Die 361. Infanterie-Division im Kessel von Brody

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    • Die 361. Infanterie-Division im Kessel von Brody

      Hallo.

      Im Juli 1944 war mein Opa als Teil des Jagdzugs der 361. Infanterie Division im Kessel von Brody eingeschlossen. Er wurde verwundet, konnte aber entkommen.
      Gerne wuerde ich mehr ueber die Schlacht von Brody und den Jagdzug der 361. Infanterie Division erfahren.

      Hat vielleicht jemand ein paar Empfehlungen fuer mich?

      Vielen Dank.

      Silke
    • Hallo Silke,

      über die 361 ID gibt es meines Wissens keine Literatur, leider.
      Über die Vorgänge im und um den Kessel Brody liegt mir nur von Wolfgang Lange, das Buch „ Korpsabteilung C“, aus der Reihe, Die Wehrmacht im Kampf, vor. Die Korpsabteilung C bestand aus den Resten der 183, 217 und 339 ID.
      Eine sehr schöne Schilderung der Lage im Kessel, findest du im Buch „Grünes Herz im Feldgrau“ von Hubert Hundrieser, er war Offizier in der 217. ID. Er zitiert in diesem Buch Worte des katholischen Divisionspfarrers Bade, welcher die sowj. Kriegsgefangenschaft überlebte.
      Zitat:„Als die Sonne am 22. Juli 1944 blutrot unterging, war das 8. Armeekorps liquidiert. Zirca 25000 – 30000 deutsche Soldaten lagen erschlagen auf dem Schlachtfeld. Ein paar tausend liefen noch ein paar Tage um ihr Leben bis nach Ungarn. Über die Reste senkte sich die große Nacht des tiefen Schweigen der russischen Gefangenschaft… So ein Ende ist bitter wie der Tod und schrecklich wie das Weltende.
      Weiterhin war die 14. Waffen-Grenadier-Division der SS, im Kessel von Brody.

      Gruß Heinz:)

      Bildquelle: Karte 12,Wehrm. i. Kampf, Bd.28 und Auszug Tessin 361 ID
      Dateien
      • brody.jpg

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      • 361ID Tessin.JPG

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    • Hallo Silke,

      habe etwas an deinem Anhang gebastelt;). Die Namen der Mitarbeiter auf amtlichen Dokumenten bitte unkenntlich machen. Beim einstellen von Anhängen bitte die Quelle angeben, hat alles einen rechtlichen Hintergrund.
      Dein Großvater war wohl bis zum Zeitpunkt seiner Verwundung in der Panzerjägerabteilung der Division. Gibt es in der Familie Überlieferungen wo er die letzten Kriegsmonate vor seiner Gefangenschaft war?

      Gruß Heinz:)
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    • Hallo Heinz. Danke. Ich werde es in Zukunft beruecksichtigen.

      Also ist Jagdzug in diesem Fall mit Panzerjaegerabteilung gleichzusetzen? Ich kenne mich in militaerischen Dingen leider so gar nicht aus.

      Zu Deiner Frage, nach seiner Verwundung in Brody kam mein Opa ins Lazarett nach Ungarn am Plattensee (muendliche Ueberlieferung).

      Nach seiner Genesung war er bis zum Beginn seiner Kriegsgefangenschaft Teil des Versorgungskp. der 361 Infanterie Division (siehe WASt).

      Am 12.11.1944 ist er in Kriegsgefangenschaft gekommen (siehe WASt).
      Aus muendlichen Ueberlieferungen weiss ich, dass er die ersten drei Monate im Durchgangslager Stenay war. Danach kam er nach Verdun und blieb dort bis Februar 1946.
      Dann gibt es leider eine Luecke. Ich weiss nicht, wo er zwischen Februar '46 und dem Ende seiner Kriegsgefangenschaft im Juni 1948 war...

      Was ich wohl noch habe ist seine Kriegsgefangenennummer. Koennte man mit Hilfe dieser eventuell weiterforschen?

      Viele Gruesse. Silke
    • Danke Heinz.

      Im Rahmen einer anderen Frage ist dies im Ahnenforschungsforum vor einigen Wochen auch angesprochen worden.

      Dann hat sich herausgestellt, dass aus den Resten der 361. Inf. Div. am 17.09.1944 ein Versorgungsregiment 361 aufgestellt worden ist. Dieses wurde der am 21.09.1944 aufgestellten 361. Volksgrenadier Div. unterstellt. Quelle Tessin.
    • Hallo Silke,

      ich werde jetzt mal versuchen lediglich die Passagen bzgl. der 361. Infanterie-Division rauszuarbeiten, also bitte nicht wundern wenn der Lesefluß etwas beeinträchtigt wird.

      Die Korpsabteilung C sollte als die noch kampfkräftigste Division den Stoßkeil für den Ausbruch bilden. Sie erhielt den Auftrag, im Morgengrauen des 20. beiderseits Bialy Kamien über den Bug vorzustoßen und nach Überschreiten der weiter südlich verlaufenden Zloczowka die Gegend zwischen Skwarzwa und Chilczyce unter starker Sicherung nach Südwesten in Besitz zu nehmen.

      Dazu wurde ihr ein Bataillon der 361. Infanterie-Division und die Sturmgeschütz-Abteilung 249 unterstellt. Die 14. SS-Division sowie die 361. Infanterie-Division und die 454. Sicherungs-Division hatten den beiden Angriffsdivisionen den Rücken zu decken, um sich dann ebenfalls befehlsgemäß abzusetzen.

      Der Angriff begann am 20. Juli um 3.30 Uhr morgens. Dann gab der Chef des Korpstabes zur Lage noch bekannt, das sich südlich der Rollbahn Zloczow-Lemberg bis zu einer Tiefe von 5 Kilometern nur feindliche Sicherungen befänden, eine Front des XXXXVIII. Panzerkorps noch fest vorhanden wäre und dieses Korps mit der 1. und 8. Panzer-Division aus der Gegend südlich von Zloczow erfolgreich entgegenstoßen würde - das eine wie das andere waren aber folgenschwere Irrtümer.

      Was wirklich im Süden vor sich ging, wußte die Korpsführung zu diesem Zeitpunkt nicht.

      weiteres folgt...........

      Quelle: siehe oben

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Nachtrag:

      Die Ereignisse an den tiefen Flanken und im Rücken des XIII. Korps hatten schon äußerst bedenkliche Ausmaße angenommen. Im Norden war der eigene Gegenangriff endgültig gescheitert. Dort hatte man Mühe das weitere Vorgehen der feindlichen Hauptkräfte nach Westen in Richtung Lemberg zu verzögern.

      Die Lage im Süden bei Zloczow hatte sich zwischenzeitlich ebenfalls verschlechtert. Der 16. und 17. Juli brachten nachdem sich die Masse der 8. Panzer-Division weiter nach Westen zurückziehen mußte für die 1. Panzer-Division schwerste Verluste.

      Am Abend des 17. Juli mußte auch diese Division ein weiteres Absetzen auf Kabarowce südostwärts Zloczow befehlen.

      Am 20. Juli hatte die Divisionsgruppe 183 die Höhe 257 besetzt und die gepanzerte Gruppe Poczapy erreicht, während die Divisionsgruppe 217 noch weiter rückwärts bei Zulice stand. Die 349 Infanterie-Division links (mit unterstellter Divisionsgruppe 339) hatte im Morgengrauen die Höhe 334 gewonnen und kämpfte sich weiter nach Süden vor. Rechts stand in der Gegend Skwarzawa das Füsilier-Bataillon 361 und schirmte nach Westen ab.

      weiteres folgt.........

      Quelle: siehe oben.

      Gruß
      Michael
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