Infanterie-Regiment 9 und die 23. Infanterie-Division 1941

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    • Infanterie-Regiment 9 und die 23. Infanterie-Division 1941

      Hallo,

      ich bin auf der Suche nach einem Angehörigen des Infanterie-Regiments 9 der 23. Infanterie-Division.
      Ich bin beim Ausräumen auf ein Reclam-Heftchen aus dem Jahre 1942 gestossen, das den Titel trägt "Ein Leutnant von der Infanterie". Es handelt sich um ein 35 Seiten-Nachruf auf einen gefallenen Soldaten, der im Text allerdings nur mit C. abgekürzt genannt wird. Der Autor ist sehr interessant: Er nennt sich Detlef Friedrichsen. Es handelt sich meinen Recherchen zufolge um ein Pseudonym für Fritz-Dietloff Graf von der Schulenburg, einen der Attentäter des 20. Juli 1944. Er beschreibt in dem Heftchen die Kämpfe um Mogilev im Sommer 1941 und darin eben seinen Kameraden, einen Zugführer, den er wegen seines Mutes bewundert. Ich wüßte halt gern, wer das wohl war. Im Text wird mehrfach von Jägern gesprochen. Möglicherweise die 6. Kompanie Garde-Jäger-Bataillon? Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen oder vielleicht ist das Heftchen ja auch für jemanden hier interessant.

      MfG
      Nadine
    • Hallo Nadine,

      du hast ausgesprochenes Glück, dass ich diese Information über Umwege der Regimentschronik entreissen konnte. :D

      Bei dem gesuchten Soldaten handelte es sich um den Leutnant Constantin. Zum besagten Zeitpunkt war er Führer eines Spähtrupps des II./Infanterie-Regiment 9. Er wurde dafür mit dem EK I. ausgezeichnet.

      An diesen Kampfhandlungen war noch ein zweiter Offizier beteiligt, der mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Hier handelte es sich um den Leutnant Hans- Otto Brandt.

      das-ritterkreuz.de/index_searc…rt1=633&searchword=Brandt

      Von diesem Soldaten habe ich auch noch ein Foto vorliegen, dass Ihn bei der Verleihung des Ritterkreuzes zeigt.

      Gruß
      Michael

      PS: Ich bin sehr an diesem Heft zur 23. ID interessiert. Besteht ggf. die Möglichkeit, dass du dieses für mich scannen könntest? Ich würde davon ggf. Teile zum Ausbau des Lexikons verwenden wollen. Bei Interesse schick mir doch mal bitte eine kurze PN OK?
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo an alle.


      Ich interessiere mich für die Geschichte der Verteidigung und Erstürmung der Stadt Mogilew im Jahr 1941, da ich selbst ein gebürtiger und Einwohner dieser Stadt.

      Zuvor fand die Information, dass der Exbundespräsident Richard von Weizsäcker diente im 9. Potsdamer infanterie-regiment, 23 Infanterie-Division und angeblich auch beteiligt war im Monat Juli des Jahres 1941 bei der Erstürmung der Stadt Mogilew, wo er in den arm geschossen.


      426351.forumromanum.com/member…meinungsfreiheit_pur.html


      Weiß jemand etwas mehr darüber? Kann ich dieser Quelle Vertrauen?

      Ich freue mich über jede Information, da im angegebenen Zeitraum sehr wenig Informationen von deutscher Seit :)

      Wladislaw
    • Hallo Wladislaw,

      wie versprochen anbei die ersten Informationen zur Schlacht um Mogilew:

      Am 18. Juli besucht Gercke die 4. Armee in Belynitschi am Drut, wobei er in den Lagekarten der Armeeführung 6 feindliche Divisionen in Mogilew verzeichnet findet, von denen nur eine angeschlagen sei, die anderen fünf intakt. Weiter rückwärts sollen zwei Panzer-Divisionen stehen.

      Mogilew ist ein wichtiger Stützpunkt im Verteitigungssystem der Stalin-Linie, gegen den beim ersten Vorstoß die SS-Panzer-Division Das Reich, die 3. Panzer-Division und die 1. Kavallerie-Division vergeblich angerannt waren. Vor Mogilew liegen in einem Halbkreis von 8 km die ausgebauten und besetzten Feldbefestigungen des feindlichen Brückenkopfes.

      Während die Voraus-Abteilung der 2. Armee gegen die befestigten Stellungen des Gegners vor Mogilew sichert, stellt sich in der Nacht vom 19. zum 20. Juli 1941 die 23. Infanterie-Division mit Infanterie-Regiment 9 rechts und Infanterie-Regiment 68 links zum Angriff über den Lachwaabschnitt bereit.

      weiteres folgt..........

      Quelle: Das Potsdamer Infanterie-Regiment 9 von W. Paul

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Nachtrag:

      Eigene Aufklärung konnte nicht mehr vorgetrieben werden, da das 7. Armee-Korps den 20. Juli, 14.00 Uhr, als Angriffsbeginn befohlen hatte. Der Auftrag für die Division lautete, einen Brückenkopf zu erzwingen und die Straßenbrücke Mogilew möglichst durch Handstreich zu nehmen.

      Verteidigt wird Mogilew, das auf dem westlichen Ufer des Dnjepr liegt, von drei Divisionen der sowjet. 13. Armee unter Generalleutnant Gerassimenko.

      Generalleutnant Hellmich setzt Infanterie-Regiment 68 auf die Straßenbrücke über den Fluß an, Infanterie-Regiment 9 rechts davon auf Sselez südlich von Buinitschi und den Dnjepr. Infanterie-Regiment 67 steht hinter Infanterie-Regiment 9 ohne drei Kompanien, die einen anderen Auftrag haben, zur Verfügung der Division.

      Während der Bereitstellung schießt der Gegner Störfeuer mit Artillerie.

      Ohne Artillerie-Vorbereitung wird um 14.00 Uhr angetreten.

      weiteres folgt............

      Quelle: siehe oben


      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Nachtrag:

      Im Gefechtsbericht der 23. Infanterie-Division vom 29. Juli heißt es:

      Der Angriff des Infanterie-Regiments 9 macht, ohne auf größeren Feindwiderstand zu stoßen, gute Fortschritte, während das Infanterie-Regiment 68 auf zunehmenden Feindwiderstand stößt. Seit 14.15 Uhr lebhaftes feindliches Artilleriefeuer auf das ganze Gelände (des Infanterie-Regiment 68). Trotz mehrfacher tapfer und unerschrocken durchgeführter Versuche kommt der Angriff des Infanterie-Regiments 68 an diesem Tage über die Ausgangslinie nur unwesentlich hinaus.

      Infanterie-Regiment 9 erreicht nach einstündigem Vorgehen die Straße in Szelez. Bis 17.45 Uhr hat es 50 Gefangene gemacht; um 20.16 Uhr kann das Regiment melden, daß es bei Buinitschi über den Dnjepr gekommen ist und einen kleinen Brückenkopf besitzt.

      Kurz nach Mitternacht sind das I. und II. Bataillon über den Dnjepr im Brückenkopf, nachdem ein Minenfeld überwunden wurde. Das III. Bataillon sichert bei Szelez. Sicherung wird nach Norden und Osten aus den Brückenkopf vorgeschoben, in Richtung Lupolowo, der Vorstadt von Mogilew auf dem östlichen Flußufer, aufgeklärt.

      Am 21. Juli greifen Infanterie-Regiment 68 und 67 um 9.15 Uhr an.

      Gefechtsbericht 23. Infanterie-Division:

      Für den späten Zeitpunkt ist maßgebend, daß Artillerie für engste Zusammenarbeit mit den beiden Stoßgruppen noch umgruppiert werden mußte. Aber trotz des mit großem Schwung vorgetragenen Angriffs des Infanterie-Regiments 67 stößt auch dieses bereits nach kurzer Zeit auf heftigen Widerstand bei Buinitschi. Beide Regimenter versuchen, Boden zu gewinnen, was jedoch nur unter großen Opfern möglich ist.

      Die Divisionsführung erkennt, daß sie es mit einem starken Gegner zu tun hat, der ihr überlegen ist. Da er aber im Norden von Mogilew von der 7. Infanterie-Division angegriffen wird, muß er sich taktisch in schwieriger Lage befinden. Deshalb gibt das Divisionskommando den Versuch nicht auf, den feindlichen Widerstand zu brechen.

      Weiters folgt..........


      Quelle: siehe oben

      Gruß
      Michael
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    • Nachtrag:

      Am Nachmittag gelingt der Handstreich des Leutnants Brandt, Führer der 10./Infanterie-Regiment 67, auf die Straßenbrücke. Bald darauf muß er sich von ihr um 200 Meter nach Westen wieder absetzen, da er den Feind im Rücken hat. Die Brücke sperrt er durch Feuer. Infanterie-Regiment 9 tritt am 21. Juli gegen 20:00 Uhr mit verstärktem II. und I. Bataillon auf Lupolowo an. Im Bericht des Regiments an die Division vom 23. Juli 1941 heißt es:

      Das an vorderster Stelle vorgehende II./Infanterie-Regiment 9 traf immer wieder auf feindlichen Widerstand, der in den meisten Fällen rasch gebrochen werden konnte. Trotzdem traten durch den immer wieder auftauchenden feindlichen Widerstand – besonders MG – so große Verzögerungen ein, daß das II./Infanterie-Regiment 9 sich erst gegen 2.15 Uhr am 22.Juli dem Nordteil von Lupolowo näherte.

      Um die in Lupolowo und ostwärts davon befindlichen Dnjepr-Übergänge in die Hand zu bekommen, war befohlen worden, daß das II./Infanterie-Regiment 9 durch den Nordteil von Lupolowo durchstoßend unter Vorwerfen von Radfahrern sich schnell in den Besitz der Eisenbahnbrücke und der Brücke bei der Gerberei zu setzen hatte, während das I./Infanterie-Regiment 9 den Hauptübergang über den Dnjepr nach Mogilew in Besitz nehmen sollte, wenn möglich in Verbindung mit der dort zu vermutenden 10/Infanterie-Regiment 67. Beim Herankommen an Lupolowo erhielt das vorderste Bataillon Feuer. Trotzdem stieß es befehlsgemäß durch. Der Russe schien über das Erscheinen deutscher Truppen völlig überrascht und sprengte bei Eintreffen der vordersten Teile die Brücke bei der Gerberei in die Luft. Die Kompanie Reichardt errichte sehr schnell die Eisenbahnbrücke, die ebenfalls in die Luft flog.

      Das I./Infanterie-Regiment 9 war mit seiner 3./Infanterie-Regiment 9 sofort nach Norden auf die Brücke von Mogilew vorgestoßen. Hier gelang die Überraschung. Die an der Brücke stehenden Gegner hatten keine Zeit, die Sprengung auszuführen und mußten unter blutigen Verlusten das Feld räumen. Daß die Brücke in die Hand genommen werden konnte, ist dem Vorwärtsdrang des I./Infanterie-Regiment 9 und seiner Führer zu verdanken.

      Nach einiger Zeit wurde durch den Bataillonskommandeur Major Hannig, die Verbindung mit den westlich der Brücke befindlichen Teilen der 10./Infanterie-Regiment 67 aufgenommen. Vorgefunden wurden zunächst Leutnant Brandt und etwa 15 Mann. Leutnant Brandt befand sich einige 100 Meter westlich der Brücke auf einer Wiese, wohin er ausgewichen war, nachdem er am Abend infolge des zunehmen Feindrucks die Brücke nicht mehr halten konnte. Die erste Verbindung hatte mit ihm Leutnant Constantin, Führer des Spähtrupps II./Infanterie-Regiment aufgenommen.

      Leutnant Constantin erhielt das E.K. I, Leutnant Brandt, 10./I.R. 67, das Ritterkeuz.

      Gefechtsbericht Infanterie-Regiment 9 an die 23. Infanterie-Division: „Im weiteren Verlauf des Kampfes, der sowohl für die Russen wie auch für die beiden Bataillone sehr verlustreich war, wurde Lupolowo genommen.

      Der Regimentskommandeur war mit seinem Stabe am 21. Juli gegen 23:00 Uhr den beiden Bataillonen gefolgt. Er erreichte das hart westlich Lupolowo befindliche, zum Teil bewaldete Kasernengelände beim ersten Morgenlicht gegen 2.30 Uhr, als gerade der Kampflärm um Lupolowo einsetzte. An dem Kasernengelände stieß er auf den Feind, der das vor ihm marschierende II. und I./ Infanterie-Regiment 9 unbehelligt gelassen hatte. Es gelang dem Regimentskommandeur mit einem Teil seines Stabes kämpfend auf das im Anmarsch befindliche III./Infanterie-Regiment 9 auszuweichen. Der Kommandeur traf das Bataillon, als es auf die ausgebauten Feldstellungen des Gegners stieß. Ein großer Teil des Regimentsstabes, darunter Leutnant von Schroetter, der Nachrichtenoffizier und der Artillerieverbindungs-Offizier sowie die Melderstaffel war unmittelbar in den nicht bemerkten und nicht vermuteten Feind hineingeraten. Aus nächster Entfernung angeschossen entstanden Verluste an Toten und Verwundeten, während mehrere Angehörige des Stabes vom Gegner eingeschlossen wurden.

      Weiters folgt..........


      Quelle: siehe oben


      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Hallo Wladislaw,

      also ich habe noch weitere Informationen vorliegen aber im Moment leider nur sehr wenig Zeit um diese einzustellen. Auf der anderen Seite würde ich gerne wissen, ob dir bereits die Inhalte der betr. Chronik bekannt sind.

      Wenn ich richtig liege, hattest du ja hier vor einiger Zeit die gleiche Frage gestellt oder?

      forum-der-wehrmacht.de/index.p…adt-Mogilew-im-Juli-1941/

      Gruß
      Michael

      PS: Ich möchte nur unnötige Arbeit vermeiden, wenn du verstehst was ich meine.
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    • Nachtrag:

      Das III./Infanterie-Regiment 9 begann den Kampf um Kasernen und Flugplatz um 3.30 Uhr ohne Artillerie- und Infanteriegeschütz-Unterstützung. Gegen 7.oo Uhr wurde das Kasernengelände gestürmt, wobei etwa 150 Gefangene gemacht werden konnten. Nunmehr konnte die verloren gegangene Verbindung zum II. und I./Infanterie-Regiment 9 wiederhergestellt werden. Im Verlauf des 22. Juli hatte das am Südost- und Südrand von Lupolowo eingesetzte II./Infanterie-Regiment 9 einen Gegner abzuwehren, der sich den Rückweg nach Mogilew erkämpfen wollte.

      Alle Teile des Regiments lagen den ganzen Tag über unter starkem Artilleriefeuer aus allen Richtungen und M.G.- und Gewehrfeuer vom Nordufer des Dnjepr. Als in den späten Nachmittagsstunden sich das Vordringen der 78. Infanterie-Division bemerkbar machte, wurden die aus südlicher Richtung zurückgehenden feindlichen Kolonnen zusammengeschossen. Ganze Kolonnen an Kraftwagen sowie Infanterie mit Fahrzeugen wurden vernichtet. Durch die 14./Infanterie-Regiment 9 wurden zwei auf Lupolowo vorfahrende Panzerspähwagen und ein Panzer zusammengeschossen. In den Abendstunden wurde ein feindlicher Aufklärer über dem Flugplatz durch das III./Infanterie-Regiment 9 zur Landung gezwungen.

      Die Beute des Tages: 7,5 cm Feldkanone, 3 Flugzeuge, 8 s. M.G., 1 Panzer, 2 Panzerspähwagen, 3 Granatwerfer, 3 Pak, 21 Lkw.

      Die eigenen Verluste am 22. Juli 1941:

      27 Unteroffiziere und Mannschaften gefallen, 6 Offiziere, 86 Unteroffiziere und Mannschaften verwundet, 1 Vermisster.

      Am Abend des 22. Juli hält die 23. Infanterie-Division mit dem rechten Flügel Südost- und Ostrand Lupolowo, den kleinen Brückenkopf an der Stadtbrücke Mogilew und mit dem linken Flügel die Gegend hart nördlich Buinitschi nordostwärts Golynez.

      Da es sich durch den Verlauf der ersten Angriffstage herausgestellt hat, dass Mogilew mit den schwachen Kräften nicht zu nehmen ist, soll in die Lücke zwischen 23. und 7. Infanterie-Division die 15. Infanterie-Division eingeschoben werden, die am 23. Juli mit den Anfängen die Lachwa überschreiten kann. Sie soll am Nachmittag über die Höhe 196 gegen die Nordwestfront von Mogilew vorstoßen.

      Gefechtsbericht der 23. Infanterie-Division: Inzwischen setzt am 23. Juli vormittags die 23. Infanterie-Division mit den Regimentern 67 und 68 den Angriff unter Einsatz der inzwischen herangeführten Sturmgeschütz-Abteilung 192 und mit Flammenwerfern fort. Infanterie-Regiment 9 hat vorläufig die Brücke zu sichern und Ausbruchsversuche des Gegners abzuwehren. Doch die Division gewinnt nur langsam in den schweren Kämpfen Boden. Am Abend entschließt sich der Divisionskommandeur, daß Infanterie-Regiment 67 und 68 am 24. Juli sich dem Angriff der 15. Infanterie-Division anschließen sollen, die inzwischen die Höhe 196 vor Mogilew genommen hat.

      Vorher, um 15.00 Uhr, hatte Infanterie-Regiment 9 an die Division gemeldet, daß es auf eigenen Entschluß des Regimentskommandeurs um 16.15 Uhr nach Mogilew hinein gegen Norden und Nordwesten angreifen will, um endlich das feindliche Verteidigungssystem zu erschüttern. Ohne das eingreifen der frischen 15. Infanterie-Division abzuwarten, soll dadurch das Unternehmen Mogilew erledigt werden.

      Der Angriff wird durch systematisch durchgeführten Beschuß schwerer Infanteriewaffen und einer 8,8 cm Flak vorbereitet. Dann greift das I./Infanterie-Regiment 9 unter Führung seines Kommandeurs, Major d.R. Hannig an.

      Weiteres folgt.......

      Quelle: siehe oben

      Gruß
      Michael


      PS: Ich verstehe jetzt zwar nicht, warum du mir nicht auf meine Frage antwortest aber nun gut. Der Ordnung halber werde ich jetzt nach und nach die betr. Passagen bis zum Ende einstellen.
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    • Nachtrag:

      Ein Zug der 1./Infanterie-Regiment 9 unter ihrem Kompaniechef Oberleutnant Kaumanns versuchte als erster, die 100 Meter lange Brücke zu überwinden, die von allen Seiten eingesehen werden konnte. Ein wildes M.G.-Feuer schlägt ihm entgegen. Mit 12 Unteroffizieren und Mannschaften erreicht Kaumanns das ander Ufer. Er ist in Mogilew. Als Major Hannig dies erkennt, riß er die anderen Züge der 1./Infanterie-Regiment 9 vor und stürmte mit ihnen über die Brücke.

      Bericht Infanterie-Regiment 9 an die 23. Infanterie-Division vom 24. Juli:

      Hierbei traf Major Hannig, wie viele seiner Soldaten, die feindliche Kugel. Er hatte einen Beinschuß erhalten, wodurch seine Bewegungen gehemmt wurden. Trotz dieser Verwundung blieb er im Angriff und bewegte sich aufrecht und langsamen Schrittes dem ihm dicht gegenüberliegendem Feinde entgegen. Hierbei traf ihn eine zweite Kugel, die ihn schwer verwundet zu Boden streckte.

      Übereinstimmend sagten die Soldaten, die ihn haben liegen sehen, aus, daß er mit dem Gesicht nach unten fortwährend auch jetzt noch seine Soldaten mit den Worten „Vorwärts“ und „Ran an den Feind“ aufgemuntert habe. Diesen Worten gab er durch Armbewegungen den nötigen Ausdruck bis er durch zwei weitere Schüsse in den Kopf den Tod gefunden hatte.

      Für seinen Einsatz wurde Major Hannig das Ritterkreuz verliehen.

      Im KTB der 23. Infanterie-Division heißt es : Das Verteidigungssystem des Gegners war nicht erschüttert. Die Verwundeten und Gefallenen konnten weder geborgen noch ersetzt werden. Die Brückenkopfstellung geht hierbei verloren. Die Brücke aber bleibt vom Infanterie-Regiment 9 gesichert.

      Oberleutnant Kaumanns auf der anderen Seite des Flusses muß abends seine unhaltbar gewordene Stellung aufgeben. Da ein Zurückgehen über die Brücke tödlich gewesen wäre, schwimmt er mit seinen Soldaten, darunter drei Verwundeten, in der Dunkelheit durch den Fluß auf das Südufer zurück. Unter den Gefallenen an der Brücke von Mogilew ist auch Oberleutnant d.R. Freiherr H. v. Hoiningen-Huene aus dem Führungsstab (Ic) der Division, der den Feind durch Lautsprecher zur Einstellung des Kampfes aufforderte.

      Weiteres folgt.......

      Quelle: siehe oben

      Gruß
      Michael
      Ein Projekt von wehrmachtlexikon.de
    • Nachtrag:

      Am 24. Juli wird der Kampf um Mogilew auf beiden Seiten erbittert weitergeführt. Die 15. Infanterie-Division von Westen in die Stadt eindringend, stößt auf starken Widerstand. Infanterie-Regiment 67 und 68, verstärkt durch Pioniere, Aufklärer und Panzerjäger konnten bis zum Abend den Südteil der Stadt nicht nehmen. Sie halten ihn umklammert.

      Gefechtsbericht der 23. Infanterie-Division: Im Inneren Mogilews scheint der Gegner noch ungebrochen und zur Verteidigung bis zum Letzten bereit. Ein Kampf von Haus zu Haus ist zu erwarten. Um gegenseitiges Beschießen bei der schwierigen Verbindungsaufnahme zu verhindern, wird das weitere Aufräumen der Stadt der 15. Infanterie-Division überlassen. Die Division wird zur weiteren Verwendung in der Nacht vom 24. zum 25. Juli herausgezogen, während Infanterie-Regiment 9 bis zur völligen Besetzung der Stadt durch 15. Infanterie-Division die Brücke sichert.

      Im Divisionsbefehl vom 24. Juli 1941 heißt es: In viertägigem Ringen ist es der Division durch beispiellose Tapferkeit gelungen, die starken Befestigungen des Brückenkopfes von Mogilew zu zerschlagen und die Trümmer des Feindes in die Stadt zurückzuwerfen. Im Stadtinneren hält der Feind von allen Seiten umschlossen weiter und wird am 25. Juli von der 15. Infanterie-Division vernichtet. Doch erst am 26. Juli ist die Stadt fest in der Hand der 15. Infanterie-Division.

      Weiteres folgt.......

      Quelle: siehe oben

      Gruß
      Michael
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