44 Verlegung zur HGr. „F“ – Marsch zu »Armeegruppe Felber«, in Serbien, zum Teil in langwierigem Eisenbahntransport durch partisanenverseuchte Gebiete – und Sicherung der Donau am »Eisernen Tor«. Aufnahme deutscher Restgruppen aus dem Zusammenbruch in Rumänien (Ende August 1944 umJassy). Kampfkräftige Aufklärung durch KGr. »Deutsche Verfügungstruppe Banat« gegen Siebenbürgen und Raum um Temesvar(Temeschburg). Abwehr nordwestlich Temesvar– Absetzbewegung der nordöstlich Belgradversammelten 4. SS-Pol.Pz.Gren.Div. (Schmedes) nach Norden, Rückzugskämpfe bis hinter den »Theiß-Abschnitt« (Mitte September – Oktober 1944 / HGr. SÜD).
      Oktober 1944 Gegenangriffe, unter Generalkommando LVII. Pz.Korps (ungarisches AOK 3) an der Theiß. Später, mit Teilen schw. Pz.Abteilung 503 (Hauptmann Fromme) unter Gen.Kdo. IV. Pz.Kps. (Armeeabt. Fretter-Pico). Angriff, über ungarischen Brückenkopf um Szolnokin Richtung Nordost gegen Debrecen, bis Raum um Kenderes / Gegend südostwärts Tiszabö-Fegyvemek. Abwehr ostwärts Szolnok12. bis 28. Oktober.
      Einsatz in der »Schlacht ost / nordostwärts Budapest«, bis Ende Dezember 1944; Verteidigung von Szolnok, bis 06. November – Abwehr nördlich der Theiß, mit unterstellter Kampfgr. SS-Pz.Gren.Div.
      »Horst Wessel«, im Raum nördlich Szolnok– Ausbruch aus Einschließung um Jazbereny(westlichTiszafüred); Absetzbewegung bis Gegend um Hatvan– südwestlich Gyöngyös/ Matra-Gebirge. Ende November-Dezember Abwehr und Rückzugskämpfe, im Rahmen der »Abwehrschlacht der H.Gr. SÜD um / südwestlichBudapest«, über Raum nördlich Hatvan-westlichVac, Donau – Rückzug auf Riegel um Balassagyarmat(AOK 8), bis Mitte Dezember. Verteidigung gegen Durchbruchsversuche der russischen »Mot.Mech.-Gruppe Plijew« in die Westslowakei. Abwehr umSzeczeny-Balssagyarmat-Gegend südwestlich Blauenstein,Gran(Modry Kaman), Mitte Dezember / Mitte Januar. Mit Masse ab Anfang Januar 1945 herausgelöst zur Auffrischung, einzelne Kampfgruppen noch bis Mitte Januar im Raum Alt-Sohlals Sperrverband eingesetzt (bei AOK 1).
      Zur Auffrischung im Heimatkriegsgebiet bei HGr. SÜD herausgezogen, mußten die letzten Transporte der SS-Pol.Div. teilweise, gleich nach Pommern, in den Raum südostwärts Stettin, durchgezogen werden: bei kurzen Zwischenaufenthalten im RaumMagdeburg-Berlinkonnten Personalersatz, Genesene wie Kommandierte (Führungspersonal) und neue (in Ungarn zurückgelassene) Ausrüstung übernommen werden.


      Einsatz vorderster Teile der zur HGr. »WEICHSEL« verlegten, bei Stargard(Gef.Std./11. Pz.Armee?) ausgeladenen 4. SS-Polizei-Pz.Gren.Div. (Harzer) ab 04. Februar 1945 gegen, in Linie Arnswalde(Gruppe Gen. Voigt) – südlich Stargard– um Pyritz/ Bahn (Kgr. Oberst Weiß) vordringende Vorausabteilungen der russischen »61. und 67. Armee« (1. Belorussische Front / Schukow). Versammlung der Division bis 12. Februar hinter vorderster Teile Kampfgruppe Pz.Div. »Holstein«, (Gruppe Hörnlein / später XXXXIX. Pz.Korps).
      Ab 14. Februar Angriff, Richtung Süd, im Verband des III. SS-Pz.Korps, als Flankenschutz für die auf Arnswaldevorstoßende 11. SS-Pz.Gren.Div. »Nordland« Abwehr nordostwärts Arnswalde, bis die dort eingeschlossenen Kräfte und Flüchtlingstrecks in den Raum Stargard-Stettinzurückgeführt waren (22. Februar). Bei III. SS-Pz.Korps herausgelöst, Marsch zur 2. Armee, Raum südlich Stolp– südwestlich Bütow, Hinterpommern.
      Abwehr gegen die zur Ostsee zwischen Danzigund Kolbergvordringenden Mot. Schützen-Korps der »2. Belorussischen Front«, ab 28. Februar 1945: Gegenangriff, bei VII. Pz.Korps (mit Teilen 4. und 7. Pz.Div.) im Raum um / nordostwärts Rummelsburg(bis 08. März). Abwehr in Hinterpommern, im Raum südostwärts Stolp– südlich Lauenburg– südwestlich Neustadt, bis 12. März. Verteidigung im deutschen »Ostsee-Brückenkopf umDanzig-Hela«, Raum südostwärts Neustadt/- Mechlingen– nördlich Zoppotbis 31. März (VII. Pz.Korps / AOK 2): Verteidigung der »Festung Gotenhafen(Gdingen)-Oxhöft« (VII. Pz.Korps – Kampfkommandant Admiral Bode) bis 26. März; Verteidigung des Riegels Oxhöfter Kempe bis 31. März. Danach Evakuierung der Restteile Kampfgruppe SS-Polizei-Pz.Gren.Div. auf die Halbinsel Hela, nördlichGotenhafen/ Danzig(01.-05. April).

      Verlegung der Reste SS-Polizei-Div. (Harzer) ab 10. April 1945: Masse der Division, etwa 5 000 Soldaten mit Infanteriewaffen, wurde ab 11. April mit dem schnellen Frachtdampfer »Goya« von Hela-Reedenach Swinemündetransportiert – die Verwundeten aus dem Danziger-Kessel mit der 1. San.Kompanie / Pol.Div. liefen weiter nach Kopenhagen(MS »Goya« wurde bei der nächsten Fahrt vor Helaversenkt).
      Versammlung der Kampfgruppe 4. SS-Polizei-Pz.Gren.Div. im Raum südlich Prenzlau(zur Verfügung 3. Pz.Armee / 14.-17. April 1945) – eine Eingliederung der Reste »Polizei-Division« in die 23. SS-Freiw.Pz.Gren.Div. (vom SS-Führungs-Hauptamt vorgesehen) fand nicht mehr statt: Kampfgruppe 4. SS-Polizei-Pz.Gren.Div. wurde im Raum Gramzownoch einmal mit Infanteriewaffen ausgerüstet; die SS-Pz.Aufkl.Abt. 4, ab Februar bei 11. Pz.Armee(?*), traf ein. SS-Polizei-Pz. Gren.Rgt. 7 konnte durch das SS-Pz.Gren.Ers. u. Ausb.Rgt. 103 aufgefüllt werden; auch SS-Polizei-Pz.Gren.Rgt. 8 erhielt noch einmal Ersatz (SS-Obergruppenführer Steiner besorgte die nötigsten Waffen und Fahrzeuge).
      Als Artillerie führte die H.Gr. WEICHSEL das Luftwaffen-Flak-Sturm-Regiment 6 zu. Die SS-Panzer-Abteilung 4 kämpfte als Infanterie-Bataillon….
      Ab 20. April Sicherung am Finow-Hohenzollern-Kanal, bei Eberswalde(bei Gruppe Steiner / 3. Pz.Armee) – Abwehr im Abschnitt Spandauer Heerstraße bisOranienburg, entlang des Oranienburger Kanals. Ab 27. April Rückzug durch Mecklenburg, über Neu-BrandenburgHerzbergKyritzbis in den Raum um / westlich Ludwigslust.

      Besonderheiten
      Die ab August 1943 neu aufgestellte 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division entstand aus Rahmen-Bataillonen (stets das erste) der Polizei-Infanterie-Regimenter 1 bis 3, inDebica. Die SS-Panzer-Abteilung 4 wurde neu aufgestellt aus SS-Sturmgeschütz-Batterie 5 (ursprünglich für SS-Sturmbrigade »Wallonien« vorgesehen) und Teilen Sturmgeschütz-Batterie 4.
      (Debica liegt Nähe Kraukau)
      Ende
      Die Division wurde am 04. Mai 1945 durch Standartenführer Harzer aufgelöst.
      ____________________
      *)Höchstwahrscheinlich die 11. Armee bei der Heeresgruppe WEICHSEL.
      ::::::::::::::::::::::::::::::
      */**/***)
      Anmerkungen und Erläuterungen meinerseits.
      Bsp.:
      Literatur: Mann, Alfred » Die Ostreiterschwadron 299 (POA) «;
      ISBN 3-87336-255-4

      Quellen:
      ¹)
      Haupt, Werner » Deutsche Spezialdivisionen « Gebirgsjäger, Fallschirmjäger und andere;
      ISBN 3-89555-906-7
      ²)
      Stoves, Rolf » Die gepanzerten und motorisierten deutschen Grossverbände 1935-1945 « Divisionen und selbständige Brigaden;
      ISBN 3-7909-0279-9

      ³)
      Pohlmann, Hartwig » Wolchow « 900 Tage Kampf um Leningrad 1941-1945;
      ISBN 3-7909-0201-2

      ª)
      Husemann, Friedrich » Die guten Glaubens waren « Geschichte der SS-Polizei-Division , Band I 1939 – 1942, Band II 1943 – 1945
      ISBN 3-920677-35-3

      weitere Literatur:
      Regenberg, Dr. Werner » Panzerfahrzeuge und Panzereinheiten der Ordnungspolizei 1936-1945 «;
      ISBN 3-7909-0593-3
      Klemp, Stefan » „Nicht ermittelt“ « Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz
      ISBN 3-89861-381-X
      __________
      MfG Uwe
      Avatar im Gedenken an Daniel BRUNSSEN, Wachtm., 2./Aufkl.Abt. 118 (*4.7.14 Bremen - vermisst 7.5.44 Dalmatien), EM -8- Krad-Meld.Zug 22
    • Hallo Uwe

      vielen Dank, Schöne zusammenstellung.

      Gruß Ulf
      --------------------------------------------------------------
      Ich suche Bildmaterial, Dokumente und sonstige Informationen über ausländische Orden und Ehrenzeichen die an Deutsche verliehen wurden. Zum Zweck der Aufarbeitung und der Dokumentation.
      Vielen Dank