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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Operationen der Kriegsmarine


Daniel
07.01.08, 23:48
Hallo zusammen,

Für den weiteren Ausbau unseres Lexikons im Bereich Operationen der Kriegsmarine, bitte ich mal um Eure Mithilfe. Wir sammeln jetzt schon geraume Zeit die uns bekannten Operationen wie z. B. "Cerberus" usw. Nennt uns doch, genau so wie bei der Luftwaffe, welche die Euch so bekannt sind.

Vielen Dank im Vorwege für Eure Bemühungen

Daniel

Rainer
08.01.08, 18:16
Hallo,
würden dazu auch die Operationen Grünpfeil(Landung bei Brighton im Rahmen von Seelöwe) und Caesar(U-864 mit Plänen und Material nach Japan) zählen?
Die Deutschen hatten ja allemögliche geplant, wie Ablenkungslandungen in Schottland oder Irland?
Gruss
Rainer

Daniel
08.01.08, 23:35
Hallo Rainer,

ja solche Operationen würden ebenfalls dazu zählen.

Gruß

Daniel

Shark
09.01.08, 12:21
Unternehmen Wikinger (Minenunternehmung deutscher Zerstörer in der Themse)
Unternehmen Ostfront (Einsatz der Tirpitz und Scharnhorst gegen Kohleförderanlagen auf Spitzbergen sowie die anlandung von Truppen zur Säuberung)
Unternehmen Rösselsprung (Einsatz deutscher Überwasserkampfgruppe gegen Konvoi PQ 17)

Es gab zweifelos noch mehr nur die hab ich nicht mehr auf dem schirm, hoffe das bald die webseite www.deutsche-marinegeschichte.de mal wieder online geht weil da hat ich mal alle niedergeschrieben damals.

Rainer
09.01.08, 16:12
Hallo,
auf WW2 Database gibt es eine Übersicht über so ziemlich alle deutschen Operationen.
Gruss
Rainer

Wehrmachtlexikon
11.01.08, 21:25
Super Link, danke Rainer.

Gruß

Michael

Friedrich
06.02.08, 21:36
Hier sollten wir alle Operationen bis hinunter von Flottillen und U-Boot-Rudeln, aber auch bekannte Einzelunternehmen, wie zum Beispiel Minenunternehmen der Hilfskreuzer ihren Eintrag finden. Aber generell sollten wir auch hier chronologisch vorgehen und jede Operation genau beachten.

Gruß Friedrich

Rainer
14.02.08, 22:39
Operation Wunderland war ein Unternehmen der deutschen Kriegsmarine vom 16. bis 30.8.1942 um auf dem nördlichen Seeweg die im Rahmen des Lend-Lease-Abkommen zugeführten Güter nach sibirischen Häfen zu vernichten oder aufzubringen.
Insgesamt waren eingesetzt:
Schwerer Kreuzer Admiral Scheer, zwei U-Boote zur Aufklärung des Eisstandes, mehrere BV 138(zur Aufklärung).
Als ein Geleitzug mit vier Eisbrechern und 19 Frachtern gemeldet worden war,, lief Scheer mit 3 Zerstörern aus Narvik aus. Die Zerstörer verliessen die Scheer in Höhe der Bäreninsel und liefen nach Tromsö zurück. Am 25.8. wurde nach tagelanger Suche im Nebel der russische Eisbrecher Sibirjakow versenkt. Dadurch war die Anwesenheit dieses Kriegsschiffes in der Gegend bekannt. Am 27.8.1942 wurde Fort Dikson beschossen, dabei wurden ein Transporter und das Küstenwachschiff Deshnew schwer beschädigt. Die geplante Anlandung von 180 Mann zur Zerstörung der Hafenanlagen wurde fallengelassen. Am 28.8.1642 wurde der Abbruchbefehl erteilt. Insgesamt gesehen konnte man fast sagen, "Ausser Spesen nichts gewesen". Das Ergebnis war ziemlich niedrig.
Quelle: Gebauer/Krenz: Marineenzyklopädie, Wien 2003

Friedrich
15.02.08, 06:56
Vielen Dank für deinen Beitrag Rainer, aber 1942 ist ein bisschen spät.
Lasst uns doch mal wirklich versuchen die Sache chronologisch anzugehen.

Guten Morgen
F.

Rainer
15.02.08, 09:55
Hallo,
dazu ist das hier
http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg/39-08.htm#SEP
am besten geeignet
Gruss
Rainer

Friedrich
20.02.08, 08:21
Danke Rainer,
diese Seite ist natürlich schon bekannt. Aber auch dort stehen nicht alle Kennwörter der Operationen.

Guten Morgen
F.

Horst
05.03.08, 20:02
Hallo,

als erste Operation bzw. erste Unternehmung der Marine im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg, möchte ich die "Memel - Unternehmung" bezeichnen. Wenn schon ein chronologischer Ablauf, dann auch das Vorspiel.
Als zweites Highlight möchte ich den Einsatz der "Schleswig Holstein" vor Hel am 01.09.1939 bezeichnen.:eek:

Horst
06.03.08, 09:14
Hallo,

es ist mir leider bis jetzt nicht gelungen einen Decknamen bzw. eine Bezeichnung für die Operation vor der "Westerplatte" der "Schleswig Holstein" zu bekommen.
Vielleicht haben andere mehr und größere Möglichkeiten.:confused:

Stefan
08.03.08, 19:36
Hallo,

es ist mir leider bis jetzt nicht gelungen einen Decknamen bzw. eine Bezeichnung für die Operation vor der "Westerplatte" der "Schleswig Holstein" zu bekommen.
Vielleicht haben andere mehr und größere Möglichkeiten.:confused:

Hallo Horst
Soviel ich weiss - und das ist sicher nicht vollständig -, wurde die Operation im Gesamtrahmen des "Fall Weiss" untergebracht und hat keinen separaten Code bekommen. Ich erhalte in den nächsten Tagen den 1. Band der Meldungen des OKW. Vielleicht gibts da noch einen Hinweis.....

Gruss
Stefan

Horst
09.03.08, 20:30
Hallo,

ich meine diese Überlegung ist auf den ersten Blick korrekt. Was mir nur Kopfzerbrechen macht ist die Tatsache, dass "die Weserübung" auch in verschiedene Teiloperationen gegliedert war. So ein " Staatsbesuch " hat doch wohl einern besonderen Titel? Oder?
In diesem Zusammenhang gleich noch ein paar Daten und die dazu gehörigen Operationen der Marine. Den Ablauf der einzelnen Ereignisse würde ich versuchen gesondert zu behandeln.
Für das Jahr 1940 würde ich folgende Operationen erwähnen:

1. Operation " Wikinger " 22.02.40 Verlustreiche Seeoperation gegen
britische Fischdampfer, wegen Eigenbeschuss

2. Operation " Weserübung" 09.04.1940 Hauptplan zur Besetzung Däne -
mark und Norwegen

3. Operation "Weserübung Nord " 09.04.1940 Subplan für die Besetzung
von Norwegen

4. Operation " Weserübung Süd" 09.04.1940 Subplan für die Besetzung
von Dänemark

5. Operation "Bremen " Angriff gegen Bergen, im Rahmen von " Weser -
übung"

6.Operation " Altenbeken " Operation gegen Adalsnes, im Rahmen von
" Weserübung"

Fürs Erste soll es erst mal genug sein. Vielleicht hat der Eine oder der Andere auch etwas bei zu tragen.

Horst:cool::cool:

Friedrich
12.03.08, 08:17
Guten Morgen,
da wurde doch von Bord der Schleswig-Holstein aus bei Angriffsbeginn ein Marinestoßtrupp (eine für handstreichartige Landeinsätze ausgebildeter Verband)
unter dem Kommando von Oberleutnant Hennigsen geführt, um die Westerplatte schnell einzunehmen, eingesetzt.
Also ich gehe davon aus, dass dieser Einsatz bestimmt mit einem Kennwort versehen war.

Guten Morgen
Friedrich

Horst
14.03.08, 17:50
Hallo,

zu den oben von mir gemachten Ausführungen möchte ich noch ergänzend hinzufügen, in dem ich mich auf das Werk von Gerd Schulze - Rhondorf berufe und ihn auch zitieren möchte:

" Der Krieg der viele Väter hat ", von Gerd Schulze - Rhondorf

Schon in der Nacht zum 23. März beginnt das litauische Militär, vertragsgemäß aus Memel abzurücken. Inden frühen Morgenstunden marschieren dafür drei nahe stationierte deutsche Heeresverbände von Tilsit kommend ein, und ein Dutzend Schiffe ( unter anderen auch die "ADMIRAL GRAF SPEE") der Kriegsmarine legt im Memel Hafen an. Die ganze Übernahme ist kein kriegerisches Unternehmen.
Der Anschluss des Memellandes entspricht dem Willen der großen Mehrheit der betroffenen Bevölkerung und er folgt dem völkerrechtlich gültigen Vertrag. Man kann gewiss nicht sagen, dass der Verzicht der Litauer ein Akt des freien Willens ist. Er ist wohl mehr ein Akt der Einsicht, mit der man zurückgibt, was man nicht länger halten kann.
Am 15. Mai 1939 erkennt die britische Regierung die Rückkehr des Memellandes in einer Note an, in der sie schreibt:

" Ihre Majestät Botschaft... hat die Ehre, das ( deutsche ) Außenministerium im Auftrag des Außenministerium Ihrer Majestät davon in Kenntnis zu setzen, dass Ihre Majestät Regierung des Vereinigten Königreichs entschieden hat , die deutsche Vereinigung mit Memel de jure anzuerkennen....."

Des weitern schreibt Schulze - Rhondorf, in dem er Hitler zitiert:

Hitler fasst eine militärische Lösung des Problems allerdings schon im Oktober ins Auge. Am 21. Oktober 1938 gibt er der Wehrmacht die lapidare Weisung:

"Die Wehrmacht muss jederzeit darauf vorbereitet sein, das Memelland in Besitz zu nehmen".

Ich kann da nur sagen, gut gebrüllt Löwe, britischer.

Ich bin der Meinung, jedes Wort spricht für sich. Im Original nach zu lesen bei

Herrn Gerd Schulze - Rhondorf.

H.

Horst
15.03.08, 18:12
Hallo,

es ist an der Zeit sich wieder um fachliche Dinge zu kümmern.

Wir waren bei den maritimen Operationen stehen geblieben.

1. Operation " Wikinger " 22.02.40 Verlustreiche Seeoperation gegen
britische Fischdampfer, wegen Eigenbeschuss

Hat jemand eine Operation die zeitlich gesehen vor diesem Datum liegt ?

Horst:eek:

Friedrich
15.03.08, 19:50
Hallo,
Also am 05.09.1939 fingen deutsche Zerstörer an die "Westwall-Minensperren" zu legen. Habe aber noch keinen Decknamen für diese Operation gefunden.

Gruß
F.

Horst
17.03.08, 07:01
Hallo Friedrich ,

bei der von Dir erwähnten Minenoperation handelte es sich um die Minensperre "Martha" als Fortsetzung des Westwalls
Am 04.09.1939 werfen COBRA und ROLAND zusammen mit ERICH GIESE und THEODOR RIEDEL 666 Minen. Am 05.09.1939 wird noch einmal von den gleichen die selbe Anzahl gelegt. Am 08.09.1939 kommen COBRA und ROLAND zusammen mit FRIEDRICH IHN zum Einsatz und werfen zwei Sperrfelder von 348 und 404 Minen. COBRA, KAISER, ROLAND und HANSE STADT DANZIG zusammen mit den Zerstörern THEODOR RIEDEL, FRIEDICH ECKOLD und BERND VON ARNIM legen am 13.09.1939 960 Minen. Der gleiche Verband, jedoch noch mit den Zerstörer ERICH STEINBRINK verstärkt wirft am 15.09.1939 555 Minen. Am 17.09.3939 werfen COBRA und HANSESTADT DANZIG 280 Minen.:p

Friedrich
17.03.08, 09:38
Guten Morgen,
Ja habe das gleiche gerade in "Zerstörer unter deutscher Flagge von !934-1945" von Wolfgang Harnack gefunden. Jetzt müsste es doch möglich sein die Decknamen, dieser Operationen oder war es eine große Operation,herauszufinden

Gruß
F.

Horst
26.03.08, 21:18
Hallo,

leider kann ich bis heute nicht mit einem Kennwort für die Operation der "Schleswig Holstein" bei der Westerplatte dienen.
Aber bevor ich mich dem Thema "OP - Wikinger zu wende, noch einige Gedanken und Fakten zur Westerplatte in Verbindung mit dem 01.09.1939.

Was haltet ihr von Rüdiger Ruhnau, über google ist einiges über sein Leben zu erfahren, ich möchte mich nun auf einen Artikel im "Ostpreußenblatt" berufen. Auf den Vorabend des 01.09.1939 bezogen schreibt er in dieser Zeitung etwa sinngemäß:
Schon vor längerer Zeit war der Freundschaftsbesuch eines deutschen Kriegsschiffes in Danzig angekündigt worden. Am 25. August 1939 traf das veraltete Linienschiff „Schleswig-Holstein“, nun zum Schulschiff für Kadetten umgerüstet, im Hafen ein und legte am Kai, gegenüber der Westerplatte, an. In der vergangenen Nacht, auf hoher See, hatte das Schulschiff eine Marinestoßtruppkompanie an Bord genommen, die eine Minensuchflottille aus Pillau heranbrachte. In Scharen pilgerten die marinebegeisterten Danziger zu der Anlegestelle, wo zur Begrüßung ein Musikkorps an Bord spielte. Es durfte aber niemand das Schiff besichtigen, nur offizielle Besucher wurden vom Kommandanten empfangen: Senatspräsident Greiser, der polnische diplomatische Vertreter in Danzig Chodacki und der Völkerbundskommissar Burckhardt. Carl J. Burckhardt schildert in seinem Buch „Meine Danziger Mission 1937-39“ den Gegenbesuch des Kommandanten der „Schleswig-Holstein“, Kapitän zur See Kleikamp. Dabei ist folgende Stelle Burckhardts interessant: „... mit verstörtem Gesichtsausdruck vertraute (Kleikamp) mir an ‚Ich habe einen furchtbaren Auftrag, den ich vor meinem Gewissen nicht verantworten kann‘“. Es erscheint sonderbar, dass ein Eliteoffizier wie Kleikamp, der in der Marine den Spitznamen „Eiserner Gustav“ trug, den nach Angaben seiner Offiziere Ruhe und Selbstbeherrschung auszeichneten, sich zu der oben genannte Äußerung gegenüber dem Schweizer Burckhardt hat hinreißen lassen.
Speziell zu dem Marinestoßtrupp lässt er sich im OSTPREUßENBLATT, vernehmen:
In der Nacht vom 24. zum 25. August 1939 wurden Marinestoßtruppsoldaten (MSK-Soldaten) auf Boote der Minensuchflotille aufgenommen und die daraufolgende Nacht in Höhe von Stolpmünde, auf hoher See auf das als Schulschiff dienende Linienschiff „Schleswig Holstein“ überbracht. An Bord befand sich neben der Besatzung eine MSK. Sie bestand aus vier Offizieren, einem Arzt und 225 Mann. Der Kapitän zur See Gustav Kleikamp hatte Befehl, Danzig zum Besuch anzulaufen. Am Vormittag des 25. August lief die „Schleswig-Holstein“ in Neufahrwasser im Danziger Hafenkanal ein. Den in feldgrau gekleideten Soldaten war es per striktem Befehl verboten, an Deck zu gehen oder sich sonst in irgendeiner Form zu zeigen, während der Besuch des deutschen Vizekonsuls und des polnischen Gesandten noch im Gange war. Am Nachmittag kamen Generalmajor Eberhard und sein Stabsoffizier zur Lagebesprechung an Bord, um über das geplante Vorgehen der Einnahme der Westerplatte zu beraten. Am 28. August erhielt Kapitän Kleikamp vom Danziger Gauleiter Albert Forster scharfe Luftaufnahmen von der Westerplatte. Eine Einnahme der Westerplatte im Zuge des beginnenden Krieges war ursprünglich nicht geplant. Sie wurde erst durch den Kampfauftrag nötig, den die „Schleswig-Holstein“ am 28. August erhielt:
die polnischen Küstenbatterien beiOxhöft, Hochredlau und Gdingen sollten niedergekämpft werden
der Kriegshafen Gdingensollte durch Beschuss für die polnischen Seestreitkräfte unbenutzbar werden
die polnische 15-cm-Batterie auf der Südspitze von Hela sollte durch Störfeuer bekämpft werden
die Häfen von Danzig und Neufahrwasser sollten geschützt werden.Voraussetzung dafür war allerdings die Besetzung der Westerplatte.
Somit dürfte auch die Sache mit dem Marinestoßtrupp geklärt sein. Ergänzend sei noch erwähnt, dass in der Nacht zum 01.09.1939 die MSK - Soldaten ausgebracht wurden, damit sie sich zum Angriffsbeginn vor der Festung in Position bringen konnten.
Die MSK unter Oberleutnant Henningsen mit zwei Infanteriezügen und einem Pionierzug verstärkt griff nach dem ersten Feuerschlag von der Landseite her an. Unterstützt durch Schiffsgeschütze des Beobachtungstrupps unter der Leitung von Leutnant Harny und Feuer der SS – Heimwehr Danzig sowie von Leutnant Hartwig, der das Kommando über den Maschinengewehr-Zug auf dem Linienschiff innehatte. Die Westerplatte wurde hartnäckig verteidigt, viele polnische Schützen saßen in Bäumen. Während der Kämpfe wurde Oberleutnant Henningsen tödlich verwundet, und Oberleutnant Schug übernahm das weitere Kommando. Der Feuerschlag hatte wenig Wirkung gehabt, wegen der kurzen Entfernung kamen die Granaten zu flach, um die unterirdischen Deckungen treffen zu können. Sie explodierten in den Bäumen und machten das Gelände durch herabgefallenes Astwerk schwer passierbar. Der Kampf wurde immer unübersichtlicher und zerlief sich in guerillaartigen Einzelkämpferszenen.
Sollte ich etwas wesentliches vergessen haben, so sei mir verziehen und man solle es nachtragen.
Horst

Horst
05.04.08, 19:01
Hallo,

über das Marineunternehmen „Wikinger“ gibt es in 3 verschiedenen literarischen Quellen, 3 verschiedene Varianten über das Geschehene

1.www.wlb-stuttgart.de/seekrieg (http://www.wlb-stuttgart.de/seekrieg) spricht von 3 Bombentreffern auf Leberecht Maas.

2. http://de.wikipedia.org/wikiUnternehmen_Wikinger , sagt es wurden 4 Bomben geworfen, aber nur 1 Treffer; aber 2 Bombenangriffe.

3. Wolfgang Hornack spricht in seinem Werk „Zerstörer unter deutscher Flagge“ von einem Bombertreffer, aber wenig später von einer zweiten Explosion und die Leberecht Maas zerbrach in 2 Teile und sank.

Ich glaube am Besten und am Genausten hat Wolfgang Hornack recherchiert

Zitat aus „Zerstörer unter deutscher Flagge“:

„ Zusammen mit den Zerstörern Richard Beitzen, Erich Koellner, Theodor Riedel, Max Schultz und Leberecht Maas, lief Friedrich Eckold, unter Führung des Chefs der 1. Z – Flottille, FK Berger auf Friedrich Eckold, zu einem Vorstoß gegen die auf der Doggerbank festgestellten britischen Fischerboote aus (22.02.1940 von Wilhelmshaven). Das Unternehmen „Wikinger“ stand unter einem schlechten Stern und führte zum Verlust der Zerstörer Leberechr Maas und Max Schulz.


Der Ablauf der Ereignisse am 22.02.1940 sei nachstehend kurz geschildert:

gegen 19.00 Uhr Verband passiert das eigene Minenwarngebiet

19.13 Uhr ein deut. Kampfflugzeug überfliegt den Verband

19.21 Uhr erneut werden die Zerstörer von einem deut. Flugzeug
überflogen

19.40 Uhr Leberecht Maas sichtet von achtern anfliegendes Flugzeug, an
dem der I:O: des Zerstörers Max Schultz, KL Günther
Hosemann, deutsche Hoheitszeichen erkennt

19.44 Uhr das Flugzeug wirft Bomben auf das letzte Schiff des
Verbandes, den Zerstörer Leberecht Maas. 2 Bomben
gehen in das Kielwasser, 1 Bombe trifft den Zerstörer
zwischen Brücke und Schornstein

19.46 Uhr Verband macht kehrt um Leberecht Maas zu helfen

19.56 Uhr auf Leberecht Maas heftige Explosione

19.58 Uhr Leberecht Maas in zwei Teile zerbrochen, Bug und Heck noch
sichtbar. Erich Koellner beginnt sofort mit Rettungsmaßnahmen

20.04 Uhr schwere Explosion auf Max Schultz, daraufhin U –Boot Alarm
auf den übrigen Zerstörern

20.08 Uhr Richard Beitzen wirft Wabos gegen vermeintliches U – Boot.
Erich Koellner setzt Rettungsaktion fort

20.28 Uhr Erich Koellner will Rettungsaktion bei Max Schulz beginnen

20.30 Uhr U –Boot Alarm auf Erich Koellner

20.36 Uhr alle Zerstörer nehmen wieder Fahrt auf

Was war geschehen?? Das deutsche Flugzeug, das Leberecht Maas bombardierte, war über das auslaufen des deutschen Verbandes nicht unterrichtet, was selbstverständlich später zur Überprüfung und künftigen Ausschaltung derartiger Vorkommnisse führte. Durch den Flugzeugangriff ist der deutsche Verband auf einen anderen Kurs gegangen. Vom 09. Zum 10.01.1940 hatten zwei britische Zerstörer auf dieser Position Minen gelegt. Auf dieser Minen waren die Zerstörer gefahren und sind verloren gegangen. Also ging Leberecht Maas nicht durch den Fliegerangriff verloren, sondern durch die zweite Explosion, eine britische Mine, auf solche, auf die auch Max Schultz kurze Zeit darauf verloren gegangen war. Es handelte sich nicht um ein U-Bootangriff von britischer Seite. Es konnten 50 Männer der Leberecht Maas Besatzung gerettet werden, von den Männern der Max Schultz überlebte niemand. Das Unternehmen wurde abgebrochen und der Verband erreichte am 23.02. Wilhelmshaven“.

Ende des Zitates.

Die genauen Abläufe, Vorbereitungen sowie das Nachspiel ist von den oben genannten Links zu erfahren.

Horst

P.S. Ich hoffe ich habe nicht die Nerven der Leser und die Länge des Artikels überzogen.